The National Times - Prozess gegen 30-jährige IS-Rückkehrerin in Frankfurt am Main begonnen

Prozess gegen 30-jährige IS-Rückkehrerin in Frankfurt am Main begonnen


Prozess gegen 30-jährige IS-Rückkehrerin in Frankfurt am Main begonnen
Prozess gegen 30-jährige IS-Rückkehrerin in Frankfurt am Main begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am Freitag ein Staatsschutzprozess gegen eine mutmaßliche IS-Rückkehrerin begonnen. Die Bundesanwaltschaft wirft der 30-jährigen Angeklagten in ihrer Anklageschrift die mitgliedschaftliche Beteiligung an einer ausländischen terroristischen Vereinigung vor, wie das Gericht mitteilte. Sie sei im November 2014 gemeinsam mit ihrem nach islamischen Ritus verheirateten Ehemann und dessen Bruder nach Syrien gereist.

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Dort habe ihr Mann für die radikalislamische Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gekämpft. Die Angeklagte soll ihren Mann währenddessen im Haushalt unterstützt haben. Nach dessen mutmaßlichem Tod im März 2015 soll sie in unterschiedlichen Frauenhäusern des IS untergebracht worden sein.

Darüber hinaus soll sie Geldleistungen vom sogenannten Witwenbüro des IS erhalten haben. Während ihres Aufenthalts in Syrien habe sie auch mehrfach versucht, eine in Deutschland lebende Bekannte zur Ausreise nach Syrien zu bewegen.

Die Angeklagte wurde im März 2019 von US-Streitkräften festgenommen und kam zunächst in das von kurdischen Kräften kontrollierte Gefangenenlager al-Haul in Nordsyrien, in dem viele Angehörige von Dschihadisten untergekommen sind. Mitte September 2019 flüchtete sie in die Türkei und wurde im Oktober 2019 nach Deutschland zurückgeführt.

Zum Prozessauftakt wurde nach Gerichtsangaben die Anklage verlesen. Die Angeklagte machte außerdem Angaben zu ihren persönlichen Verhältnissen. Das Gericht setzte Verhandlungstage bis Anfang Mai an.

D.Kelly--TNT

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