The National Times - Tödlicher Schusswaffenangriff in den USA: Vater von jugendlichem Schützen verurteilt

Tödlicher Schusswaffenangriff in den USA: Vater von jugendlichem Schützen verurteilt


Tödlicher Schusswaffenangriff in den USA: Vater von jugendlichem Schützen verurteilt
Tödlicher Schusswaffenangriff in den USA: Vater von jugendlichem Schützen verurteilt / Foto: © GETTY IMAGES/AFP/Archiv

Anderthalb Jahre nach einem tödlichen Schusswaffenangriff auf eine Schule in den USA ist der Vater des jugendlichen Schützen verurteilt worden. Eine Jury im Bundesstaat Georgia befand den 55-jährigen Colin Gray am Dienstag des Totschlags und der fahrlässigen Tötung sowie weiterer Straftaten in Verbindung mit dem Schusswaffenangriff an der Apalachee High School im September 2024 durch seinen unter psychischen Problemen leidenden Sohn Colt für schuldig.

Textgröße ändern:

Es kommt äußerst selten vor, dass sich ein Elternteil in den USA wegen einer von seinem Kind begangenen Tat vor Gericht verantworten muss. Der inzwischen 16 Jahre alte Colt Gray wurde ungeachtet seines Alters nach Erwachsenenstrafrecht angeklagt und wartet auf seinen Verhandlungstermin.

Bei dem Schusswaffenangriff waren damals zwei 14-jährige Mitschüler des Tatverdächtigen sowie zwei Lehrerkräfte getötet worden. Neun weitere Menschen wurden verletzt.

Die Staatsanwaltschaft hatte bei dem Prozess argumentiert, dass Colin Gray seinem Sohn das bei dem Amoklauf verwendete halbautomatische Gewehr zu Weihnachten 2023 gekauft hatte - trotz vorheriger Hinweise auf Online-Drohungen seines Sohnes mit einem Amoklauf an einer Schule. Laut der Verteidigung hatte Colin Gray von den Absichten seines Sohnes nichts gewusst und sich wegen dessen verschlechternden psychischen Zustands Hilfe gesucht.

Die USA werden immer wieder von Schusswaffenangriffen an Schulen erschüttert. Etwa ein Drittel der Erwachsenen im Land besitzt eine Feuerwaffe, selbst für halbautomatische Gewehre sind die Vorschriften lax.

C.Blake--TNT

Empfohlen

Bundesgerichtshof urteilt über Gemälde an Fassade von Wuppertaler Hochhaus

Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe urteilt am Freitag (09.00 Uhr) im Streit über ein großes Gemälde an der Fassade eines Wuppertaler Hochhauses. Das Bild sollte Teil eines Open-Air-Museums von Straßenkunst in der nordrhein-westfälischen Stadt werden. Der Verein "Urbaner Kunstraum Wuppertal" bot der Eigentümergemeinschaft an, die Fassade auf seine Kosten durch eine Künstlerin gestalten zu lassen. (Az. V ZR 165/25)

Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen

Die US-Kette Starbucks will in Nordamerika zahlreiche Filialen schließen. Das Unternehmen habe ihr "Café-Portfolio in Nordamerika sorgfältig geprüft", hieß es am Donnerstag auf der Unternehmenswebseite in einer Mitteilung an die Mitarbeiter. Begründet wurde der Schritt unter anderem mit fehlenden Umsätzen. Daher sei beschlossen worden, "bis Ende der Woche etwa 250 Cafés" zu schließen. Das ist rund ein Prozent der mehr als 18.000 Cafés in Nordamerika.

Gericht in Kroatien genehmigt Auslieferung von ukrainischem Nord-Stream-Verdächtigen

Ein Gericht in Kroatien hat die Auslieferung eines Ukrainers genehmigt, dem in Deutschland eine Beteiligung an den Anschlägen auf die Nord-Stream-Gasleitungen in der Ostsee vorgeworfen wird. Wie der Anwalt von Wolodymyr Z., Ljubo Pavasovic Viskovic, am Donnerstag mitteilte, erging der Gerichtsbeschluss bereits am 18. September. Der Anwalt kündigte an, Berufung gegen die Entscheidung des Gerichts der Adriastadt Pula einzulegen.

CNN, MS NOW und Politico wieder zum Weißen Haus zugelassen

Journalisten von CNN, MS NOW und der Plattform Politico haben wieder Zugang zum Weißen Haus: Die beiden US-Sender teilten am Donnerstag mit, ihre Reporter seien wieder hineingelassen worden. Das Weiße Haus erklärte, dies gelte auch für die Plattform Politico, die zum Springer-Konzern gehört.

Textgröße ändern: