The National Times - Gewaltverbrechen an 35-Jährigem: Jugendstrafe wegen Mordes in Schleswig-Holstein

Gewaltverbrechen an 35-Jährigem: Jugendstrafe wegen Mordes in Schleswig-Holstein


Gewaltverbrechen an 35-Jährigem: Jugendstrafe wegen Mordes in Schleswig-Holstein
Gewaltverbrechen an 35-Jährigem: Jugendstrafe wegen Mordes in Schleswig-Holstein / Foto: © AFP/Archiv

Knapp fünf Jahre nach einem tödlichen Gewaltverbrechen an einen Mann im schleswig-holsteinischen Ratzeburg ist ein zur Tatzeit 19-Jähriger vom Landgericht Lübeck wegen Mordes verurteilt worden. Die Kammer verhängte nach Angaben einer Sprecherin am Dienstag eine Jugendstrafe von fünf Jahren Haft, wobei es insbesondere ein Geständnis mildernd berücksichtigte.

Textgröße ändern:

Einen weiteren zur Tatzeit 34-jährigen Beschuldigten sprach das Gericht vom Vorwurf des Mordes frei. Es ließ sich demnach nicht zweifelsfrei klären, ob beide das 35-jährige Opfer gemeinsam getötet hatten. Es sei auch möglich, das der Jüngere allein gehandelt habe.

Die Tat hatte sich im Mai 2021 ereignet. Laut Anklage handelte es sich bei dem getöteten Mann um den früheren Lebensgefährten der Schwester des jüngeren Angeklagten, der ältere Mitangeklagte war deren neuer Partner. Demnach wurde das Opfer im Schlaf attackiert und getötet.

Laut Anklage sollten die beiden Angeklagten den Toten später auf einem Grundstück in Alt-Mölln vergraben haben. Der Mann galt zunächst als vermisst, seine Leiche wurde erst eineinhalb Jahre später gefunden. Die Beschuldigten wurden daraufhin in Nordrhein-Westfalen festgenommen.

Bei Beschuldigten kann abhängig vom persönliche Reifezustand bis zu einem Alter von 21 Jahren das sogenannte Jugendrecht angewandt werden, maßgeblich ist das Alter zum Tatzeitpunkt. Das Jugendrecht gewichtet Ziele wie Resozialisierung und erzieherische Einwirkung höher als das Erwachsenenstrafrecht. Die mögliche Höchststrafe liegt bei zehn Jahren.

F.Morgan--TNT

Empfohlen

Venezuela: Mann acht Tage nach Erdbeben gerettet

Acht Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte einen Mann lebend aus den Trümmern gerettet. Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde der 43-jährige Hernán Gil am Donnerstag im stark zerstörten Ort Catia La Mar aus den Trümmern eines siebenstöckigen Gebäudes geborgen. Er wurde auf einer Trage zu einem Rettungswagen gebracht, der ihn zur Behandlung in die Hauptstadt Caracas bringen sollte.

Zwei Patienten sterben bei nächtlichem Krankenhausbrand in Mecklenburg-Vorpommern

Bei einem nächtlichen Brand in einem Krankenhaus in Mecklenburg-Vorpommern sind zwei Patienten ums Leben gekommen. Bei einem der beiden handle es sich um einen 85-jährigen Mann, teilte die Polizei am Donnerstag in Rostock mit. Die Identifizierung des zweiten toten Menschen daure noch an.

Linke zu Reformen: Regierung will Informationsfreiheitsgesetz aushöhlen

Die Linke hat mit scharfer Kritik auf die Pläne der Bundesregierung reagiert, das Informationsfreiheitsgesetz zu ändern. Das sei ein "Angriff auf die Pressefreiheit und auf das Recht der Öffentlichkeit, staatliches Handeln zu kontrollieren", erklärte Fraktionsvize Clara Bünger am Donnerstag. Damit wolle sich die Regierung "unangreifbar machen". Das Gesetz werde nicht wie zuvor vereinbart weiterentwickelt, "sondern ausgehöhlt".

Ermittler vermuten ukrainischen Plan hinter Nord-Stream-Anschlägen

Die Bundesanwaltschaft geht davon aus, dass die Pläne für die Anschläge auf die Nord-Stream-Pipelines im Auftrag staatlicher Stellen in der Ukraine entwickelt wurden. Das geht aus Einzelheiten der Anklage gegen einen früheren ukrainischen Offizier hervor, welche die Karlsruher Behörde am Donnerstag veröffentlichte. Die Sabotageaktion sollte Gaslieferungen über die Pipelines demnach dauerhaft stoppen, damit Russland die Einnahmen nicht zur Finanzierung des Ukraine-Kriegs nutzen konnte.

Textgröße ändern: