The National Times - Luxusautos nach Russland verkauft: Sechs Jahre Haft für Autohändler in Bayern

Luxusautos nach Russland verkauft: Sechs Jahre Haft für Autohändler in Bayern


Luxusautos nach Russland verkauft: Sechs Jahre Haft für Autohändler in Bayern
Luxusautos nach Russland verkauft: Sechs Jahre Haft für Autohändler in Bayern / Foto: © AFP/Archiv

Wegen der illegalen Lieferung von mehr als hundert Luxusautos nach Russland ist ein Autohändler in Bayern zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Würzburg verhängte am Montag sechs Jahre Haft wegen gewerbsmäßigen Verstoßes gegen die Russland-Embargoverordnung, wie das mit den Ermittlungen befasste Zollfahndungsamt im nordrhein-westfälischen Essen mitteilte. Seine ehemalige Prokuristin wurde zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung verurteilt.

Textgröße ändern:

Demnach waren über den Autohändler aus dem Kreis Miltenberg 111 Luxusautos im Wert von fast 20 Millionen Euro illegal nach Russland gelangt. Der Autohandel des Angeklagten war demnach auf gepanzerte Fahrzeuge eines namhaften deutschen Herstellers spezialisiert. Da er keine Neuwagen direkt beziehen durfte, baute er ein Beschaffungsnetzwerk unter Einbindung von Strohfirmen auf. Nach Einführung der Sanktionen für Luxusautos verkaufte er die Fahrzeuge an zwei der größten Luxusautohändler Russlands.

Viele der verkauften Fahrzeuge seien von russischen Behörden, staatlichen Unternehmen und Geheimdiensten genutzt worden. Der Autohandel des Angeklagten sei zuletzt vollständig auf Verstöße gegen das Russland-Embargo spezialisiert gewesen. Ein legaler Geschäftsbetrieb fand demnach nur noch in vergleichsweise geringem Umfang statt.

Der Zoll hatte in dem Fall seit Mai 2024 ermittelt. Im folgenden September wurden Wohn- und Geschäftsräume des Autohändlers durchsucht. Durch die Ermittlungen seien geplante Lieferungen von weiteren 400 Neuwagen im Wert von fast 40 Millionen Euro nach Russland verhindert worden. Das Gericht ordnete die Einziehung von rund 20 Millionen Euro an. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

D.Cook--TNT

Empfohlen

Nach Tötung von Frau in Hildesheim: Tatverdächtiger stellt sich Polizei

Nach der Tötung einer 43 Jahre alten Frau in einer Wohnung in Hildesheim hat sich der mutmaßliche Täter bei der Polizei gestellt. Der 37-Jährige sei am Montag im Beisein eines Anwalts auf einer Dienststelle erschienen und festgenommen worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in der niedersächsischen Stadt gemeinsam mit. Das Amtsgericht erließ demnach einen Untersuchungshaftbefehl wegen Totschlags.

Betrüger erbeuten mindestens hunderttausend Euro von Senior aus Hessen

Betrüger haben von einem Senior aus Hessen mindestens hunderttausend Euro erbeutet. Der Mann fiel auf die Masche der vermeintlich lukrativen Geldanlage herein, wie die Polizei in Kassel am Montag mitteilte. Demnach wurde der hochbetagte Mann vor einigen Monaten von einem Unbekannten angerufen, der sich als Finanzberater ausgab. Dieser lockte das Opfer mit vermeintlich hohen Gewinnen.

Gericht bestätigt Verbot von Haltung von Bienenvölkern auf Balkon

Im Streit um Bienen auf einem Balkon hat das Landgericht Köln einer Wohnungseigentumsgemeinschaft Recht gegeben. Ohne ihre Zustimmung dürfen Bienenvölker nicht auf einem Balkon gehalten werden, wie das Gericht am Montag mitteilte. Es bestätigte damit im Kern eine Entscheidung des Kölner Amtsgerichts. Geklagt hatte eine Kölner Wohnungseigentümergemeinschaft (WEG) gegen getrenntlebende Eheleute, die Miteigentümer einer Wohnung in der Anlage sind.

Bärlauchdiebe in Leipzig: Hundert Kilogramm Knollen in kurzer Zeit beschlagnahmt

In Leipzig haben Polizeibeamte innerhalb weniger Tage mehrere Bärlauchdiebe auf frischer Tat ertappt und insgesamt hundert Kilogramm Knollen beschlagnahmt. In der Nacht zu Montag kontrollierte die Polizei drei Männer, die 54 Kilogramm Bärlauch in ihrem Auto transportierten, wie die Polizei in der sächsischen Stadt mitteilte. Angaben zur Herkunft der Knollen machten die Männer im Alter zwischen 22 und 43 Jahren nicht.

Textgröße ändern: