The National Times - Vier Monate nach Juwelen-Raub im Louvre: Museums-Direktorin tritt zurück

Vier Monate nach Juwelen-Raub im Louvre: Museums-Direktorin tritt zurück


Vier Monate nach Juwelen-Raub im Louvre: Museums-Direktorin tritt zurück
Vier Monate nach Juwelen-Raub im Louvre: Museums-Direktorin tritt zurück / Foto: © AFP

Vier Monate nach dem spektakulären Raub im Pariser Louvre ist die Direktorin des weltberühmten Museums zurückgetreten. Laurence des Cars habe ihren Rücktritt eingereicht und Präsident Emmanuel Macron habe diesen akzeptiert, erklärte am Dienstag der Elysée-Palast in der französischen Hauptstadt. "Das größte Museum der Welt braucht nun Ruhe und neue, starke Impulse, um wichtige Sicherheits- und Modernisierungsprojekte durchzuführen", hieß es weiter.

Textgröße ändern:

Der Rücktritt der Direktorin erfolgte knapp eine Woche nach der Vorlage des Berichts einer parlamentarischen Untersuchungskommission zum "Jahrhundertraub" vom 19. Oktober vergangenen Jahres. Darin war die Leitung des Louvre-Museums mitverantwortlich für den spektakulären Kronjuwelen-Diebstahl gemacht worden. "Es gibt eine Liste von Versäumnissen, die in anderen Ländern und Einrichtungen längst zu Rücktritten geführt hätten", erklärte Kommissionschef Alexandre Portier offenbar mit Blick auf Cars.

Die von vielen Seiten angefeindete Museumsdirektorin hatte direkt am Tag nach dem Einbruch ihren Rücktritt angeboten, was Kulturministerin Rachida Dati damals aber ablehnte. Nun wurde der Rücktritt von Macron angenommen.

Im Oktober hatten vier Männer einen Teil der französischen Kronjuwelen im Materialwert von 88 Millionen Euro aus dem Louvre gestohlen - der ideelle Verlust ist noch größer. Die Beute wurde bis heute nicht gefunden. Seit dem Raubzug ist das Museum immer wieder in negative Schlagzeilen geraten, unter anderem wegen mehrerer Wasserschäden, Streiks und dem Verdacht auf massiven Ticketbetrug mit einem Schaden in Höhe von zehn Millionen Euro.

F.Hammond--TNT

Empfohlen

Familienvater erstickt Ehefrau: Lebenslage Haft wegen Mordes in Düsseldorf

Ein 36-Jähriger ist wegen der Tötung seiner Ehefrau vom Landgericht Düsseldorf zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht sprach den Angeklagten am Montag des Mordes schuldig, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Laut Anklage hatte der Mann seine Frau im September 2025 im Schlafzimmer in der gemeinsamen Wohnung in Monheim getötet.

Haftung bei Brand durch Fahrradakku: Keine Kontrollpflicht nach leichtem Sturz

Nach einem leichten Sturz mit einem E-Bike müssen Verbraucher einen äußerlich unbeschädigten Akku nicht wegen möglicher Brandgefahr automatisch von einer Fachwerkstatt überprüfen lassen. Das betonte das Oberlandesgericht im niedersächsischen Oldenburg nach Angaben vom Montag in einem Rechtsstreit um Haftungsfragen nach einem Gebäudebrand, der von dem Akku eines in einem Carport abgestellten Fahrrads ausging. Es liege dabei keine Fahrlässigkeit in rechtlichen Sinn vor. (Az. U 8/26)

63-Jähriger stirbt nach Streit auf offener Straße in Bayern

Ein 63-jähriger Mann ist bei einer Auseinandersetzung auf offener Straße in Erlangen in Bayern tödlich verletzt worden. Die Polizei nahm einen 66-jährigen Tatverdächtigen fest, wie die Beamten in Nürnberg am Montag mitteilten. Demnach ereignete sich der tödliche Streit zwischen beiden Männern am Mittag im Stadtteil Bruck. Beide Männer kannten sich nach ersten Erkenntnissen.

Gewaltsamer Tod von 28-Jährigem in Pulheim: Weiterer Verdächtiger festgenommen

Nach dem gewaltsamen Tod eines 28-Jährigen im Stadtpark in Pulheim in Nordrhein-Westfalen ist einen weiterer Tatverdächtiger festgenommen worden. Dem Mann wird vorgeworfen, an der tödlichen Auseinandersetzung in der Nacht zum Sonntag beteiligt gewesen zu sein, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln am Montag mitteilten. Zuvor waren bereits zwei Tatverdächtige im Alter von 20 und 24 Jahren festgenommen worden.

Textgröße ändern: