The National Times - Geheimdienstkreise: Nigeria zahlte Islamisten Lösegeld für entführte Schüler

Geheimdienstkreise: Nigeria zahlte Islamisten Lösegeld für entführte Schüler


Geheimdienstkreise: Nigeria zahlte Islamisten Lösegeld für entführte Schüler
Geheimdienstkreise: Nigeria zahlte Islamisten Lösegeld für entführte Schüler / Foto: © AFP/Archiv

Die nigerianische Regierung hat nach Angaben aus Geheimdienstkreisen der Islamisten-Miliz Boko Haram Lösegeld für die Freilassung von rund 230 Schülern und Mitarbeitern eines katholischen Internats gezahlt. Als Teil des Millionen-Dollar-Deals seien auch zwei Boko-Haram-Kommandeure freigekommen. Die nigerianische Regierung bestreitet solche Vereinbarungen mit Extremisten, die auch gesetzlich untersagt sind.

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Ende November waren Schülerinnen und Schüler im Alter zwischen acht und 18 Jahren sowie Mitarbeiter aus dem St. Mary's-Internat in Papiri im Bundesstaat Niger im Zentrum Nigerias verschleppt worden. Rund 50 von ihnen war bereits kurz nach der Entführung die Flucht gelungen, die restlichen Verschleppten kamen im Abstand mehrerer Wochen in zwei Gruppen frei.

Seit Jahren greifen schwer bewaffnete Banden immer wieder in ländlichen Gebieten im Nordwesten und im Zentrum Nigerias an, um Menschen zu entführen und Lösegeld zu erpressen. Tausende Menschen wurden getötet. Die Banden haben ihre Lager in einem riesigen Waldgebiet, das sich über mehrere Bundesstaaten erstreckt.

Vor mehr als zehn Jahren hatte die Verschleppung von 276 Mädchen aus ihrer Schule im nigerianischen Chibok international Aufsehen erregt. Von einigen der damals verschleppten Mädchen fehlt bis heute jede Spur.

Nigeria wird von zahlreichen Konflikten zwischen verschiedenen Ethnien und Bevölkerungsgruppen erschüttert, denen Christen wie Muslime gleichermaßen zum Opfer fallen. Das bevölkerungsreichste Land Afrikas ist in einen mehrheitlich muslimischen Norden und einen weitgehend christlichen Süden geteilt. Die nigerianischen Behörden weisen Vorwürfe zurück, die Christen im Land würden verfolgt.

Anfang November hatte die US-Regierung Nigeria wegen der angeblich gezielten Tötung von Christen mit einem US-Militäreinsatz gedroht. US-Präsident Donald Trump behauptete, Christen seien in Nigeria einer "existenziellen Bedrohung" ausgesetzt.

G.Morris--TNT

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