The National Times - "Bild des Schreckens" in Stuttgart: Behörden finden dutzende tote und kranke Schlangen

"Bild des Schreckens" in Stuttgart: Behörden finden dutzende tote und kranke Schlangen


"Bild des Schreckens" in Stuttgart: Behörden finden dutzende tote und kranke Schlangen
"Bild des Schreckens" in Stuttgart: Behörden finden dutzende tote und kranke Schlangen / Foto: © AFP/Archiv

Dutzende tote und schwer kranke Riesenschlangen haben Behördenmitarbeiter bei einem privaten Tierhalter in Stuttgart entdeckt. Bei einer unangekündigten Kontrolle stießen sie auf 13 bereits verendete sowie 34 ausgehungerte und geschwächte Reptilien, wie die baden-württembergische Landeshauptstadt am Freitag mitteilte. Beteiligte Experten berichteten demnach von einem "Bild des Schreckens". Es sei noch nicht abzusehen, wie viele Schlangen überleben würden. Ein Tier habe bereits eingeschläfert werden müssen.

Textgröße ändern:

Bereits vor dem Wohnhaus des Tierhalters sei den Behördenmitarbeitern Verwesungsgeruch entgegengeschlagen, teilte die Stadt mit. Überlebende Schlangen seien bei der Kontrolle in der laufenden Woche abgemagert und lethargisch gewesen, die Haltungsbedingungen "inakzeptabel". Wegen des Verdachts von Verstößen gegen den Tier- und Artenschutz sei die Polizei hinzugezogen worden. Die überlebenden Schlangen wurden beschlagnahmt.

Die Betreuung der Tiere übernahmen Spezialisten einer der europaweit größten Auffangstationen für Reptilien in München, die eigens nach Stuttgart anreisten. Klassische Tierheime verfügten nicht über die Kapazitäten zur Versorgung einer so großen Zahl an Schlangen, hieß es.

Der Chef der Münchner Auffangstation, Markus Baur, äußerte sich nach Angaben der Stadt entsetzt. "Dieser Bestand ist das Schlimmste, was wir seit Jahren gesehen haben", erklärte er. Tiere seien "pergamentartig ausgetrocknet" und litten an starkem Parasitenbefall und Verletzungen.

Laut Stadtverwaltung waren die toten Riesenschlangen bis zu 1,60 Meter lang. Demnach handelte es sich um den gröbsten Tierschutzverstoß bei Reptilienhaltungen in ihrem Zuständigkeitsbereich seit Jahren. Die Stadt betonte zugleich, solche Haltungsbedingungen seien selten. Auch Reptilienexperte Baur sprach von einer "absoluten Ausnahme". Meist kümmerten sich Halter "gewissenhaft" um ihre exotischen Haustiere.

E.Reid--TNT

Empfohlen

Tödlicher Raserunfall: Hafturteil aus Landau rechtskräftig

Sechseinhalb Jahre nach einem schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten ist das Urteil im sogenannten Raserprozess im rheinland-pfälzischen Landau rechtskräftig geworden. Der Angeklagte ist nach Angaben des Landgerichts vom Freitag damit zu einer Jugendstrafe von drei Jahren verurteilt. Er war im Sommer 2019 bei Aquaplaning viel zu schnell ein gefährliches Überholmanöver gefahren. Bei dem Unfall starben zwei Mitfahrer, zwei weitere wurden schwer verletzt.

Amnestiegesetz in Venezuela verabschiedet - Hoffnung für hunderte politische Gefangene

Anderthalb Monate nach der Gefangennahme von Staatschef Nicolás Maduro durch das US-Militär hat das Parlament in Venezuela den Weg geebnet für die Freilassung hunderter politischer Gefangener. Die Abgeordneten der Nationalversammlung in Caracas billigten am Donnerstag einstimmig ein Amnestiegesetz. Das Vorhaben war unter Druck der USA von Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez vorangetrieben worden.

Von schwerem Gerät eingeklemmt: 62-Jähriger stirbt bei Verladearbeiten

Ein 62-Jähriger ist bei Verladearbeiten auf einem Firmengelände im schleswig-holsteinischen Uetersen tödlich verletzt worden. Der Mann sei von schwerem Gerät eingeklemmt worden, teilte die Polizei in Bad Segeberg am Freitag mit. Trotz sofort eingeleiteter Wiederbelebungsmaßnahmen sei er vor Ort gestorben.

Autorennen mit zwei Toten: Prozess in Köln gegen zwei 22-Jährige gestartet

Nach einem mutmaßlichen Autorennen mit zwei Toten in Nordrhein-Westfalen hat vor dem Landgericht Köln am Freitag ein Prozess gegen zwei junge Männer begonnen. Den beiden 22-Jährigen werden ein verbotenes Kraftfahrzeugrennen mit Todesfolge sowie Gefährdung des Straßenverkehrs vorgeworfen. Bei einer Kollision mit einem unbeteiligten Auto waren im Dezember 2023 eine Frau und ihre Tochter ums Leben gekommen.

Textgröße ändern: