The National Times - Schmieröl als Diesel verkauft: Großrazzia gegen mutmaßliche Steuerbetrüger

Schmieröl als Diesel verkauft: Großrazzia gegen mutmaßliche Steuerbetrüger


Schmieröl als Diesel verkauft: Großrazzia gegen mutmaßliche Steuerbetrüger
Schmieröl als Diesel verkauft: Großrazzia gegen mutmaßliche Steuerbetrüger / Foto: © AFP/Archiv

Ermittler sind zu einer bundesländerübergreifenden Razzia wegen des illegalen Verkaufs von unversteuertem und potenziell minderwertigem Dieselkraftstoff ausgerückt. Durchsuchungen fanden am Dienstag an mehreren Orten in sechs Bundesländer statt, wie der Zoll im niedersächsischen Hannover und die Staatsanwaltschaft in Göttingen am Mittwoch mitteilten. Sie richteten sich gegen ein Netzwerk mutmaßlicher Steuerbetrüger, die Schmieröle aus dem Ausland importiert und als vermeintlich regulär versteuerten Diesel vertrieben haben sollen.

Textgröße ändern:

Durch die Hinterziehung von Energiesteuer sei dem Staat auf diese Weise ein Schaden von mindestens eineinhalb Millionen Euro entstanden, hieß es. Bei einem Steuersatz von 49 Cent je Liter geht es demnach nach dem bisherigen Ermittlungsstand um mindestens etwa drei Millionen Liter.

Abgewickelt wurde der Transport laut Behörden über ein Tanklager von zwei involvierten Firmen im Harz in Niedersachsen. Mehrere Razzien gab es auch in Berlin, Brandenburg, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg. Diese dienten nach Ermittlerangaben der Suche nach Beweismitteln wie Dokumenten. Von Festnahmen war nicht die Rede.

Nach Angaben von Zoll und Staatsanwaltschaft soll die Bande über ein Geflecht an Scheinfirmen agiert haben. Das Schmieröl hätten die Verdächtigen unter diversen Handelsbezeichnungen in Tankwagen aus dem Ausland importiert und ohne Bearbeitung als vermeintlich korrekt versteuerten Diesel an Tankstellen und gewerbliche Abnehmer vertrieben.

Dadurch konnten sie ihr Produkt laut Ermittlern etwa fünf Cent billiger anbieten als die Konkurrenz. Außer dem Staat hätten die Verdächtigen nach derzeitigem Ermittlungsstand so auch "gesetzestreue Mitbewerber" geschädigt, erklärte ein Zollsprecher. Hinzu komme die Gefahr, durch gepanschte Kraftstoffe die Motoren ahnungsloser Käufer zu schädigen.

In Deutschland gab es in den vergangenen Jahren mehrfach Ermittlungen wegen des Verkaufs sogenannter Designer Fuels - also betrügerisch zum Zwecke der Steuerhinterziehung veränderter oder falsch deklarierter Kraftstoffe. Ende 2024 etwa zerschlug der Zoll eine Bande, die über Bayern fast 40 Millionen Liter Schmieröl als Diesel vertrieben hatte.

S.Ross--TNT

Empfohlen

Hund beißt Fünfjährigen in Nordrhein-Westfalen in Kopf

Ein Hund hat in Essen einen fünfjährigen Jungen in den Kopf gebissen und dabei schwer verletzt. Der Hund griff den Jungen in einer Kleingartenanlage an, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Montag mitteilte. Demnach lief die Antikdogge am Freitag aus einer Parzelle und attackierte den Fünfjährigen, der mit seiner Familie in der Kleingartenanlage war. Er kam mit schweren Verletzungenb in ein Krankenhaus.

Paketbote springt auf Flucht vor Hunden auf Porsche: Keine Haftung für Schäden

Ein Paketbote, der sich in Bayern auf der Flucht vor Hunden auf die Motorhaube eines Autos rettete, haftet nicht für mögliche Schäden. Das entschied das Amtsgericht München in einem am Montag veröffentlichten Fall und wies die Klage ab. Der Paketzusteller hatte an einer Haustür geklingelt, worauf drei Hunde - zwei Dalmatiner und ein kleiner Mischlingshund - bellend auf den Mann zustürmten. Der Paketbote flüchtete sich daraufhin auf die Motorhaube eines neben dem Haus geparkten Wagens. (Az: 223 C 6838/25)

Nordrhein-Westfalen: Unbekannte stehlen mehrere hundert Fernseher aus Lastwagen

Unbekannte haben in Nordrhein-Westfalen mehrere hundert Fernseher aus einem Lastwagen gestohlen. Der Schaden belaufe sich auf einen Betrag in sechsstelliger Höhe, teilte die Polizei in Detmold am Montag mit. Der Lastwagen stand demnach an einem Autohof in Porta Westfalica. Die Täter sollen zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen die Ladefläche aufgebrochen und die Geräte gestohlen haben.

Statistik: Jedes sechste Todesopfer im Straßenverkehr ist Fahrradfahrer

Der Anteil der Fahrradfahrer an den Verkehrstoten ist im vergangenen Jahr erneut gestiegen. 16,4 Prozent der im Straßenverkehr ums Leben gekommenen Menschen waren Fahrradfahrer, wie das wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Montag mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und von 20,6 Prozent im Vergleich zu 2015.

Textgröße ändern: