The National Times - Babymilch-Skandal: Pariser Staatsanwaltschaft leitet fünf Ermittlungsverfahren ein

Babymilch-Skandal: Pariser Staatsanwaltschaft leitet fünf Ermittlungsverfahren ein


Babymilch-Skandal: Pariser Staatsanwaltschaft leitet fünf Ermittlungsverfahren ein
Babymilch-Skandal: Pariser Staatsanwaltschaft leitet fünf Ermittlungsverfahren ein / Foto: © AFP/Archiv

Nach Rückrufen von Babymilch hat die Pariser Staatsanwaltschaft fünf Ermittlungsverfahren eingeleitet. Wie die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau am Freitag mitteilte, geht es in den Verfahren um mutmaßlich verunreinigte Produkte der Hersteller Nestlé, Lactalis, Danone, Babybio und La Marque en moins.

Textgröße ändern:

Die Ermittlungen wurden den Angaben zufolge bereits Ende Januar eingeleitet, insbesondere wegen der Gefährdung Dritter. Die Pariser Staatsanwaltschaft habe den Fall aufgrund der "Vielzahl an Klagen" sowie der komplexen Bewertung "regulatorischer und gesundheitlicher Aspekten" übernommen, erklärte Beccuau. Ihr liegt demnach zudem eine Klage von acht Familien und der Organisation Foodwatch vor.

An den Ermittlungen ist nach Angaben der Pariser Staatsanwaltschaft auch die französische Zentralstelle zur Bekämpfung von Umwelt- und Gesundheitsverstößen (Oclaesp) und die Tier- und Pflanzenschutz-Ermittlungseinheit BNEVP beteiligt. Darüber hinaus werden bereits laufende Ermittlungen der Staatsanwaltschaften in Städten wie Angers, Bordeaux und Blois fortgesetzt.

Der Skandal um verunreinigte Babymilch beschäftigt Frankreich schon seit Wochen. Anfang Januar hatte der Schweizer Lebensmittelkonzern Nestlé in etwa 60 Ländern dutzende Babymilchchargen wegen einer möglichen Verunreinigung mit dem Giftstoff Cereulid zurückgerufen. Später riefen auch Danone und Lactalis sowie kleinere Hersteller in etlichen Ländern Säuglingsnahrung zurück.

Cereulid ist ein Giftstoff bakteriellen Ursprungs, der Durchfall und Erbrechen verursachen kann. Es besteht der Verdacht, dass eine in China hergestellte Substanz, die die für Säuglinge wichtige Arachidonsäure enthält, für die Verunreinigung verantwortlich sein könnte.

In Frankreich hatte die Justiz nach dem Tod von drei Säuglingen Ermittlungen aufgenommen. 15 weitere Säuglinge, die von den Rückrufaktionen betroffene Flaschenmilch getrunken hatten, waren im Krankenhaus behandelt worden. Ob ein Kausalzusammenhang zwischen der Babynahrung und den Symtomen der Säuglinge besteht, ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen.

A.Robinson--TNT

Empfohlen

43-jähriger Mann acht Tage nach Erdbeben in Venezuela lebend aus Trümmern gerettet

Jubelnde Helfer und überglückliche Angehörige: Acht Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte einen Mann lebend aus den Trümmern geholt. Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde der 43-jährige Hernán Gil am Donnerstag im stark zerstörten Ort Catia La Mar aus den Trümmern eines siebenstöckigen Gebäudes geborgen. Gils Ehefrau Gusbimar González sprach von einem "Wunder" und dankte den hunderten an dem Einsatz beteiligten Helfern.

Polen will Auslieferung des in die USA geflüchteten Ex-Justizministers Ziobro

Die Staatsanwaltschaft in Polen hat angekündigt, sobald wie möglich ein Auslieferungsersuchen gegen den in die USA geflüchteten ehemaligen Justizminister Zbigniew Ziobro zu stellen. Eine Gerichtsentscheidung mache dies jetzt möglich, sagte die Sprecherin der Anklage, Anna Ptaszek, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Heftige Kritik an Plänen der Regierung zum Informationsfreiheitsgesetz

An den Plänen der Bundesregierung zur Änderung des Informationsfreiheitsgesetzes gibt es heftige Kritik von Datenschützern und Verbänden sowie aus der Politik. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider warnte am Donnerstag im Gespräch mit dem RND vor einer "Abschaffung der seit zwanzig Jahren bestehenden Informationsfreiheit" und vor Diskriminierung. Die Linke sprach von einem "Angriff auf die Pressefreiheit und auf das Recht der Öffentlichkeit, staatliches Handeln zu kontrollieren".

Venezuela: Mann acht Tage nach Erdbeben gerettet

Acht Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte einen Mann lebend aus den Trümmern gerettet. Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde der 43-jährige Hernán Gil am Donnerstag im stark zerstörten Ort Catia La Mar aus den Trümmern eines siebenstöckigen Gebäudes geborgen. Er wurde auf einer Trage zu einem Rettungswagen gebracht, der ihn zur Behandlung in die Hauptstadt Caracas bringen sollte.

Textgröße ändern: