The National Times - Feuerwehr kämpft weiter gegen Waldbrände in Brandenburg und Sachsen

Feuerwehr kämpft weiter gegen Waldbrände in Brandenburg und Sachsen


Feuerwehr kämpft weiter gegen Waldbrände in Brandenburg und Sachsen
Feuerwehr kämpft weiter gegen Waldbrände in Brandenburg und Sachsen / Foto: © AFP/Archiv

Hunderte Feuerwehrleute haben am Dienstag in Brandenburg und Sachsen weiter gegen zwei große Waldbrände gekämpft. Die Evakuierungen mehrerer Ortschaften wegen eines ausgedehnten Feuers in der Nähe der brandenburgischen Stadt Falkenberg an der Elster wurden jedoch aufgehoben, wie der Landkreis Elbe-Elster in Herzberg am Nachmittag mitteilte. Diese seien "nicht mehr erforderlich", die Lage habe sich entspannt.

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Gegen Mittag waren bereits die ersten Evakuierungen aufgehoben worden. In den zu Falkenberg gehörenden Ortschaften Kölsa und Rehfeld konnten die Menschen wieder in ihre Wohnungen zurückkehren. Am Abend wurde auch für Kölsa-Siedlung die Anordnung zur Evakuierung aufgehoben. Die Räumung der drei Ortschaften war am Montag angeordnet worden, betroffen waren rund 700 Einwohner.

In der Nähe des Gewerbegebiets Lönnewitz liefen die Löscharbeiten laut Landkreis aber unvermindert weiter. Das Einsatzgebiet umfasste demnach rund 500 Hektar. Es wurde davon ausgegangen, dass die Löscharbeiten noch bis Mittwoch fortgesetzt werden müssen.

Die Behörden hatten am Montagnachmittag eine Großschadenslage ausgerufen. Das aus zunächst unbekannter Ursache ausgebrochene Feuer in einem Waldgebiet mit Windkraftanlagen breitete sich - angetrieben durch heftige Sturmböen - rasch aus. Auch brannte eine Schweinemastanlage nieder.

Insgesamt waren 480 Kräfte aus mehreren Landkreisen mit 90 Fahrzeugen im Einsatz. Sieben Feuerwehrleute wurden verletzt. Unterstützung kam von mehreren Bundeswehrhubschraubern sowie bei der Lageerkundung von einem Polizeihelikopter. Ein Pionierpanzer der Bundeswehr sollte zudem eine Schneise schlagen, um die Brandausbreitung zu verhindern.

Für die Wasserentnahme der Helikopter sprach der Landkreis für den Kiebitzsee ein Badeverbot aus. Auch ein Teil der Bundesstraße 183 wurde gesperrt. Für die Nacht rechneten die Einsatzkräfte mit weiterer Entspannung, da der Wind nachließ und sogar leichter Regen vorhergesagt war.

Auch bei einem Waldbrand in Sachsen waren mehr als 250 Feuerwehrleute im Einsatz, zusätzlich unterstützen ebenfalls Bundespolizei und Bundeswehr die Löscharbeiten. Der Brand war am Sonntagmorgen im tschechischen Nationalpark Böhmische Schweiz ausgebrochen und griff dann auf deutsches Gebiet über.

Für die Gemeinde Bad Schandau löste das zuständige Landratsamt am Dienstag Katastrophenalarm aus. Für Sebnitz war am Montag eine Vorstufe zum Katastrophenalarm ausgegeben worden. Zudem wurde ein 24-stündiges Betretungsverbot aller Wälder des Landkreises in den Regionen Sächsische Schweiz und Osterzgebirge verhängt.

Die Waldbrandsituation sei "unverändert angespannt", teilte das sächsische Umweltministerium am Dienstag mit. Das Feuer überwinde teilweise weite Strecken, weil durch den Wind Funken weit transportiert würden und an anderer Stelle die ausgetrocknete Waldvegetation entzündeten. Nach Einschätzung der Behörden werde die Brandbekämpfung deshalb noch mehrere Tage andauern.

P.Jones--TNT

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