The National Times - Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests: Mehrere Festnahmen

Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests: Mehrere Festnahmen


Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests: Mehrere Festnahmen
Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests: Mehrere Festnahmen / Foto: © AFP/Archiv

Die Polizei in Nürnberg hat einen großangelegten Betrug bei Deutsch- und Einbürgerungstests aufgedeckt. Der Hauptverdächtige soll dabei als Vermittler gutes Deutsch sprechende Prüflinge in Prüfungen geschickt haben, die als Stellvertreter für nach einer Aufenthaltserlaubnis oder einer Einbürgerung strebende Migranten deren Tests absolvierten, wie das Polizeipräsidium Mittelfranken am Montag mitteilte. Pro Prüfung mussten zwischen 2500 Euro und 6000 Euro bezahlt werden.

Textgröße ändern:

Bereits in der Vergangenheit liefen laut Polizei Verfahren wegen gefälschter Sprachzertifikate. Bei der neuen Masche legten die Prüflinge gefälschte Dokumente vor, die ihr Foto mit den Daten der auf das Sprachzertifikat oder den Einbürgerungstest angewiesenen Menschen zeigte. Den Prüfern sei es so nicht möglich gewesen, den Schwindel zu erkennen. Sie stellten danach echte Zertifikate aus, die für die Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis oder für die Einbürgerung vorgelegt wurden.

Der Vermittler ist laut Polizei ein 39 Jahre alter Mann aus dem Irak, er wurde festgenommen und sitzt in Untersuchungshaft. Ebenfalls festgenommen wurde im Januar ein 22 Jahre alter Deutscher. Dieser wurde festgenommen, als er gerade eine solche Stellvertreterprüfung ablegen wollte. Im Dezember wurden zudem zehn Menschen als Stellvertreter in einer Sprachschule in Nordrhein-Westfalen festgestellt, als sie gerade für andere Prüfungen ablegten.

Die Ermittlungen betreffen das gesamte Bundesgebiet. Es sei nach der ersten Auswertung der Beweismittel davon auszugehen, dass es eine hohe zweistellige Zahl weiterer Ermittlungsverfahren geben werde, erklärten die bayerischen Ermittler.

D.S.Robertson--TNT

Empfohlen

Zahl der Todesopfer durch Erdbeben in Venezuela steigt auf mehr als 2500

Die Zahl der Todesopfer durch das verheerende Doppel-Erdbeben in Venezuela ist auf mehr als 2500 gestiegen. Es seien bisher 2595 Todesopfer gemeldet worden, sagte am Donnerstag (Ortszeit) Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez auf einer Pressekonferenz. Zudem seien 12.400 Menschen verletzt worden.

43-jähriger Mann acht Tage nach Erdbeben in Venezuela lebend aus Trümmern gerettet

Jubelnde Helfer und überglückliche Angehörige: Acht Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte einen Mann lebend aus den Trümmern geholt. Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde der 43-jährige Hernán Gil am Donnerstag im stark zerstörten Ort Catia La Mar aus den Trümmern eines siebenstöckigen Gebäudes geborgen. Gils Ehefrau Gusbimar González sprach von einem "Wunder" und dankte den hunderten an dem Einsatz beteiligten Helfern.

Polen will Auslieferung des in die USA geflüchteten Ex-Justizministers Ziobro

Die Staatsanwaltschaft in Polen hat angekündigt, sobald wie möglich ein Auslieferungsersuchen gegen den in die USA geflüchteten ehemaligen Justizminister Zbigniew Ziobro zu stellen. Eine Gerichtsentscheidung mache dies jetzt möglich, sagte die Sprecherin der Anklage, Anna Ptaszek, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Heftige Kritik an Plänen der Regierung zum Informationsfreiheitsgesetz

An den Plänen der Bundesregierung zur Änderung des Informationsfreiheitsgesetzes gibt es heftige Kritik von Datenschützern und Verbänden sowie aus der Politik. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider warnte am Donnerstag im Gespräch mit dem RND vor einer "Abschaffung der seit zwanzig Jahren bestehenden Informationsfreiheit" und vor Diskriminierung. Die Linke sprach von einem "Angriff auf die Pressefreiheit und auf das Recht der Öffentlichkeit, staatliches Handeln zu kontrollieren".

Textgröße ändern: