The National Times - Oppositionspolitiker und Verbündeter Machados in Venezuela aus Gefängnis entlassen

Oppositionspolitiker und Verbündeter Machados in Venezuela aus Gefängnis entlassen


Oppositionspolitiker und Verbündeter Machados in Venezuela aus Gefängnis entlassen
Oppositionspolitiker und Verbündeter Machados in Venezuela aus Gefängnis entlassen / Foto: © AFP

In Venezuela ist der Oppositionspolitiker und Verbündete der Friedensnobelpreisträgerin María Corina Machado, Juan Pablo Guanipa, aus dem Gefängnis entlassen worden. "Ich gebe bekannt, dass mein Papa, Juan Pablo Guanipa, vor einigen Minuten freigelassen wurde", erklärte der Sohn des ehemaligen Abgeordneten, Ramón Guanipa, am Sonntag im Onlinedienst X. "Nach mehr als acht Monaten ungerechtfertigter Haft und mehr als eineinhalb Jahren Trennung kann sich unsere gesamte Familie bald wieder in die Arme nehmen", fügte er hinzu.

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"Nach eineinhalb Jahren kommen wir frei", erklärte der 61-jährige Guanipa bei X. In einem Video zeigt er eine Entlassungsurkunde. "Zehn Monate lang versteckt, fast neun Monate lang hier in Caracas inhaftiert", fügte Guanipa hinzu. Er betonte, es gebe "viel zu sagen über die Gegenwart und Zukunft Venezuelas, wobei die Wahrheit immer im Vordergrund stehen muss".

Guanipas war zuletzt im Januar 2025 in der Öffentlichkeit aufgetreten, als er Machado zu einer Protestkundgebung gegen die Ernennung des linksnationalistischen Präsidenten Nicolás Maduro für eine dritte Amtszeit begleitete. Im Mai 2025 wurde Guanipa wegen des Vorwurfs des Wahlbetrugs festgenommen und wegen "Terrorismus, Geldwäsche und Anstiftung zu Gewalt und Hass" angeklagt.

Unter dem Druck der USA hatte Venezuelas Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez im vergangenen Monat die Entlassung politischer Gefangener verkündet. In der vergangenen Woche gab sie dann eine Massenamnestie für Häftlinge bekannt, die wegen "politischer Gewalt" einsitzen. Das Gesetz solle "den gesamten Zeitraum politischer Gewalt von 1999 bis heute" umfassen und am Dienstag in Kraft treten. In dem südamerikanischen Land sitzen der Nichtregierungsorganisation Foro Penal zufolge noch über 700 politische Gefangene im Gefängnis.

Nach der Gefangennahme und Entführung Maduros in die USA übernahm Rodríguez vorerst das Präsidentenamt. Maduro sitzt in New York in Haft, wo ihm wegen "Drogenterrorismus" der Prozess gemacht werden soll.

S.Lee--TNT

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