The National Times - Mehr als 30 Tote und über 160 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad

Mehr als 30 Tote und über 160 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad


Mehr als 30 Tote und über 160 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad
Mehr als 30 Tote und über 160 Verletzte bei Anschlag auf Moschee in Islamabad / Foto: © AFP

Bei einem Selbstmordanschlag auf eine schiitische Moschee in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad sind dutzende Menschen getötet worden. Nach Angaben aus Polizeikreisen wurden bei dem Anschlag am Freitag mindestens 31 Menschen getötet, mehr als 160 weitere Menschen wurden verletzt. Dutzende Verletzte wurden ins größte Krankenhaus Islamabads eingeliefert, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Die Zahl der Todesopfer dürfte noch steigen.

Textgröße ändern:

Nach Angaben aus Sicherheitskreisen wurde der Angreifer am Eingang der Moschee im Randbezirk Tarlai gestoppt und sprengte sich dort in die Luft. Die Explosion ereignete sich den Polizeiangaben zufolge nach dem Freitagsgebet - also zu einem Zeitpunkt, an dem Moscheen besonders voll sind. Es war der tödlichste Anschlag in Islamabad seit 18 Jahren.

Der Gläubige Muhammad Kazim sprach von einer "extrem starken" Explosion, die das Gebäude zu Beginn des Gebetes erschüttert habe. Der Gläubige Imran Mahmood sagte gegenüber AFP, es sei zu einem Schusswechsel zwischen dem Angreifer, einem möglichen Komplizen und Sicherheitskräften gekommen.

Zunächst bekannte sich niemand zu dem Anschlag. Der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif bekundete "tiefe Trauer" und sicherte zu, dass die Hintermänner des Anschlags aufgespürt und zur Rechenschaft gezogen würden. Sein Stellvertreter Ishaq Dar sprach von einem "abscheulichen Verbrechen gegen die Menschlichkeit und einer eklatanten Verletzung islamischer Prinzipien". Im Onlinenetzwerk X schrieb er weiter: "Pakistan steht vereint zusammen gegen alle Formen des Terrorismus."

Vor dem größten Krankenhaus Islamabads spielten sich dramatische Szenen ab. Medizinisches Personal und Helfer trugen Verletzte mit teilweise blutverschmierter Kleidung aus Rettungswagen und Privatfahrzeugen in die Klinik. Unter den Verletzten waren auch Kinder.

Im mehrheitlich sunnitischen Pakistan machen Schiiten zwischen zehn und 15 Prozent der Bevölkerung aus. Es gibt es immer wieder Angriffe auf Orte, an denen sich Schiiten aufhalten.

Zudem kämpfen pakistanische Regierungskräfte in den afghanischen Grenzregionen Balutschistan und Khyber Pakhtunkhwa gegen Aufständische, die laut der Regierung in Islamabad von der radikalislamischen Taliban-Regierung in Kabul unterstützt werden. Pakistan wirft Afghanistan vor, den Milizen auf afghanischen Gebiet Unterschlupf zu gewähren. Die in Kabul regierenden Taliban bestreiten dies.

F.Hughes--TNT

Empfohlen

Zahl der Todesopfer durch Erdbeben in Venezuela steigt auf mehr als 2500

Die Zahl der Todesopfer durch das verheerende Doppel-Erdbeben in Venezuela ist auf mehr als 2500 gestiegen. Es seien bisher 2595 Todesopfer gemeldet worden, sagte am Donnerstag (Ortszeit) Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez auf einer Pressekonferenz. Zudem seien 12.400 Menschen verletzt worden.

43-jähriger Mann acht Tage nach Erdbeben in Venezuela lebend aus Trümmern gerettet

Jubelnde Helfer und überglückliche Angehörige: Acht Tage nach dem verheerenden Doppel-Erdbeben in Venezuela haben Rettungskräfte einen Mann lebend aus den Trümmern geholt. Wie eine Reporterin der Nachrichtenagentur AFP berichtete, wurde der 43-jährige Hernán Gil am Donnerstag im stark zerstörten Ort Catia La Mar aus den Trümmern eines siebenstöckigen Gebäudes geborgen. Gils Ehefrau Gusbimar González sprach von einem "Wunder" und dankte den hunderten an dem Einsatz beteiligten Helfern.

Polen will Auslieferung des in die USA geflüchteten Ex-Justizministers Ziobro

Die Staatsanwaltschaft in Polen hat angekündigt, sobald wie möglich ein Auslieferungsersuchen gegen den in die USA geflüchteten ehemaligen Justizminister Zbigniew Ziobro zu stellen. Eine Gerichtsentscheidung mache dies jetzt möglich, sagte die Sprecherin der Anklage, Anna Ptaszek, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP.

Heftige Kritik an Plänen der Regierung zum Informationsfreiheitsgesetz

An den Plänen der Bundesregierung zur Änderung des Informationsfreiheitsgesetzes gibt es heftige Kritik von Datenschützern und Verbänden sowie aus der Politik. Die Bundesdatenschutzbeauftragte Louisa Specht-Riemenschneider warnte am Donnerstag im Gespräch mit dem RND vor einer "Abschaffung der seit zwanzig Jahren bestehenden Informationsfreiheit" und vor Diskriminierung. Die Linke sprach von einem "Angriff auf die Pressefreiheit und auf das Recht der Öffentlichkeit, staatliches Handeln zu kontrollieren".

Textgröße ändern: