The National Times - Südkoreas frühere First Lady muss wegen Korruption für 20 Monate ins Gefängnis

Südkoreas frühere First Lady muss wegen Korruption für 20 Monate ins Gefängnis


Südkoreas frühere First Lady muss wegen Korruption für 20 Monate ins Gefängnis
Südkoreas frühere First Lady muss wegen Korruption für 20 Monate ins Gefängnis / Foto: © AFP/Archiv

Südkoreas ehemalige First Lady Kim Keon Hee ist wegen Korruption zu 20 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Der Richter Woo In Sung sah es bei der Strafmaßverkündung am Bezirksgericht Seoul am Mittwoch als erwiesen an, dass die Ehefrau des ebenfalls inhaftierten Ex-Präsidenten Yoon Suk Yeol großzügige Bestechungen angenommen hatte.

Textgröße ändern:

Kims enge Verbindung zum mittlerweile abgesetzten Präsidenten habe ihr "erheblichen Einfluss" verschafft, den sie zu ihrer eigenen Bereicherung ausgenutzt habe, sagte Richter Woo In Sung bei der Urteilsverkündung. Dazu zählte dem Richter zufolge die Annahme von Luxusartikeln von der Moon-Sekte, darunter eine Designerhandtasche der französischen Luxusmarke Chanel. Vom Vorwurf der Aktienmanipulation und Verstößen gegen das Wahlgesetz sprach der Richter Kim dagegen frei.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte Kim mit der Manipulation von Akten gegen Finanzinvestitionsgesetze und Regelungen zur Finanzierung politischer Parteien verstoßen. Die Staatsanwaltschaft hatte zuletzt unter anderem argumentiert, Kim habe sich "über das Gesetz gestellt" und mit der als Moon-Sekte bekannten Vereinigungskirche zusammengearbeitet, um die "verfassungsmäßig garantierte Trennung von Religion und Staat" zu untergraben. Südkoreas Institutionen seien durch Kims Machtmissbrauch "schwer beschädigt" worden.

Die ehemalige First Lady war nicht zum ersten Mal ins Visier der Justiz geraten. 2022 musste sie sich bereits im sogenannten Dior-Taschen-Skandal wegen Bestechungsvorwürfen verantworten, da sie offenbar eine Handtasche der französischen Luxusmarke entgegengenommen hatte.

Es ist das erste Mal in der Geschichte Südkoreas, dass ein ehemaliger Präsident und eine ehemalige First Lady gleichzeitig inhaftiert sind. Kims Ehemann, Ex-Staatschef Yoon, ist derzeit wegen Amtsmissbrauchs in Haft. Er hatte im Dezember 2024 vor dem Hintergrund eines Haushaltsstreits zeitweise das Kriegsrecht ausgerufen und Südkorea damit in eine tiefe politische Krise gestürzt. Yoon wurde wegen Behinderung der Justiz und anderer Straftaten im Zusammenhang mit der Verhängung des Kriegsrechts zu fünf Jahren Haft verurteilt. Das Urteil in einem weiteren Verfahren steht noch aus, es soll im Februar verkündet werden.

D.Cook--TNT

Empfohlen

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt

Weil er das Haus seines Bruders anzündete, muss ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landgerichts Verden, wie er am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte den zu dem Zeitpunkt 52 Jahre alten Angeklagten im Februar wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen. (Az. 6 StR 330/26)

Betrug mit Netz für Handwerksdienstleistungen: Bewährungsstrafe für Mann in Bayern

Weil er ein betrügerisches Netzwerk für Handwerksdienstleistungen leitete, ist ein Mann vom Landgericht im bayerischen Regensburg zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und vier Monaten verurteilt worden. Das Urteil in dem seit mehr als eineinhalb Jahren laufenden erging wegen Betrugs, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Der Mann soll zudem 10.000 Euro an die Staatskasse zahlen.

Papst Leo XIV. beginnt Frankreichbesuch mit Warnung vor "Wettrüsten"

Papst Leo XIV. hat zum Auftakt seines Frankreichbesuchs vor einem "schwer kontrollierbaren Wettrüsten" gewarnt. Derzeit verbreite sich "zunehmend die irrige Überzeugung, der Besitz von Atomwaffen sei eine Garantie für Sicherheit", sagte der Papst in seiner Ansprache vor Vertretern aus Politik und Zivilgesellschaft am Freitag im Elysée-Palast in Paris. "Dies nährt ein neues, nur schwer kontrollierbares Wettrüsten", fügte das Oberhaupt der katholischen Kirche hinzu. Frieden sei "kein Gleichgewicht der Kräfte", sondern werde täglich durch Dialog und Gerechtigkeit geschaffen.

Textgröße ändern: