The National Times - Stromausfälle und Verkehrschaos durch heftigen Wintereinbruch in den USA

Stromausfälle und Verkehrschaos durch heftigen Wintereinbruch in den USA


Stromausfälle und Verkehrschaos durch heftigen Wintereinbruch in den USA
Stromausfälle und Verkehrschaos durch heftigen Wintereinbruch in den USA / Foto: © AFP

Eisige Kälte, Schneetreiben und Glatteis: Ein heftiger Wintereinbruch hat weite Teile der USA fest im Griff. Der Nationale Wetterdienst (NWS) warnte auch für Montag vor erheblichen Einschränkungen durch glatte Wege und Straßen, in mindestens 20 Bundesstaaten und der US-Hauptstadt Washington galt weiter der Notstand. Mindestens elf Menschen kamen bisher ums Leben, mehr als eine Million Haushalte waren zeitweise ohne Strom. Tausende Flugzeuge mussten am Boden bleiben.

Textgröße ändern:

Die Kaltfront zog am Sonntag vom Süden in den Nordosten der USA. Bundesstaaten von Texas über North Carolina sowie die Ostküstenstädte Washington und New York waren betroffen. Die Behörden riefen die Menschen dazu auf, zu Hause zu bleiben. In nördlichen Bundesstaaten wurde vor lebensbedrohlicher Kälte von bis zu Minus 45 Grad Celsius auch in den kommenden Tagen gewarnt.

Mit den eisigen Temperaturen gehen auch starke Schneefälle einher. "Die Auswirkungen von Schnee und Schneeregen werden bis weit in die kommende Woche anhalten", erklärte der NWS. Der Wetterdienst warnt vor potenziell "katastrophalen" Folgen. Einige Meteorologen sprechen sogar von einem der heftigsten Wintereinbrüche der vergangenen Jahrzehnte. Die Menschen sollen sich auf längere Einschränkungen im Alltag einstellen.

In New York wurden nach Angaben von Bürgermeister Zohran Mamdani mindestens fünf Menschen tot auf der Straße gefunden. Die Todesursachen seien bislang nicht bekannt, die Fälle unterstrichen jedoch "die Gefahr extremer Kälte und die Verletzlichkeit vieler Bewohner, insbesondere obdachloser New Yorker", sagte Mamdani bei einer Pressekonferenz.

Im Bundesstaat Texas kamen nach Angaben der Behörden drei Menschen ums Leben, darunter eine 16-Jährige, die bei einem Schlittenunfall starb. Im benachbarten Louisiana meldeten die Behörden zwei Todesopfer. Die beiden Männer seien infolge von Unterkühlung ums Leben gekommen.

Auch aus Iowa im Mittleren Westen der USA wurde ein Todesfall gemeldet: Nach Angaben der Polizei kam ein Mensch bei einem Verkehrsunfall aufgrund der schlechten Straßenverhältnisse ums Leben.

Laut der Internetseite Poweroutage.com waren am Montagmorgen noch immer mehr als 820.000 Haushalte vor allem im Süden der USA ohne Strom. Im Bundesstaat Tennessee waren mehr als 250.000 Haushalten von Stromausfällen betroffen, in Louisiana und Mississippi jeweils 100.000 Haushalte.

An mehreren großen Flughäfen wie in Washington, Philadelphia und New York wurden am Sonntag fast alle Flüge gestrichen. Der Internetseite Flightaware.com zufolge fielen seit Samstag landesweit mehr als 19.000 Flüge aus.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA meldete zudem den Absturz eines Kleinflugzeugs. Die Maschine mit acht Insassen sei am Sonntagabend beim Start auf einem Flughafen in Maine im Nordosten der USA verunglückt, erklärte die FAA. Ob der Vorfall mit dem Winterwetter zusammenhing, war zunächst unklar.

Die Kaltfront zieht seit Samstag über weite Teile der USA, Heimatschutzministerin Kristi Noem hatte im Vorfeld vor einem "historischen Wintersturm" gewarnt. Die Meteorologen gehen davon aus, dass mindestens 160 Millionen Menschen im ganzen Land betroffen sein werden.

US-Präsident Donald Trump mahnte die Bürgerinnen und Bürger zu Vorsicht. "Bleiben Sie sicher und bleiben Sie warm", erklärte er in seinem Onlinedienst Truth Social. Trump nahm den heftigen Wintereinbruch zudem zum Anlass, erneut seine Zweifel am menschengemachten Klimawandel zu äußern: "Könnten die Klima-Aufrührer mit bitte erklären: Was ist mit der Erderwärmung passiert?", schrieb er.

Die extreme Wetterlage in den USA wird ausgelöst durch eine Verformung des Polarwirbels, dadurch gelangt kalte Luft von der Arktis nach Süden. Wissenschaftler gehen davon aus, dass das gehäufte Auftreten dieses Phänomens mit dem Klimawandel zusammenhängen könnte.

C.Bell--TNT

Empfohlen

Bei Streit gestorbener 27-Jähriger in Hessen: Verletzter tatverdächtig

Nach der Tötung eines 27-Jährigen bei einem Streit im nordhessischen Calden ist ein bei der Tat verletzter 21-Jähriger in den Fokus der Ermittlungen gerückt. Er soll das Opfer tödlich verletzt haben, wie die Polizei in Kassel am Freitag mitteilte. Den Ermittlungen zufolge hatten sich beide Männer in der Nacht zum Donnerstag mit weiteren Menschen am Tatort getroffen, um einen Streit zu klären.

Paketbombe in Monaco: Interpol fahndet nach Ukrainerin

Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco, bei der ein aus der Ukraine stammender Geschäftsmann schwer verletzt wurde, fahndet Interpol nach einer Ukrainerin. Die 39-jährige Anastasija Beresowska werde in Monaco wegen versuchten Mordes, der Platzierung eines Sprengsatzes mit krimineller Absicht sowie Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung gesucht, erklärte die internationale Polizeiorganisation am Freitag in ihrem Fahndungsaufruf.

So viel Jägernachwuchs wie noch nie: Mehr als 18.000 Jungjäger bestehen Prüfung

In Deutschland gibt es so viel Jägernachwuchs wie noch nie. Im vergangenen Jahr bestanden 18.423 Frauen und Männer die Prüfung, das ist ein Rekordwert, wie der Deutsche Jagdverband (DJV) am Freitag beim Bundesjägertag in Suhl mitteilte. Damit stieg die Zahl der bestandenen Jagdprüfungen in den vergangenen 20 Jahren um mehr als das Doppelte. Die Durchfallerquote ist allerdings ebenfalls hoch.

Krankenhausbrand in Mecklenburg-Vorpommern: Technische Ursache ausgeschlossen

Nach dem Brand in einem Krankenhaus in Ludwigslust in Mecklenburg-Vorpommern mit zwei Toten haben die Ermittler eine technische Ursache ausgeschlossen. Auch lägen keine Anhaltspunkte für eine vorsätzliche Brandstiftung vor, teilte die Polizei in Rostock am Freitag mit. Damit könnte das Feuer aus Unachtsamkeit, also nicht absichtlich ausgelöst worden sein.

Textgröße ändern: