The National Times - Zwei mutmaßliche Unterstützer prorussischer Milizen in Brandenburg festgenommen

Zwei mutmaßliche Unterstützer prorussischer Milizen in Brandenburg festgenommen


Zwei mutmaßliche Unterstützer prorussischer Milizen in Brandenburg festgenommen

In Brandenburg sind ein Russe und ein Deutscher festgenommen worden, die jahrelang prorussische Separatisten der sogenannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine unterstützt haben sollen. So sollen sie unter anderem am Transport von Drohnen in die Donbass-Region beteiligt gewesen sein, wie die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe am Mittwoch mitteilte. In dem Verein, der dies organisierte, hätten sie "herausgehobene Stellungen" innegehabt.

Textgröße ändern:

Seit 2014 wurden die selbst ernannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk im ostukrainischen Donbass von prorussischen Separatisten kontrolliert. Nach dem russischen Einmarsch in der Ukraine 2022 erklärte Moskau die Regionen für annektiert.

Die Bundesanwaltschaft stuft die beiden sogenannten Volksrepubliken als ausländische terroristische Vereinigungen ein. Diese hätten ab 2014 die Kontrolle über die ukrainischen Verwaltungsbezirke Donezk und Luhansk beansprucht mit dem Ziel, sie von der Ukraine zu lösen. Dabei hätten sie sich intensive Auseinandersetzungen mit den ukrainischen Streitkräften geliefert und immer wieder auch Gewalt gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt. Ende 2022 seien sie in die Befehlsstrukturen der russischen Streitkräfte eingegliedert worden.

Schon im Mai 2025 waren in dem Zusammenhang in Brandenburg und Berlin Objekte durchsucht worden, unter anderem die Wohnung eines weiteren Beschuldigten, wie die Bundesanwaltschaft ausführte. Am Mittwoch wurden dann in den Landkreisen Dahme-Spreewald und Märkisch-Oderland zwei Männer vom Bundeskriminalamt festgenommen.

Ihre Namen gab die Bundesanwaltschaft mit Suren A. und Falko H. an, auch ihre Wohnungen wurden durchsucht. Der Verein, für den die beiden Beschuldigten seit 2016 gearbeitet haben sollen, organisierte der Behörde zufolge den Transport von Versorgungsgütern und Medizinprodukten, aber auch von Drohnen an die prorussischen Milizionäre in den Donbass.

A. soll Vereinsgelder von mehr als 14.000 Euro dorthin geleitet und Gütertransporte finanziert haben. H. soll selbst mehrmals zu Gesprächen mit den Separatisten in die Region gereist sein. Dort habe er Lieferaufträge entgegengenommen und beim Verteilen von Gütern mitgearbeitet.

Den beiden Männern wird die Unterstützung ausländischer terroristischer Vereinigungen in mehreren Fällen zur Last gelegt. Sie sollten am Donnerstag dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt werden, der über die Untersuchungshaft entscheidet.

F.Adams--TNT

Empfohlen

Nach Tigerausbruch in Sachsen: Sechs Tiere nun in Spanien

Mehrere Wochen nach dem Ausbruch eines privat gehaltenen Tigers im sächsischen Schkeuditz haben die von den Behörden aus dem Gehege geholten sechs weiteren Tiere Spanien erreicht. Nach einer mehrtägigen Reise kamen sie wohlbehalten in einer Rettungsstation in Spanien an und werden dort nun fachgerecht versorgt, wie die Tierschutzorganisation Animal Advocacy and Protection (AAP) am Freitag in Berlin mitteilte.

16-Jährige fährt in Rheinland-Pfalz mit Auto zu Freundin und verursacht Unfall

Weil sie mit dem Auto ihres Vaters nachts zu einer Freundin fahren wollte und dabei einen Unfall verursachte, hat die Polizei in Rheinland-Pfalz Ermittlungen gegen eine 16-Jährige aufgenommen. Die Jugendlich fuhr in der Nacht zum Freitag mit überhöhter Geschwindigkeit auf einer Bundesstraße in Billigheim-Ingenheim, als sie die Kontrolle über den Wagen verlor, wie die Polizei in Landau am Freitag mitteilte.

Kind missbraucht und zu Selbstverletzungen aufgefordert: Haftstrafe in Nürnberg

Weil er ein Mädchen sexuell missbraucht und aus sadistischen Motiven zu Selbstverletzungen aufgefordert haben soll, ist ein 33-Jähriger vom Landgericht Nürnberg-Fürth zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte wurde am Freitag zu fünf Jahren und acht Monaten Haft verurteilt, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Paketbombe in Monaco: Ukrainerin mit Wohnsitz in Deutschland gesucht

Nach der Explosion einer Paketbombe in Monaco, bei der ein aus der Ukraine stammender Geschäftsmann schwer verletzt wurde, fahndet Interpol nach einer Ukrainerin mit Wohnsitz in Deutschland. Die 39-jährige Anastasija Beresowska werde wegen versuchten Mordes gesucht, erklärte die internationale Polizeiorganisation am Freitag. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft von Monaco floh die Frau in einem Mietwagen mit deutschem Kennzeichen über Frankreich und Italien nach Deutschland. In Hessen durchsuchte die Polizei ihre Wohnung.

Textgröße ändern: