The National Times - Julio Iglesias weist Vorwürfe der sexuellen Gewalt als "komplett falsch" zurück

Julio Iglesias weist Vorwürfe der sexuellen Gewalt als "komplett falsch" zurück


Julio Iglesias weist Vorwürfe der sexuellen Gewalt als "komplett falsch" zurück
Julio Iglesias weist Vorwürfe der sexuellen Gewalt als "komplett falsch" zurück / Foto: © AFP/Archiv

Der spanische Sänger Julio Iglesias hat die von zwei Frauen erhobenen Vorwürfe der sexuellen Gewalt als "komplett falsch" zurückgewiesen. "Ich bestreite, jemals eine Frau missbraucht, genötigt oder respektlos behandelt zu haben", schrieb Iglesias am Freitag im Onlinedienst Instagram. Die Anschuldigungen der beiden früheren Angestellten seien "komplett falsch" und machten ihn "zutiefst traurig", fügte der 82-Jährige hinzu.

Textgröße ändern:

Eine frühere Hausangestellte von Iglesias aus der Dominikanischen Republik und eine für ihn arbeitende Physiotherapeutin aus Venezuela hatten zuvor Anzeige gegen den Sänger erstattet. Sie werfen ihm sexuellen Missbrauch und andere Formen der Misshandlung vor. Die Klage gegen Iglesias war am 5. Januar bei der spanischen Justiz eingereicht worden.

Nach Ansicht der Frauenschutzgruppe Women's Link Worldwide und der Menschenrechtsorganisation Amnesty International könnten die Vorwürfe gegen den Sänger als "Menschenhandel für Zwangsarbeit" und "Verbrechen gegen die sexuelle Freiheit" betrachtet werden. Iglesias habe seine Angestellten sexuell angegriffen, "regelmäßig ihre Handys überprüft, ihre Fähigkeit eingeschränkt, das Haus, in dem sie arbeiteten zu verlassen und von ihnen verlangt, bis zu 16 Stunden pro Tag ohne freie Tage zu arbeiten", erklärten die Organisation am Mittwoch.

Die Dominikanerin, deren Name mit Rebeca angegeben wurde, war zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Übergriffe 22 Jahre alt. Laut einer Erklärung von Women's Link will sie mit ihrer Anzeige gegen Iglesias anderen Opfern sexueller Gewalt Mut machen. "Ich will ihnen sagen, dass sie stark sein sollen, ihre Stimme erheben und sich daran erinnern, dass er nicht unbesiegbar ist", erklärte die Frau demnach.

Die spanische Gleichstellungsministerin Ana Redondo forderte eine "vollständige Untersuchung" der Vorwürfe. Vize-Regierungschefin Yolanda Díaz sprach von "grauenerregenden" Zeugenaussagen.

Iglesias ist einer der bekanntesten und erfolgreichsten Sänger der Welt. In seiner Karriere veröffentlichte er 80 Alben und verkaufte hunderte Millionen von Tonträgern. Der für seine romantischen Balladen bekannte Spanier pflegte ein Image als "Latin Lover" und arbeitete mit US-Stars wie Diana Ross und Stevie Wonder zusammen. Die gegen ihn erhobenen Vorwürfe dominieren derzeit die Schlagzeilen in Spanien.

A.Little--TNT

Empfohlen

Mexikos Marine sucht nach zwei vermissten Booten der Hilfsflotte für Kuba

Die mexikanische Marine sucht nach eigenen Angaben nach zwei Booten einer internationalen Hilfsflotte für Kuba. Es habe "weder Kommunikation noch eine Bestätigung ihrer Ankunft" in Kubas Hauptstadt Havanna gegeben, erklärte die mexikanische Marine am Donnerstag (Ortszeit) mit Blick auf die vermissten Boote. Kuba erlebt derzeit eine schlimme Wirtschaftskrise, die durch eine US-Blockade der Öllieferungen aus Venezuela verschärft wird.

Mord bei Einbruch in Kehl: Haft und Unterbringung in Psychiatrie

Nach der Vergewaltigung einer 84 Jahre alten Frau und ihrer anschließenden Ermordung bei einem Einbruch im baden-württembergischen Kehl hat das Landgericht Offenburg einen Mann verurteilt. Der zur Tatzeit 23 Jahre alte Angeklagte sei wegen Mordes in Tateinheit mit Raub mit Todesfolge sowie mit Vergewaltigung mit Todesfolge zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden, teilte ein Gerichtssprecher am Freitag mit. Außerdem sei die Unterbringung des an einer Schizophrenie erkrankten Mannes in der Psychiatrie angeordnet worden.

Vier Jahre Haft für Angriff auf Online-Freundin von Barron Trump

Wegen eines Angriffs auf eine Online-Bekannte des jüngsten Sohns von US-Präsident Donald Trump ist ein in Großbritannien lebender Russe zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in London verkündete am Freitag das Strafmaß gegen den 22-Jährigen, der die Frau nach Überzeugung der Richter im Januar 2025 aus Eifersucht wegen ihrer Bekanntschaft mit Barron Trump attackiert hatte.

Studie: Zahlreiche Jugendliche erlebten bereits sexualisierte Gewalt

Zahlreiche Jugendliche in Deutschland haben einer Studie zufolge bereits Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt gemacht. Bei einer Erhebung des Bundesinstituts für Öffentliche Aufklärung (BIÖG) gaben 64 Prozent der befragten Jugendlichen und jungen Erwachsenen an, bereits mindestens einmal sexualisierte Gewalt ohne Körperkontakt erlebt zu haben, wie das BIÖG am Freitag in Köln mitteilte. 29 Prozent berichteten zudem von sexualisierter Gewalt mit Körperkontakt.

Textgröße ändern: