The National Times - Tötung von 16-Jähriger durch Stoß gegen Zug: Unterbringung in Psychiatrie angestrebt

Tötung von 16-Jähriger durch Stoß gegen Zug: Unterbringung in Psychiatrie angestrebt


Tötung von 16-Jähriger durch Stoß gegen Zug: Unterbringung in Psychiatrie angestrebt
Tötung von 16-Jähriger durch Stoß gegen Zug: Unterbringung in Psychiatrie angestrebt / Foto: © AFP/Archiv

Nach der Tötung einer 16-Jährigen am Bahnhof von Friedland in Niedersachsen strebt die Staatsanwaltschaft die dauerhafte Unterbringung des Tatverdächtigen in der Psychiatrie an. Eine Antragsschrift wegen Totschlags wurde am Landgericht Göttingen eingereicht, wie die Anklagebehörde am Donnerstag mitteilte. Dem 31-Jährigen wird zur Last gelegt, die Jugendliche im Zustand der Schuldunfähigkeit am 11. August 2025 gegen einen fahrenden Güterzug geschubst zu haben.

Textgröße ändern:

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann die 16-Jährige, die am Bahnsteig auf ihren Zug wartete und telefonierte, plötzlich und unerwartet zu Boden brachte. Dadurch stieß sie gegen einen Güterzug, der mit hundert Stundenkilometern vorbeifuhr, und erlitt tödliche Verletzungen.

Nach der mutmaßlichen Tat führte der Mann Polizeibeamte zu dem leblosen Mädchen und gab an, sie dort liegen gesehen zu haben. Erst später wurde er durch DNA-Spuren an der Schulter der 16-Jährigen überführt. Zweieinhalb Wochen nach der Tat wurde er festgenommen. Er befindet sich seitdem im Maßregelvollzug.

Aus Sicht der Anklagebehörde leidet der Mann unter Schizophrenie und war zum Tatzeitpunkt schuldunfähig. Daher wird ein Sicherungsverfahren angestrebt, weil statt einer Freiheitsstrafe eine Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus in Betracht kommt. Statt einer Anklageschrift wird in diesen Fällen von der Staatsanwaltschaft eine Antragsschrift eingereicht.

T.Allen--TNT

Empfohlen

Erneut Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein geplatzt

Erneut ist ein Vergewaltigungsprozess gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein geplatzt. Weil sich die Geschworenen nicht auf ein Urteil einigen konnten, erklärte ein New Yorker Richter das Verfahren zu Vorwürfen der Schauspielerin Jessica Mann für gescheitert. Staatsanwalt Alvin Bragg zeigte sich am Freitag enttäuscht über den Ausgang, dankte den Geschworenen aber für ihre Arbeit. "Seit fast einem Jahr kämpft Jessica Mann um Gerechtigkeit."

61-Jährige mit falschen Gewinnversprechen um mehr als eine Million Euro betrogen

Mehr als eine Million Euro haben Anlagebetrüger bei einer 61-Jährigen in Stuttgart erbeutet. Die Täter gaben sich als Börsenmakler aus und überredeten die Frau über Monate hinweg zu Einzahlungen auf einer angeblichen Handelsplattform, wie die Polizei in baden-württembergischen Landeshauptstadt am Freitag mitteilte.

Merz würde seinen Kindern "nicht empfehlen, nach Amerika zu gehen"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) würde seinen Kindern derzeit von einem Aufenthalt in den USA abraten. Grund sei das "gesellschaftliche Klima", das sich in den Vereinigten Staaten "plötzlich" entwickelt habe, sagte Merz am Freitag beim Deutschen Katholikentag in Würzburg. "Also ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten."

US-Anklage wegen Bestechung gegen indischen Unternehmer wird wohl fallen gelassen

Eine Klage wegen Bestechung gegen den indischen Industriellen und Milliardär Gautam Adani in den USA wird wohl fallen gelassen - gegen die Zahlung von 18 Millionen Dollar (15,5 Millionen Euro). Adanis Unternehmen erklärte am Freitag, mit der Zahlung sei ausdrücklich nicht das Eingeständnis einer Schuld verbunden.

Textgröße ändern: