The National Times - Zentralbankchefs aus aller Welt bekunden ihre Unterstützung für Fed-Chef Powell

Zentralbankchefs aus aller Welt bekunden ihre Unterstützung für Fed-Chef Powell


Zentralbankchefs aus aller Welt bekunden ihre Unterstützung für Fed-Chef Powell
Zentralbankchefs aus aller Welt bekunden ihre Unterstützung für Fed-Chef Powell / Foto: © AFP

Angesichts des eskalierenden Machtkampfs zwischen US-Präsident Donald Trump und dem US-Notenbankchef Jerome Powell haben am Dienstag Zentralbankchefs aus aller Welt ihre Unterstützung für ihren Kollegen bekundet. In einem gemeinsamen Schreiben versicherten sie der Federal Reserve (Fed) und Powell ihre "volle Solidarität". Powell übe sein Amt "mit Integrität, Treue zu seinem Mandat und einem unerschütterlichen Engagement für das öffentliche Interesse" aus.

Textgröße ändern:

Powell hatte in einem am Sonntag veröffentlichten Video bestätigt, dass die US-Justiz Ermittlungen gegen ihn eingeleitet hat. Ihm droht nun eine Anklage.

Vordergründig geht es in dem Streit mit Powell um gestiegene Kosten bei der Renovierung des Fed-Zentralbankgebäudes in Washington. Trump hatte die Baustelle im Juli gemeinsam mit Powell besucht und dem Zentralbankchef danach möglichen "Betrug" unterstellt.

Powell sagte dagegen in dem Video, die Androhung von Strafverfolgung sei eine Reaktion darauf, dass die Fed "die Zinssätze auf Grundlage unserer besten Einschätzung dessen festlegt, was dem öffentlichen Interesse dient, statt den Vorlieben des Präsidenten zu folgen". Trump übt seit seinem erneuten Amtsantritt vor knapp einem Jahr massiven Druck auf Powell und die Fed aus, den Leitzins zu senken. Dahinter steht laut Beobachtern politisches Kalkül: Der US-Präsident will vor den wichtigen Zwischenwahlen zum Kongress im November Verbraucherkredite billiger machen, unter anderem für Immobilien.

Die am Dienstag veröffentlichte Erklärung unterzeichneten elf Zentralbankchefs und -chefinnen, darunter Christine Lagarde von der Europäischen Zentralbank. Weitere Unterzeichner sind die Chefs der Notenbanken von Großbritannien, Kanada, Australien, Brasilien, Südkorea, der Schweiz, Dänemark und Schweden sowie der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Sie betonten in ihrem Schreiben, die Unabhängigkeit der Zentralbanken sei ein "Eckpfeiler der Preis-, Finanz- und Wirtschaftsstabilität im Interesse der Bürger, denen wir dienen". Powell sei ein "geachteter Kollege, der von allen, die mit ihm zusammengearbeitet haben, in hohem Ansehen gehalten wird".

Am Montag hatten bereits frühere US-Notenbankchefs und führende Ökonomen scharf gegen das "beispiellose" Vorgehen der Trump-Regierung protestiert. Auch sie betonten, die Unabhängigkeit der Notenbank sei "entscheidend für die Wirtschaftsleistung" der USA.

C.Bell--TNT

Empfohlen

250. Geburtstag der USA: Papst fordert "Mäßigung" im öffentlichen Diskurs

Papst Leo XIV. hat zum 250. Geburtstag der USA zur "Mäßigung" im öffentlichen Diskurs in seinem Heimatland aufgerufen. Dieser müsse auch von "Respekt vor den Ansichten anderer und einem fortwährenden Bemühen um die Suche nach gemeinsamem Boden geprägt" sein, sagte das in Chicago geborene Oberhaupt der katholischen Kirche in einem am Freitag veröffentlichten Video, ohne US-Präsident Donald Trump namentlich zu nennen.

"Bild": Ermittlungen gegen zwei weitere Verdächtige nach Angriff in Stade

Im Fall der Bluttat mit sechs Toten im niedersächsischen Stade ermitteln die Behörden einem Medienbericht zufolge gegen zwei weitere Verdächtige. Wie die "Bild" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um die Mutter des drei Monate alten Babys des mutmaßlichen Schützen und um die Patentante des Kindes. Der 45-jährige Vater des Babys war nach dem Verbrechen festgenommen worden, am Dienstag wurde gegen ihn Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes erlassen.

Neuneinhalb Jahre Haft wegen sexuellen Kindesmissbrauchs in privater Kita

Das Landgericht Stuttgart hat einen 53-Jährigen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs in 38 Fällen in einer von ihm betriebenen Kindertagesstätte zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Die zuständige Kammer ordnete zudem die Sicherungsverwahrung an, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Demnach hatte der 53-Jährige zwischen 2015 und 2025 an seiner Adresse eine Kita betrieben. Ab 2020 nutzte er das Betreuungsverhältnis aus und missbrauchte Kinder überwiegend im Kleinkindalter.

Kind in Auto gezerrt und missbraucht: 52-Jähriger aus Baden-Württemberg in Haft

Ein 52-Jähriger aus Baden-Württemberg hat gestanden, ein neunjähriges Mädchen in ein Auto gezerrt und missbraucht zu haben. Der Mann wurde am Freitag auf Antrag der Staatsanwaltschaft einem Haftrichter vorgeführt, der Untersuchungshaftbefehl wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kinds sowie Freiheitsberaubung erließ, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Ravensburg mitteilten. Bei der Haftvorführung habe er die Tat eingeräumt.

Textgröße ändern: