The National Times - Brandkatastrophe in Schweizer Skiort: Bar-Betreiber werden erstmals vernommen

Brandkatastrophe in Schweizer Skiort: Bar-Betreiber werden erstmals vernommen


Brandkatastrophe in Schweizer Skiort: Bar-Betreiber werden erstmals vernommen
Brandkatastrophe in Schweizer Skiort: Bar-Betreiber werden erstmals vernommen / Foto: © AFP/Archiv

Gut eine Woche nach der Brandkatastrophe in einer Bar im Skiort Crans-Montana wollen die Schweizer Ermittler am Freitag erstmals die französischen Betreiber vernehmen. Wie die Nachrichtenagentur AFP am Donnerstag aus Ermittlerkreisen erfuhr, sollen Jacques und Jessica Moretti, gegen die wegen fahrlässiger Tötung, fahrlässiger Körperverletzung und fahrlässiger Brandstiftung ermittelt wird, von der Staatsanwaltschaft in der nahegelegenen Stadt Sitten befragt werden.

Textgröße ändern:

Das Ehepaar hatte sich am Dienstag in einer Erklärung zur "vollständigen Zusammenarbeit" mit den Ermittlungsbehörden bereit erklärt. "Wir werden in keiner Weise versuchen, uns diesen Dingen zu entziehen", erklärten die Morettis. Beide seien "am Boden zerstört und voller Trauer".

Das Feuer war in der Silvesternacht in der Bar "Le Constellation" im Skiort Crans-Montana ausgebrochen, als dort zahlreiche junge Menschen ins neue Jahr feierten. 40 Menschen kamen ums Leben, darunter viele Jugendliche. Das jüngste Todesopfer war erst 14 Jahre alt. 116 weitere Menschen wurden verletzt, viele von ihnen erlitten schwere Verbrennungen.

Den Ermittlern zufolge wurde der Brand im Keller der Bar offenbar durch Feuerwerksfontänen ausgelöst, die an Sektflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konzentrieren sich unter anderem auf die Frage, ob die Schaumstoffdämmung an der Kellerdecke den Brandschutzvorschriften entsprach. Am Dienstag hatte die Gemeinde Crans-Montana eingeräumt, dass es seit 2019 keine Brandschutzkontrollen in der Bar gegeben hatte.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht

Die Videoplattform Tiktok soll sich ab Montag erstmals vor einem US-Gericht verantworten. Bei dem Verfahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama geht es um den Vorwurf, Tiktok schütze Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Social-Media-Sucht. Ähnliche geplante Gerichtsprozesse - unter anderem in Los Angeles - hatte Tiktok mit außergerichtlichen Vergleichen abgewendet.

US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten

Im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium um seine Einstufung als "Sicherheitsrisiko" hat das US-Unternehmen Anthropic eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Berufungsgericht in Washington bestätigte am Freitag die Maßnahmen gegen das Unternehmen durch das Pentagon. Zwar habe Anthropic nicht in böser Absicht gehandelt. In den USA obliege es aber dem "Präsidenten und dem Verteidigungsminister, zu entscheiden, wie die Risiken gegeneinander abgewogen werden", fügte Richter Gregory Katsas hinzu.

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt

Weil er das Haus seines Bruders anzündete, muss ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landgerichts Verden, wie er am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte den zu dem Zeitpunkt 52 Jahre alten Angeklagten im Februar wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen. (Az. 6 StR 330/26)

Textgröße ändern: