The National Times - Fahrer ohne Führerschein verursachten 7000 Unfälle mit 93 Toten

Fahrer ohne Führerschein verursachten 7000 Unfälle mit 93 Toten


Fahrer ohne Führerschein verursachten 7000 Unfälle mit 93 Toten
Fahrer ohne Führerschein verursachten 7000 Unfälle mit 93 Toten / Foto: © AFP/Archiv

Autofahrer ohne Fahrerlaubnis oder mit Fahrverbot haben im Jahr 2024 mehr als 7000 schwere Verkehrsunfälle verursacht. Dabei wurden 93 Menschen getötet und 1473 schwer verletzt, wie aus einer am Dienstag in Berlin veröffentlichten Analyse der Unfallforschung der Versicherer (UDV) hervorgeht.

Textgröße ändern:

Mehr als 42.000 Menschen wurden demnach im vergangenen Jahr vor einem Gericht verurteilt, weil sie verbotenerweise am Steuer saßen. Wer illegal fährt, musste die Fahrerlaubnis meist wegen Alkohols, Drogen, Medikamenten am Steuer und anderer schwerer oder wiederholter Verkehrsdelikte abgeben. Die UDV wertete unter anderem Daten der amtlichen Unfallstatistik sowie des Fahreignungsregisters aus und befragte knapp 7500 Betroffene.

Nach Einschätzung von UDV-Leiterin Kirstin Zeidler zeigt die Statistik "nur die Spitze des Eisbergs, die Dunkelziffer ist hoch". 89 Prozent der Befragten wurden demnach beim unerlaubten Fahren nie kontrolliert, auch fahren sie in dieser Zeit defensiver.

Illegal am Steuer sitzen der Studie zufolge meist 30- bis 50-Jährige, überwiegend Männer. Frauen seien aber im Dunkelfeld weitaus stärker vertreten als bisher bekannt, sie würden offenbar seltener entdeckt.

Fahrverbote werden erteilt, wenn Verkehrsverstöße andere gefährden, etwa starke Geschwindigkeitsübertretungen und Fahren unter Alkohol bei 0,5 bis 1,0 Promille. Der Führerschein muss dann eine begrenzte Zeit, meist für einen bis drei Monate, abgegeben werden.

Komplett entzogen wird der Führerschein unter anderem bei wiederholt schweren Verstößen, etwa die Ansammlung von acht Punkten in kurzer Zeit im Flensburger Punkteregister, stark alkoholisiertem Fahren über 1,1 Promille oder Straftaten im Straßenverkehr, wie zum Beispiel Unfallflucht. Verkehrssünder können ihren Führerschein dann frühestens nach sechs Monaten neu beantragen. Häufig ist dazu ein positives medizinisch-psychologisches-Gutachten nötig.

M.A.Walters--TNT

Empfohlen

Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht

Die Videoplattform Tiktok soll sich ab Montag erstmals vor einem US-Gericht verantworten. Bei dem Verfahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama geht es um den Vorwurf, Tiktok schütze Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Social-Media-Sucht. Ähnliche geplante Gerichtsprozesse - unter anderem in Los Angeles - hatte Tiktok mit außergerichtlichen Vergleichen abgewendet.

US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten

Im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium um seine Einstufung als "Sicherheitsrisiko" hat das US-Unternehmen Anthropic eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Berufungsgericht in Washington bestätigte am Freitag die Maßnahmen gegen das Unternehmen durch das Pentagon. Zwar habe Anthropic nicht in böser Absicht gehandelt. In den USA obliege es aber dem "Präsidenten und dem Verteidigungsminister, zu entscheiden, wie die Risiken gegeneinander abgewogen werden", fügte Richter Gregory Katsas hinzu.

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Haus von Bruder angezündet: Lange Haftstrafe für Mann aus Niedersachsen bestätigt

Weil er das Haus seines Bruders anzündete, muss ein Mann aus Niedersachsen lange ins Gefängnis. Der Bundesgerichtshof (BGH) bestätigte das Urteil des Landgerichts Verden, wie er am Freitag in Karlsruhe mitteilte. Das Landgericht hatte den zu dem Zeitpunkt 52 Jahre alten Angeklagten im Februar wegen versuchten Mordes schuldig gesprochen. (Az. 6 StR 330/26)

Textgröße ändern: