The National Times - 24 Opfer der Schweizer Brandkatastrophe identifiziert - Nationaler Trauertag am Freitag

24 Opfer der Schweizer Brandkatastrophe identifiziert - Nationaler Trauertag am Freitag


24 Opfer der Schweizer Brandkatastrophe identifiziert - Nationaler Trauertag am Freitag
24 Opfer der Schweizer Brandkatastrophe identifiziert - Nationaler Trauertag am Freitag / Foto: © POOL/AFP

Nach der Brandkatastrophe in einer Bar im Schweizer Skiort Crans-Montana haben die Behörden inzwischen 24 der insgesamt 40 Todesopfer identifiziert. Darunter befinden sich 18 Schweizerinnen und Schweizer im Alter von 14 bis 31 Jahren, wie die Polizei am Sonntag mitteilte. Zudem seien sechs weitere ebenfalls teilweise minderjährige Opfer aus dem Ausland identifiziert worden. Gegen die französischen Barbesitzer wird unter anderem wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung ermittelt.

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Bei den bisher bekannten ausländischen Todesopfern handelt es sich laut Polizei um zwei 16 Jahre alte Italiener, einen weiteren 16-Jährigen, der die italienische Staatsbürgerschaft und die der Vereinigten Arabischen Emirate besaß, sowie einen 39-jährigen Franzosen, einen 18-jährigen Rumänen und einen 18-jährigen Türken. Deutsche sind bisherigen Erkenntnissen zufolge bei dem Brand in der Silvesternacht nicht getötet worden.

Das Feuer war in der Silvesternacht ausgebrochen, als zahlreiche junge Menschen in der Bar "Le Constellation" im Kanton Wallis ins neue Jahr feierten. Von den 119 Verletzten konnten nach Angaben der Polizei vom Freitag 113 offiziell identifiziert werden. Mehr als 70 der Verletzten sind demnach Schweizer. Zudem wurden laut Polizei jeweils mehr als zehn Franzosen und Italiener sowie weitere Menschen aus verschiedenen europäischen Ländern verletzt. Über mögliche deutsche Verletzte ist bisher nichts bekannt.

Es sei teilweise schwierig, die Opfer zu erkennen, da diese wegen der Brandwunden auch im Gesicht bandagiert sein und nicht sprechen könnten weil sie intubiert worden sein, erklärte ein italienischer Vertreter der Gesundheitsbehörden.

Viele der Opfer erlitten schwerste Brandverletzungen, die in Spezialkliniken behandelt werden müssen. Nach Angaben des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) übernahm Deutschland insgesamt elf Schwerverletzte aus der Schweiz zur medizinischen Behandlung. Derzeit seien keine weiteren Verlegungen nach Deutschland geplant, erklärte die Behörde am Samstag.

Die Schweizer Justiz nahm am Ermittlungen gegen die beiden Betreiber der Bar auf. Es bestehe der Verdacht auf "fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst", teilte die Staatsanwaltschaft in Wallis mit. Das aus Frankreich stammende Paar erklärte gegenüber Schweizer Medien, alle Vorschriften seien stets eingehalten worden.

Den Ermittlern zufolge wurde die Feuersbrunst offenbar durch Feuerwerksfontänen ausgelöst, die an Sektflaschen angebracht waren und zu nahe an die Decke gehalten wurden. Unter anderem soll untersucht werden, ob etwa das Dämmmaterial an der Decke den Vorschriften entsprach.

Für kommenden Freitag wurde in der Schweiz ein landesweiter Trauertag angekündigt. Um 14.00 Uhr sollen dann alle Kirchenglocken des Landes läuten, auch eine Schweigeminute ist geplant. In Crans-Montana selbst ist an jenem Tag eine Gedenkzeremonie geplant, an der auch der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin sowie Mitglieder des Parlaments und der Walliser Behörden teilnehmen.

Im Zentrum des Skiorts versammelten sich am Wochenende immer wieder Menschen nahe des Unglücksorts und legten Blumen, Briefe, Kerzen und Plüschtiere als Zeichen der Anteilnahme für die Opfer und ihre Familien nieder. In mehreren Gottesdiensten wurde der Opfer gedacht.

T.Bennett--TNT

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