The National Times - USA sagen UNO zwei Milliarden Dollar an humanitärer Hilfe zu

USA sagen UNO zwei Milliarden Dollar an humanitärer Hilfe zu


USA sagen UNO zwei Milliarden Dollar an humanitärer Hilfe zu
USA sagen UNO zwei Milliarden Dollar an humanitärer Hilfe zu / Foto: © AFP

Die US-Regierung hat der UNO für das kommende Jahr zwei Milliarden Dollar (etwa 1,7 Milliarden Euro) an humanitärer Hilfe zusagt. Die Zusage erfolgte am Montag in der US-Vertretung in Genf im Beisein des Leiters des UN-Büros für humanitäre Angelegenheiten (Ocha), Tom Fletcher. Die US-Hilfen fallen deutlich geringer aus als in den Jahren zuvor.

Textgröße ändern:

Die USA wollen mit ihrer Zusage die Art ihrer Unterstützung für die humanitäre Arbeit der UNO grundlegend verändern. Anstatt Zahlungen an einzelne UN-Organisationen zu leisten, werden die USA ihre Beiträge an das von Fletcher geleitete UN-Büro für humanitäre Angelegenheiten zahlen. Die US-Hilfen werden dann an 17 ausgewählte Länder, darunter die Demokratische Republik Kongo, Haiti, Myanmar, den Sudan und die Ukraine weitergeleitet.

Der Zentrale Nothilfefond der UNO, der bei neuen Notlagen oder einer raschen Verschärfung bestehender Krisen schnelle Hilfe leistet, wird ebenfalls mit US-Geldern unterstützt.

UN-Daten zufolge sind die USA nach wie vor der weltweit größte Geber humanitärer Hilfe. Jedoch sank der Betrag bereits in diesem Jahr deutlich auf 2,7 Milliarden Dollar (etwa 2,3 Milliarden Euro). 2022 waren es noch mehr als 14 Milliarden Dollar gewesen, in den beiden darauffolgenden Jahren beliefen sich die US-Hilfen auf je elf Milliarden Dollar.

Der Hilfsaufruf der UNO für das laufende Jahr in Höhe von mehr als 45 Milliarden Dollar brachte lediglich Hilfszusagen in Höhe von zwölf Milliarden Dollar ein. Die UNO konnte infolgedessen nur 98 Millionen Menschen helfen, 25 Millionen weniger als im Jahr zuvor. Entscheidend für diese Entwicklung waren die USA, die unter Präsident Donald Trump ihre Auslandshilfen deutlich reduziert haben.

Der Hilfsappell der UNO für 2026 fiel angesichts der Finanzierungslücke deutlich geringer aus. Fletcher forderte Anfang Dezember 23 Milliarden Dollar (19,7 Milliarden Euro) an Unterstützung. Das Geld werde benötigt, um 87 Millionen Menschen in Konfliktregion wie dem Gazastreifen, der Ukraine, dem Sudan, Haiti und Myanmar zu helfen.

Die UNO schätzt, dass etwa 240 Millionen Menschen weltweit, die unter Kriegen, Epidemien oder Naturkatastrophen leiden, auf Nothilfe angewiesen sind.

Q.Marshall--TNT

Empfohlen

Erneut Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein geplatzt

Erneut ist ein Vergewaltigungsprozess gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein geplatzt. Weil sich die Geschworenen nicht auf ein Urteil einigen konnten, erklärte ein New Yorker Richter das Verfahren zu Vorwürfen der Schauspielerin Jessica Mann für gescheitert. Staatsanwalt Alvin Bragg zeigte sich am Freitag enttäuscht über den Ausgang, dankte den Geschworenen aber für ihre Arbeit. "Seit fast einem Jahr kämpft Jessica Mann um Gerechtigkeit."

61-Jährige mit falschen Gewinnversprechen um mehr als eine Million Euro betrogen

Mehr als eine Million Euro haben Anlagebetrüger bei einer 61-Jährigen in Stuttgart erbeutet. Die Täter gaben sich als Börsenmakler aus und überredeten die Frau über Monate hinweg zu Einzahlungen auf einer angeblichen Handelsplattform, wie die Polizei in baden-württembergischen Landeshauptstadt am Freitag mitteilte.

Merz würde seinen Kindern "nicht empfehlen, nach Amerika zu gehen"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) würde seinen Kindern derzeit von einem Aufenthalt in den USA abraten. Grund sei das "gesellschaftliche Klima", das sich in den Vereinigten Staaten "plötzlich" entwickelt habe, sagte Merz am Freitag beim Deutschen Katholikentag in Würzburg. "Also ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten."

US-Anklage wegen Bestechung gegen indischen Unternehmer wird wohl fallen gelassen

Eine Klage wegen Bestechung gegen den indischen Industriellen und Milliardär Gautam Adani in den USA wird wohl fallen gelassen - gegen die Zahlung von 18 Millionen Dollar (15,5 Millionen Euro). Adanis Unternehmen erklärte am Freitag, mit der Zahlung sei ausdrücklich nicht das Eingeständnis einer Schuld verbunden.

Textgröße ändern: