The National Times - Ehemaliger Soldat in Hof wegen schwerer Vergewaltigung verurteilt

Ehemaliger Soldat in Hof wegen schwerer Vergewaltigung verurteilt


Ehemaliger Soldat in Hof wegen schwerer Vergewaltigung verurteilt
Ehemaliger Soldat in Hof wegen schwerer Vergewaltigung verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Das Landgericht Hof hat einen ehemaligen Bundeswehrsoldaten wegen besonders schwerer Vergewaltigung einer Frau sowie einer Reihe weiterer Taten zu sechs Jahren und drei Monaten Gefängnis verurteilt. Bei der darüber hinaus angeklagten Vergewaltigung von fünf weiteren Frauen sprach das Gericht den zuletzt für die Ukraine im Krieg gegen Russland kämpfenden 30 Jahre alten Mann am Dienstag allerdings frei.

Textgröße ändern:

Die Verhandlung fand vor der Jugendkammer und dort zum großen Teil unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, da der Ex-Soldat zur Tatzeit einzelner Taten noch Heranwachsender war. Neben der schweren Vergewaltigung wurde der Mann unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und verschiedener Waffendelikte sowie wegen Besitz von Kinderpornografie verurteilt.

Mit dem Strafmaß blieb das Gericht deutlich unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte elfeinhalb Jahre Gefängnis und die Unterbringung des Mannes in der Sicherungsverwahrung gefordert, womit er auch nach Verbüßen der Haftstrafe nicht freigekommen wäre. Die Verteidiger hatten kein konkretes Strafmaß gefordert, allerdings Freispruch in einem Großteil der angeklagten Vergewaltigungen.

Der Mann hatte in einem Fall eine Vergewaltigung gestanden, in den anderen Fällen von einvernehmlichen Sex gesprochen. Dieser sei dominant gewesen, aber keine Vergewaltigung. Das Gericht stellte fest, dass in der Beweisaufnahme nicht mit ausreichender Sicherheit festgestellt werden konnte, dass diese Taten gegen den Willen der Frauen stattfanden.

Der Soldat hatte unter anderem von Kiew aus heimlich von dem Sex gedrehte Videos im Internet hochgeladen, er wurde deshalb auch wegen Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs und von Persönlichkeitsrechten verurteilt. In Kiew war der Soldat, um an der Seite der Ukraine gegen Russland zu kämpfen.

Die Ermittlungen gegen den Soldaten begannen nach einem Hinweis aus den USA auf Kinderpornografie.

W.Baxter--TNT

Empfohlen

Großbrand auf Großmarkt in Stuttgart - Mehr als 150 Feuerwehrleute im Einsatz

Auf einem Großmarkt in Stuttgart ist am späten Freitagabend ein massiver Brand ausgebrochen. Es seien mehr als 150 Feuerwehrleute vor Ort, teilte die Feuerwehr am Samstagmorgen mit. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte auf dem Markt in Stuttgart-Wangen habe eine Lagerhalle komplett in Flammen gestanden. Das Feuer habe zudem auf eine weitere Halle übergegriffen.

250. Geburtstag der USA: Papst fordert "Mäßigung" im öffentlichen Diskurs

Papst Leo XIV. hat zum 250. Geburtstag der USA zur "Mäßigung" im öffentlichen Diskurs in seinem Heimatland aufgerufen. Dieser müsse auch von "Respekt vor den Ansichten anderer und einem fortwährenden Bemühen um die Suche nach gemeinsamem Boden geprägt" sein, sagte das in Chicago geborene Oberhaupt der katholischen Kirche in einem am Freitag veröffentlichten Video, ohne US-Präsident Donald Trump namentlich zu nennen.

"Bild": Ermittlungen gegen zwei weitere Verdächtige nach Angriff in Stade

Im Fall der Bluttat mit sechs Toten im niedersächsischen Stade ermitteln die Behörden einem Medienbericht zufolge gegen zwei weitere Verdächtige. Wie die "Bild" am Freitag berichtete, handelt es sich dabei um die Mutter des drei Monate alten Babys des mutmaßlichen Schützen und um die Patentante des Kindes. Der 45-jährige Vater des Babys war nach dem Verbrechen festgenommen worden, am Dienstag wurde gegen ihn Haftbefehl wegen sechsfachen Mordes erlassen.

Neuneinhalb Jahre Haft wegen sexuellen Kindesmissbrauchs in privater Kita

Das Landgericht Stuttgart hat einen 53-Jährigen wegen sexuellen Kindesmissbrauchs in 38 Fällen in einer von ihm betriebenen Kindertagesstätte zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Die zuständige Kammer ordnete zudem die Sicherungsverwahrung an, wie ein Gerichtssprecher am Freitag mitteilte. Demnach hatte der 53-Jährige zwischen 2015 und 2025 an seiner Adresse eine Kita betrieben. Ab 2020 nutzte er das Betreuungsverhältnis aus und missbrauchte Kinder überwiegend im Kleinkindalter.

Textgröße ändern: