The National Times - Anklage wegen Doppelmords aus Rache an zwei Männern in Hessen erhoben

Anklage wegen Doppelmords aus Rache an zwei Männern in Hessen erhoben


Anklage wegen Doppelmords aus Rache an zwei Männern in Hessen erhoben
Anklage wegen Doppelmords aus Rache an zwei Männern in Hessen erhoben / Foto: © AFP/Archiv

Wegen eines mutmaßlichen Doppelmords aus Rache an zwei Männern in Hessen hat die Staatsanwaltschaft Gießen Anklage gegen einen 29-Jährigen erhoben. Ihm wird vorgeworfen, die 28 und 59 Jahre alten Opfer am 19. April in Bad Nauheim heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen erschossen zu haben, was er kurz nach seiner Festnahme einräumte, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte. Sein ebenfalls angeklagter 36-jähriger Bruder soll hierzu Beihilfe geleistet haben, was dieser bestreitet.

Textgröße ändern:

Den Angaben zufolge soll der Angeklagte die Opfer vor deren Wohnanschrift überrascht und sie mit mindestens zehn Schüssen getötet haben. Beide Opfer erlagen noch am Tatort schweren inneren Verletzungen. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass die Tat aus Rache begangen wurde.

Demnach soll der Vater der beiden Angeklagten Ende Februar 2021 in der Türkei von einem Angehörigen der Familie der Erschossenen getötet worden sein. Laut Staatsanwaltschaft sind alle Beteiligte türkische Staatsangehörige. Es wurde eine Pistole beschlagnahmt, die als Tatwaffe in Betracht kommt.

Die Angeklagten sind nicht vorbestraft. Über die Anklage entscheidet das Landgericht Gießen. Ein zunächst gegen einen weiteren Bruder der Angeklagten im Alter von 31 Jahren erlassener Haftbefehl wurde inzwischen wieder aufgehoben. Die Ermittlungen gegen ihn wurden mangels hinreichenden Tatverdachts eingestellt.

N.Taylor--TNT

Empfohlen

Merz dringt bei Antrittsbesuch von syrischem Präsidenten auf Flüchtlingsrückkehr

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat beim Antrittsbesuch des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa in Berlin auf eine beschleunigte Rückkehr syrischer Flüchtlinge gedrungen. In den nächsten drei Jahren sollten "rund 80 Prozent" der derzeit in Deutschland lebenden Syrer in ihr Heimatland zurückkehren, sagte Merz am Montag bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit al-Scharaa im Kanzleramt. "Wir arbeiten gemeinsam daran, dass Syrerinnen und Syrer aus Deutschland in ihre Heimat zurückkehren können."

Neuer Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz bei Papst Leo XIV.

Der neue Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Bischof Heiner Wilmer, ist am Montag zum Antrittsbesuch im Vatikan von Papst Leo XIV. empfangen worden. Zentrales Thema des Gesprächs war die Verkündigung des Evangeliums und die Situation der Kirche in Deutschland, wie die Deutsche Bischofskonferenz in Bonn mitteilte. Bischof Wilmer habe dem Heiligen Vater zudem für das Vertrauen angesichts seiner Berufung als Bischof von Münster gedankt.

Syrischer Übergangspräsident al-Scharaa von Merz im Kanzleramt empfangen

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat den syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa bei dessen Antrittsbesuch in Berlin empfangen. Merz begrüßte al-Scharaa am Montag am Bundeskanzleramt mit einem Handschlag. Geplant waren unter anderem ein Vier-Augen-Gespräch und ein Mittagessen. Im Anschluss (gegen 14.00 Uhr) wollen Merz und al-Scharaa gemeinsam vor die Presse treten.

Organisationen: Deutschland muss Unterstützung für Syrien an Bedingungen knüpfen

Zivilgesellschaftliche Organisationen haben die Bundesregierung aufgefordert, eine Unterstützung für die syrische Übergangsregierung an konkrete Bedingungen zu knüpfen. Die Einladung des syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa durch Kanzler Friedrich Merz (CDU), sei "grundsätzlich richtig", sagte am Montag in Berlin die Geschäftsführerin der deutsch-syrischen Menschenrechtsorganisation Adopt a Revolution Farhad Ahma, Sophie Bischoff. Es gehe nicht darum, ob Deutschland mit der neuen Führung in Damaskus spreche, sondern darum, dass jegliche Unterstützung "an ganz klare Bedingungen geknüpft sein sollte".

Textgröße ändern: