The National Times - Vergiftete Patienten in Frankreich: Gericht spricht Ex-Arzt schuldig

Vergiftete Patienten in Frankreich: Gericht spricht Ex-Arzt schuldig


Vergiftete Patienten in Frankreich: Gericht spricht Ex-Arzt schuldig
Vergiftete Patienten in Frankreich: Gericht spricht Ex-Arzt schuldig / Foto: © AFP/Archiv

Im Prozess um die mutmaßliche Vergiftung von Patienten in Frankreich hat ein Gericht in Besançon den angeklagten ehemaligen Arzt in allen 30 Fällen schuldig gesprochen. Das Strafmaß stand zunächst noch aus. Die Staatsanwalt hatte lebenslange Haft für den 53-Jährigen gefordert, der vor Gericht seine Unschuld beteuerte.

Textgröße ändern:

"Ich bin kein Vergifter. Ich habe mich immer an den Eid des Hippokrates gehalten", hatte Péchier bei seiner abschließenden Stellungnahme erklärt. Seine Anwälte hatten den Freispruch ihres Mandanten gefordert. "Es braucht Beweise", sagt sein Anwalt Randall Schwerdorffer.

Péchier steht im Verdacht, zwischen 2008 und 2017 in zwei Kliniken in der ostfranzösischen Stadt Besançon 30 Patienten im Alter zwischen vier und 89 Jahren vergiftet zu haben. Zwölf von ihnen starben.

Nach Darstellung der Anklage setzte Péchier vor Operationen Infusionen schädliche Substanzen zu, die bei den Patienten einen Herzstillstand auslösten. Auf diese Weise habe er Kollegen schaden wollen, mit denen er im Konflikt lag.

Er habe die Niederlagen der anderen Ärzte als Genugtuung empfunden, betonte die Staatsanwältin. Mehrfach habe er im letzten Moment selber eingegriffen und Patienten gerettet, um sein Image als Koryphäe zu stärken.

F.Morgan--TNT

Empfohlen

"WamS": Zentralrat der Juden fordert Strafrechtsverschärfung bei antisemitischen Delikten

Angesichts der hohen Zahl antisemitischer Straftaten hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, eine Verschärfung des Strafrechts gefordert. Im Falle von antisemitischen Delikten wie der Leugnung des Existenzrechts Israels halte er "eine entsprechende Verschärfung für sinnvoll", sagte Schuster der Zeitung "Welt am Sonntag".

Erneut Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein geplatzt

Erneut ist ein Vergewaltigungsprozess gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein geplatzt. Weil sich die Geschworenen nicht auf ein Urteil einigen konnten, erklärte ein New Yorker Richter das Verfahren zu Vorwürfen der Schauspielerin Jessica Mann für gescheitert. Staatsanwalt Alvin Bragg zeigte sich am Freitag enttäuscht über den Ausgang, dankte den Geschworenen aber für ihre Arbeit. "Seit fast einem Jahr kämpft Jessica Mann um Gerechtigkeit."

61-Jährige mit falschen Gewinnversprechen um mehr als eine Million Euro betrogen

Mehr als eine Million Euro haben Anlagebetrüger bei einer 61-Jährigen in Stuttgart erbeutet. Die Täter gaben sich als Börsenmakler aus und überredeten die Frau über Monate hinweg zu Einzahlungen auf einer angeblichen Handelsplattform, wie die Polizei in baden-württembergischen Landeshauptstadt am Freitag mitteilte.

Merz würde seinen Kindern "nicht empfehlen, nach Amerika zu gehen"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) würde seinen Kindern derzeit von einem Aufenthalt in den USA abraten. Grund sei das "gesellschaftliche Klima", das sich in den Vereinigten Staaten "plötzlich" entwickelt habe, sagte Merz am Freitag beim Deutschen Katholikentag in Würzburg. "Also ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten."

Textgröße ändern: