The National Times - Umweltminister zur Jagd auf Wölfe: Angestrebt wird "nicht freier Abschuss"

Umweltminister zur Jagd auf Wölfe: Angestrebt wird "nicht freier Abschuss"


Umweltminister zur Jagd auf Wölfe: Angestrebt wird "nicht freier Abschuss"

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) sieht in der von der Bundesregierung geplanten Aufnahme des Wolfes ins Jagdgesetz einen guten Interessensausgleich. Angestrebt werde "nicht freier Abschuss", sagte Schneider am Mittwoch den Sendern RTL und ntv. Im Gegenteil gehöre die Wolfspopulation zu Deutschland, sagte der Minister - "und sie muss auch bleiben".

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Er sei froh, dass es den Wolf in Deutschland wieder gebe, sagte Schneider weiter. Insbesondere in Niedersachsen, Sachsen und Brandenburg gebe es einen sehr guten Bestand. "Dann können auch die Länder mit jeweiligem Landesrecht festlegen, ob sie besonders auffällige Tiere dann entnehmen", erläuterte er. "Grundbedingung ist: Der gute Erhaltungszustand muss erhalten bleiben."

Hintergrund ist, dass die Bundesregierung den Abschuss von Wölfen erleichtern will. Das Bundeskabinett berät hierzu am Mittwoch über die Aufnahme des Raubtiers in das Bundesjagdgesetz. Die Bundesländer können damit in Regionen mit hoher Wolfsdichte und einem günstigen Erhaltungszustand ein sogenanntes Bestandsmanagement einführen - und damit die Zahl der Wölfe "managen": Sogenannte Problemwölfe, die Zäune überwinden, dürfen erschossen werden.

In Deutschland leben nach Ministeriumsangaben aktuell 209 Wolfsrudel, vor allem in Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen. Ein Rudel besteht in der Regel aus fünf bis zehn Tieren. Die Zahl der Wolfrisse ist demnach zuletzt gestiegen. Im Jahr 2024 wurden rund 4300 Nutztiere, überwiegend Schafe und Ziegen, von Wölfen gerissen, zum Teil trotz der weiterhin wichtigen Herdenschutzmaßnahmen wie Zäunen und Herdenschutzhunden.

Q.Marshall--TNT

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