The National Times - BKA: Knapp neun Prozent aller Tatverdächtigen im Jahr 2024 waren Zuwanderer

BKA: Knapp neun Prozent aller Tatverdächtigen im Jahr 2024 waren Zuwanderer


BKA: Knapp neun Prozent aller Tatverdächtigen im Jahr 2024 waren Zuwanderer
BKA: Knapp neun Prozent aller Tatverdächtigen im Jahr 2024 waren Zuwanderer / Foto: © AFP/Archiv

Im vergangenen Jahr sind knapp neun Prozent aller Tatverdächtigen im Bereich der Allgemeinkriminalität nach aktuellen Daten des Bundeskriminalamts (BKA) Zuwanderer gewesen. Mit 8,8 Prozent blieb ihr Anteil damit in etwa auf dem Vorjahresniveau, wie aus dem am Montag vom BKA veröffentlichten Lagebild "Kriminalität im Kontext von Zuwanderung" hervorgeht.

Textgröße ändern:

Von den mehr als 1,9 Millionen Tatverdächtigen insgesamt waren im Jahr 2024 rund 172.200 Zuwanderer, weitere 697.000 besaßen nicht die deutsche Staatsbürgerschaft.

Die nichtdeutschen Tatverdächtigen umfassen dem BKA zufolge alle Tatverdächtigen ohne deutsche Staatsangehörigkeit, unabhängig von ihrem Aufenthaltsanlass oder Zuwanderungshintergrund. Unter tatverdächtigen Zuwanderinnen und Zuwanderern sind Menschen zu verstehen, die beispielsweise Asylbewerber, Schutzberechtigte oder Kontingentflüchtlinge sind oder eine Duldung haben.

Im vergangenen Jahr sank demnach die Zahl tatverdächtiger Zuwander im Bereich der Allgemeinkriminalität, also ohne ausländerrechtliche Verstöße, um 3,6 Prozent. Dieser Vergleich ist dem BKA zufolge allerdings "nur beschränkt aussagekräftig", weil sich die Cannabisteillegalisierung auf die Kriminalstatistik auswirkte und zu einem Rückgang der Tatverdächtigen und Fallzahlen insgesamt führte.

Mehr als die Hälfte der tatverdächtigen Zuwander war demnach unter 30 Jahre alt, mehr als drei Viertel waren männlich. Der Anteil der mutmaßlichen Mehrfachtäter an der Gesamtzahl der tatverdächtigen Zuwanderer lag 2024 mit knapp 32 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres.

Der Anteil tatverdächtiger Zuwander war insbesondere bei den Vermögens- und Fälschungsdelikten (12,3 Prozent), Straftaten gegen das Leben (12,2 Prozent) und Diebstahlsdelikten (12,1 Prozent) höher als ihr Anteil an allen Tatverdächtigen. Bei den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (7,9 Prozent) beispielsweise war ihr Anteil hingegen niedriger.

Die Zahl der Zuwanderinnen und Zuwanderer, die 2024 selbst Opfer einer Straftat wurden, stieg im Vergleich zum Vorjahr um 5,2 Prozent.

R.Hawkins--TNT

Empfohlen

Social-Media-Sucht: Tiktok wendet Prozess in USA durch 100-Millionen-Vergleich ab

Die Videoplattform Tiktok hat mit einem Vergleich einen für Montag geplanten Prozess im US-Bundesstaat Alabama wegen mutmaßlich mangelhaften Schutzes Minderjähriger vor Social-Media-Sucht abgewendet. Wie Generalstaatsanwalt Steve Marshall am Freitag (Ortszeit) mitteilte, soll das Unternehmen im Rahmen der Einigung mindestens 100 Millionen Dollar zahlen und die tägliche Nutzungszeit für junge Nutzer auf zwei Stunden begrenzen.

Social-Media-Sucht: Tiktok in den USA ab Montag erstmals vor Gericht

Die Videoplattform Tiktok soll sich ab Montag erstmals vor einem US-Gericht verantworten. Bei dem Verfahren in Montgomery im Bundesstaat Alabama geht es um den Vorwurf, Tiktok schütze Kinder und Jugendliche nicht ausreichend vor Social-Media-Sucht. Ähnliche geplante Gerichtsprozesse - unter anderem in Los Angeles - hatte Tiktok mit außergerichtlichen Vergleichen abgewendet.

US-Justiz: Pentagon darf Sanktionen gegen Anthropic aufrecht erhalten

Im Konflikt mit dem US-Verteidigungsministerium um seine Einstufung als "Sicherheitsrisiko" hat das US-Unternehmen Anthropic eine juristische Niederlage erlitten. Ein US-Berufungsgericht in Washington bestätigte am Freitag die Maßnahmen gegen das Unternehmen durch das Pentagon. Zwar habe Anthropic nicht in böser Absicht gehandelt. In den USA obliege es aber dem "Präsidenten und dem Verteidigungsminister, zu entscheiden, wie die Risiken gegeneinander abgewogen werden", fügte Richter Gregory Katsas hinzu.

Papst Leo XIV. grüßt von Papamobil aus Menschenmengen in Paris

Papst Leo XIV. hat von seinem Papamobil aus jubelnde Menschenmengen in der französischen Hauptstadt Paris gegrüßt. Nach einer rund zweieinhalb Kilometer langen Fahrt zwischen dem Viertel Montparnasse und dem Place Saint-Michel kam der Pontifex am Freitagnachmittag an der Kathedrale Notre-Dame an, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP beobachteten. Leo XIV. ist der erste Papst, der das Pariser Wahrzeichen seit seiner Wiedereröffnung im Dezember 2024 nach dem verheerenden Brand besucht.

Textgröße ändern: