The National Times - Weiterer selbsternannter Pädophilenjäger in Stuttgart festgenommen

Weiterer selbsternannter Pädophilenjäger in Stuttgart festgenommen


Weiterer selbsternannter Pädophilenjäger in Stuttgart festgenommen
Weiterer selbsternannter Pädophilenjäger in Stuttgart festgenommen / Foto: © AFP/Archiv

In Stuttgart ist ein weiteres mutmaßliches Mitglied einer Gruppe selbsternannter Pädophilenjäger festgenommen worden. Der 19-Jährige wurde am Mittwoch in seiner Wohnung in der baden-württembergischen Landeshauptstadt angetroffen, wie Polizei und Staatsanwaltschaft gemeinsam mitteilten. Er sollte noch am selben Tag einem Haftrichter vorgeführt werden. Insgesamt wurden am Mittwochmorgen 17 Wohnungen in Stuttgart, Esslingen und Waiblingen durchsucht.

Textgröße ändern:

Insgesamt wird gegen fast 20 sogenannte Pedohunter ermittelt. Sie sollen in wechselnder Besetzung für fast 30 Taten verantwortlich sein. Den Ermittlern zufolge nahmen sie über eine Onlineplattform Kontakt zu Männern auf und gaben sich selbst als junge, aber volljährige Frauen aus.

Sie vereinbarten Treffen mit den Männern und offenbarten ihnen kurz vorher, doch etwas jünger zu sein. Vor Ort griffen die mit Schlagstöcken, Messern, Schusswaffen oder Pfefferspray bewaffneten Tatverdächtigen die Männer an und verletzten sie teils schwer. Auch zu Raubtaten und Vergewaltigungen soll es gekommen sein.

Die Gruppe soll die Taten seit Ende 2023 begangen haben. Im Juni dieses Jahres registrierte die Polizei eine Häufung und richtete eine eigene Ermittlungsgruppe ein. Ende Juni nahmen Beamte zwei 18-Jährige fest, die sie zu einem "Scheintreffen" in eine Falle gelockt hatten. Bei anschließenden Durchsuchungen wurde ein weiterer 18-Jähriger festgenommen. Alle drei sitzen seitdem in Untersuchungshaft.

Gegen die Mitglieder der Gruppe wird unter anderem wegen versuchten Mordes, versuchten Totschlags und schweren Raubs ermittelt. Die Polizei betonte, dass die angegriffenen Männer in den meisten Fällen nichts falsch gemacht hätten. Die Tatverdächtigen nutzten die Masche, um die Männer anzugreifen und auszurauben.

F.Adams--TNT

Empfohlen

"WamS": Zentralrat der Juden fordert Strafrechtsverschärfung bei antisemitischen Delikten

Angesichts der hohen Zahl antisemitischer Straftaten hat der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, eine Verschärfung des Strafrechts gefordert. Im Falle von antisemitischen Delikten wie der Leugnung des Existenzrechts Israels halte er "eine entsprechende Verschärfung für sinnvoll", sagte Schuster der Zeitung "Welt am Sonntag".

Erneut Vergewaltigungsprozess gegen Harvey Weinstein geplatzt

Erneut ist ein Vergewaltigungsprozess gegen den früheren Hollywood-Produzenten Harvey Weinstein geplatzt. Weil sich die Geschworenen nicht auf ein Urteil einigen konnten, erklärte ein New Yorker Richter das Verfahren zu Vorwürfen der Schauspielerin Jessica Mann für gescheitert. Staatsanwalt Alvin Bragg zeigte sich am Freitag enttäuscht über den Ausgang, dankte den Geschworenen aber für ihre Arbeit. "Seit fast einem Jahr kämpft Jessica Mann um Gerechtigkeit."

61-Jährige mit falschen Gewinnversprechen um mehr als eine Million Euro betrogen

Mehr als eine Million Euro haben Anlagebetrüger bei einer 61-Jährigen in Stuttgart erbeutet. Die Täter gaben sich als Börsenmakler aus und überredeten die Frau über Monate hinweg zu Einzahlungen auf einer angeblichen Handelsplattform, wie die Polizei in baden-württembergischen Landeshauptstadt am Freitag mitteilte.

Merz würde seinen Kindern "nicht empfehlen, nach Amerika zu gehen"

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) würde seinen Kindern derzeit von einem Aufenthalt in den USA abraten. Grund sei das "gesellschaftliche Klima", das sich in den Vereinigten Staaten "plötzlich" entwickelt habe, sagte Merz am Freitag beim Deutschen Katholikentag in Würzburg. "Also ich würde meinen Kindern heute nicht empfehlen, in die USA zu gehen, dort ausgebildet zu werden und dort zu arbeiten."

Textgröße ändern: