The National Times - Wettlauf gegen die Zeit bei Versorgung von Flutopfern in Südasien

Wettlauf gegen die Zeit bei Versorgung von Flutopfern in Südasien


Wettlauf gegen die Zeit bei Versorgung von Flutopfern in Südasien
Wettlauf gegen die Zeit bei Versorgung von Flutopfern in Südasien / Foto: © AFP

Nach den Überschwemmungen im Süden und Südosten Asiens mit mindestens 1300 Todesopfern hat bei der Versorgung der Überlebenden ein Wettlauf gegen die Zeit begonnen. In den Flutgebieten ist es nach Angaben von Hilfsorganisationen für die Menschen äußerst schwierig, an Trinkwasser und Lebensmittel zu kommen. In der Region Aceh auf der indonesischen Insel Sumatra versuchten am Dienstag viele Menschen, Vorräte anzulegen.

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"Die Straßen in den Überschwemmungsgebieten sind größtenteils blockiert", sagte die 29-jährige Erna Mardiah, die bereits seit zwei Stunden in einer Warteschlange vor einer Tankstelle in Banda Aceh stand. "Die Leute befürchten, dass ihnen der Treibstoff ausgeht." "Panikkäufe" gebe es auch bei Lebensmitteln, da die Preise explodierten.

Die Hilfsorganisation Islamic Relief erklärte, in den Katastrophengebieten fehle es an Lebensmitteln, die Preise hätten sich bereits verdreifacht. Für alle Orte in der Provinz Aceh bestehe das "Risiko einer Lebensmittelknappheit und einer Hungersnot, wenn die Lieferketten nicht in den kommenden sieben Tagen wiederhergestellt werden".

Die indonesische Regierung hatte am Montag angekündigt, 34.000 Tonnen Reis und 6,8 Millionen Speiseöl in die am stärksten von den Überschwemmungen betroffenen Provinzen Aceh, Nord-Sumatra und West-Sumatra zu schicken. "Es darf keine Verzögerung geben", betonte Landwirtschaftsminister Andi Amran Sulaiman. Staatschef Prabowo Subianto rief den Notstand aus, um die Verteilung der Nothilfen zu beschleunigen.

Heftige Monsunregen im Zusammenhang mit zwei verschiedenen Zyklonen hatten vergangene Woche auf Sumatra sowie in Sri Lanka, Thailand und im Norden Malaysias schwere Überschwemmungen verursacht. Allein in Indonesien wurden bis Dienstag 712 Todesopfer gezählt, mehr als 500 Menschen wurden noch vermisst. 1,1 Millionen Menschen mussten nach Angaben der indonesischen Katastrophenschutzbehörde ihre Häuser verlassen.

In Sri Lanka sprach die Katastrophenschutzbehörde am Dienstag von 410 Todesopfern sowie 336 Vermissten. Anderthalb Millionen Menschen mussten in dem südasiatischen Inselstaat demnach in Sicherheit gebracht werden.

Experten zufolge führt der Klimawandel dazu, dass die Niederschläge in der Monsunzeit intensiver ausfallen als in der Vergangenheit, weil eine wärmere Atmosphäre mehr Luftfeuchtigkeit aufnimmt und höhere Meerestemperaturen Stürme verstärken können.

Eine Auswertung der Nachrichtenagentur AFP von Daten der US-Wetter- und Ozeanografiebehörde (NOAA) ergab, dass vergangenen Monat in weiten Gebieten Indonesiens, der Philippinen, Malaysias, Vietnams, Thailands und Myanmars so viel Regen fiel wie seit 2012 nicht. Auch fast überall in Sri Lanka gab es demnach Rekordniederschläge.

M.Davis--TNT

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