The National Times - Prozess um Amokfahrt mit zwei Toten an Rosenmontag in Mannheim begonnen

Prozess um Amokfahrt mit zwei Toten an Rosenmontag in Mannheim begonnen


Prozess um Amokfahrt mit zwei Toten an Rosenmontag in Mannheim begonnen
Prozess um Amokfahrt mit zwei Toten an Rosenmontag in Mannheim begonnen / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Landgericht Mannheim hat am Freitag der Prozess um eine Amokfahrt in der baden-württembergischen Stadt am Rosenmontag mit zwei Toten begonnen. Angeklagt ist ein 40-Jähriger wegen zweifachen Mordes und mehrfachen versuchten Mordes. Die Staatsanwaltschaft sieht in ihrer Anklage kein politisches Motiv für die Tat. Vielmehr soll der Angeklagte seit Jahren an einer psychischen Erkrankung leiden und könnte vermindert schuldfähig gehandelt haben.

Textgröße ändern:

Der Tatverdächtige soll am 3. März mit dem Auto in die Mannheimer Fußgängerzone gefahren sein. Zunächst soll er mit einer Geschwindigkeit von mindestens 50 Stundenkilometern zwei Menschen angefahren haben, die Verletzungen erlitten. Nach mehreren hundert Metern soll er mit mindestens Tempo 80 einen Fußgänger angefahren haben, der an der Unfallstelle starb.

Anschließend soll er mit ähnlich hoher Geschwindigkeit in eine Menschengruppe gefahren sein und eine Frau dabei so schwer verletzt haben, dass sie ebenfalls starb. Dann soll er nochmals in eine Menschengruppe gefahren sein und drei weitere Menschen verletzt haben, bevor ein Taxifahrer schließlich die Amokfahrt beendete, indem er ihm den Weg versperrte.

Um den Taxifahrer einzuschüchtern, soll der 40-Jährige mit einer Schreckschusswaffe einen Schuss nach oben abgegeben haben. Anschließend sei er zu Fuß geflüchtet und habe versucht, sich in Selbsttötungsabsicht selbt in den Mund geschossen. Der 40-Jährige habe laut Anklage das Ziel gehabt, eine unbestimmte Anzahl an Menschen zu töten. Die Tat löste breites Entsetzen aus.

Bis Mitte Dezember wurden noch zwölf weitere Verhandlungstermine angesetzt.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Urteil: Frau bekommt keine Auskunft über durch Samenspende gezeugte Halbgeschwister

Eine mit Hilfe einer Samenspende gezeugte Frau ist mit dem Versuch gescheitert, Auskunft über die Samenspenden ihres Vaters und damit die Zahl ihrer Halbgeschwister zu bekommen. Auch das Interesse der Frau an einer Kontaktaufnahme zu den Geschwistern führe nicht zu dem Anspruch auf die Information, entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main am Mittwoch. Nach eigenen Recherchen der Frau hat diese 33 Halbgeschwister.

Cannabis-Teillegalisierung: Unions-Ministerien sehen dringenden Reformbedarf

Zwei Jahre nach der Teil-Legalisierung von Cannabis sehen unionsgeführte Bundesministerien dringenden Reformbedarf. In einer am Mittwoch veröffentlichten gemeinsamen Erklärung kritisierten die Ministerien für Inneres, Gesundheit und Familie das unter der Ampel-Regierung beschlossene Gesetz als Fehler. Sie verwiesen unter anderem auf einen Rückgang der Suchtprävention bei jungen Menschen, "Wildwuchs" an Angeboten im Internet und einen Boom auf dem Schwarzmarkt.

Russisches Militärflugzeug über der Krim abgestürzt - Alle 29 Insassen tot

Beim Absturz eines russischen Militärflugzeugs über der von Russland annektierten Halbinsel Krim sind nach Medienberichten alle 29 Insassen ums Leben gekommen. Unter den Todesopfern seien sechs Besatzungsmitglieder und 23 Passagiere, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass am Mittwoch unter Berufung auf das Verteidigungsministerium.

Behälter fällt von Kran: Bauarbeiter stirbt in Nordrhein-Westfalen

Ein 45-jähriger Bauarbeiter ist in Nordrhein-Westfalen von einem vom Kran fallenden Behälter erschlagen worden und dabei gestorben. Wie die Polizei in Steinfurt am Dienstagabend mitteilte, transportierte ein 18-jähriger Kranführer auf einem Baustellengelände in Ochtrup einen mit Wasser gefüllten ein Kubikmeter großen Behälter. Dieser fiel aus sechs bis sieben Meter Höhe von der Gabel des Krans auf einen Baucontainer, indem sich zu dieser Zeit der 45-Jährige befand.

Textgröße ändern: