The National Times - Lange Haftstrafen nach tödlichem Treppensturz bei Raub in Berlin-Neukölln

Lange Haftstrafen nach tödlichem Treppensturz bei Raub in Berlin-Neukölln


Lange Haftstrafen nach tödlichem Treppensturz bei Raub in Berlin-Neukölln
Lange Haftstrafen nach tödlichem Treppensturz bei Raub in Berlin-Neukölln / Foto: © AFP/Archiv

Nach einem tödlichen Treppensturz bei einem Raub in Berlin-Neukölln sind zwei Männer zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Die Angeklagten im Alter von 25 und 29 Jahren sollen für zehneinhalb beziehungsweise zehn Jahre in Haft, wie eine Sprecherin des Landgerichts Berlin am Donnerstag mitteilte. Das Urteil fiel bereits am 14. Oktober.

Textgröße ändern:

Laut Anklage hatten die beiden Beschuldigten im Dezember 2024 einem Pärchen aufgelauert, das dabei war, einen Karton mit Betäubungsmitteln in seine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Neuköllner Sonnenallee zu bringen. Die Beschuldigten folgten der damals 29-jährigen Frau und dem 38-jährigen Mann ins Treppenhaus und entrissen ihnen dort gewaltsam den Karton.

Dabei stürzte der 38-Jährige die Treppe hinunter und schlug mit dem Kopf auf dem Boden auf. Dabei zog er sich schwere Verletzungen zu, denen er zwei Tage später im Krankenhaus erlag. Nach der Tat flohen die Männer mit dem Karton.

Der ältere der beiden setzte sich in die Dominikanische Republik ab, wo er jedoch mangels Visum wieder ausgewiesen wurde. Bei seiner Einreise am Frankfurter Flughafen wurde er festgenommen. Der jüngere Täter war zu dem Zeitpunkt bereits wegen Raubs mit Todesfolge angeklagt.

M.Davis--TNT

Empfohlen

Streik im Westjordanland: Palästinenser protestieren gegen Israels Todesstrafe-Gesetz

Im Westjordanland haben am Mittwoch zahlreiche Menschen gegen die vom israelischen Parlament beschlossene Einführung der Todesstrafe für wegen Terrorismusvorwürfen verurteilte Palästinenser protestiert. Viele Geschäfte und öffentliche Einrichtungen in dem Palästinensergebiet blieben am Mittwoch geschlossen, wie AFP-Reporter berichteten. Die Fatah-Partei von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatte am Dienstag zu einem Generalstreik im Westjordanland aufgerufen.

Tödliche Schüsse auf Polizisten in Saarland: Junger Täter soll in Psychiatrie

Im Prozess um die tödlichen Schüsse auf einen Polizisten im saarländischen Völklingen hat das Landgericht Saarbrücken den Mordvorwurf gegen den Angeklagten fallengelassen. Der zur Tatzeit 18-Jährige sei wegen einer paranoiden Schizophrenie bei den Schüssen schuldunfähig gewesen, urteilte das Gericht am Mittwoch. Der Mann soll nun unbefristet in der Psychiatrie untergebracht werden. Die Deutsche Polizeigewerkschaft sprach angesichts des Urteils von einem "Schlag ins Gesicht" für alle Polizisten.

Wegen Aufrufen zu Anschlägen auf Politiker: Anklage gegen Reichsbürger erhoben

Wegen der Veröffentlichung von Todeslisten mit Namen von Politikern hat die Bundesanwaltschaft Anklage gegen einen mutmaßlichen Reichsbürger erhoben. Der Beschuldigte habe mindestens seit Mai vergangenen Jahres im Darknet zu Anschlägen auf Menschen des öffentlichen Lebens, Politiker und Amtsträger aufgerufen, erklärte der Generalbundesanwalt am Mittwoch in Karlsruhe.

Mehr als drei Jahre Haft wegen Missbrauchs für Priester: Tat auf Oktoberfest

Das Landgericht München I hat in einem Missbrauchsprozess den katholischen Pater Piotr. M. am Mittwoch zu drei Jahren und drei Monaten Haft verurteilt. Er soll nach einem Oktoberfestbesuch zwei volltrunkene Jugendliche aus seiner Gemeinde zu vergewaltigen versucht haben, teilte ein Gerichtssprecher mit. Das Gericht verurteilte den Geistlichen wegen versuchten schweren sexuellen Missbrauchs widerstandsunfähiger Personen und dem Besitz jugendpornografischer Inhalte.

Textgröße ändern: