The National Times - Amazon verdoppelt Gewinn im vierten Quartal

Amazon verdoppelt Gewinn im vierten Quartal


Amazon verdoppelt Gewinn im vierten Quartal
Amazon verdoppelt Gewinn im vierten Quartal

Der US-Onlinehändler Amazon hat im vergangenen Quartal seinen Gewinn überraschend auf 14,3 Milliarden Dollar (12,5 Milliarden Euro) verdoppelt. Die Amazon-Aktie stieg im elektronischen Handel nach Börsenschluss in New York am Donnerstag um 15 Prozent, nachdem sie tagsüber um acht fast Prozent gefallen war. Der Gewinn profitierte in hohem Maße von einer Kapitalrendite durch Beteiligungen am E-Autohersteller Rivian, der im November an die Börse ging.

Textgröße ändern:

Der Konzern verbuchte zudem vergangenen November das "beste Shopping-Wochenende" seiner Geschichte bei der traditionellen Verkaufsaktion vom "Black Friday" bis zum "Cyber Monday" nach dem US-Feiertag Thanksgiving. Auch die Cloud-Sparte AWS lief im vierten Quartal 2021 wegen neuer Verträge mit der US-Börse Nasdaq und dem Facebook-Mutterkonzern Meta gut. AWS steigerte seine Umsätze um 40 Prozent im Vorjahresvergleich auf 17,8 Milliarden Dollar. Der Gesamtumsatz des Konzerns lag bei 137,4 Milliarden Dollar.

"Amazon hat es geschafft, die Erwartungen sowohl bei den Einnahmen als auch bei den Gewinnen zu übertreffen, trotz einer insgesamt weniger belebenden Weihnachtssaison für den E-Commerce im Allgemeinen", kommentierte Andrew Lipsman, Analyst bei eMarketer. Das anhaltende Wachstum von AWS habe die Zahlen gestärkt, doch "ohne den Boost durch die Investition in Rivian" wäre der Gewinn gesunken, erklärte Lipsman weiter.

Der Konzern aus Seattle war einer der großen Gewinner der Pandemie. Die damit verbundenen Einschränkungen hatten viele Menschen ins Homeoffice und zum Onlinehandel getrieben. Davon profitierte Amazon, das sowohl als Online-Dienstleister wie auch als Versandhändler weltweit führend ist. Allerdings war auch der US-Konzern nicht vor den weltweiten Logistikproblemen gefeit.

So kämpft Amazon wie die Konkurrenz mit Lieferschwierigkeiten, einer hohen Inflation und einem Arbeitskräftemangel. Der operative Gewinn war deshalb im vierten Quartal mit 3,5 Milliarden Dollar nur halb so groß wie im Vorjahreszeitraum.

Für das laufende Quartal rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 112 und 117 Milliarden US-Dollar, was einem Wachstum von drei bis acht Prozent im Jahresvergleich entspricht.

F.Hammond--TNT

Empfohlen

Sechs Jahre Haft nach tödlichem Nachbarschaftsstreit für Mann in Stuttgart

Nach einem tödlichen Nachbarschaftsstreit ist ein 29-jähriger Stuttgarter zu einer Freiheitsstrafe von sechs Jahren verurteilt worden. Das Landgericht in der baden-württembergischen Landeshauptstadt sprach ihn am Dienstag der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Sarkozy-Prozess: Staatsanwaltschaft fordert Verurteilung wegen Korruption

Im Berufungsverfahren gegen Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy wegen mutmaßlich illegaler Wahlkampfgelder aus Libyen hat die Staatsanwaltschaft am Dienstag dessen Verurteilung wegen Korruption und illegaler Wahlkampffinanzierung gefordert. "Es gab sehr wohl eine Vereinbarung zwischen Nicolas Sarkozy und (dem damaligen libyschen Machthaber) Muammar al-Gaddafi", betonte Staatsanwalt Damien Brunet am zweiten Tag des Plädoyers. Die Forderung des Strafmaßes wird erst später erwartet.

Vier Festnahmen bei Razzia wegen Bestechung im Baugewerbe in Hessen und Bayern

Bei Durchsuchungen wegen Bestechung und Bestechlichkeit im Baugewerbe mit Millionenschaden in Hessen und Bayern haben Ermittler vier Menschen festgenommen. Sie sollen Bestechungsgelder erhalten beziehungsweise gezahlt haben, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Dienstag mitteilte. Insgesamt wird in dem Komplex gegen 28 Beschuldigte ermittelt. Seit 2019 sollen sie Bestechungsgelder erhalten oder gezahlt haben, um bei Aufträgen bevorzugt zu werden.

Europarat prangert abnehmende Hilfsbereitschaft für Ukrainer an

Der Europarat hat eine nachlassende Aufnahmebereitschaft für Ukraine-Flüchtlinge angeprangert. "Der allmähliche Abbau des Schutzstatus führt dazu, dass besonders Schutzbedürftige auf der Strecke bleiben", warnte der Menschenrechtskommissar des Europarats, Michael O'Flaherty, am Dienstag. Mehrere Aufnahmeländer hätten begonnen, den Schutz für geflüchtete Ukrainer schrittweise einzuschränken, indem sie etwa Wohnhilfen oder andere Sozialleistungen reduzieren. Dies könne "einen unangemessenen Druck zu einer verfrühten Rückkehr" ausüben, warnte O’Flaherty.

Textgröße ändern: