The National Times - Bulgarische Beamte fordern Schmiergeld von Robbie Williams' Lkw-Fahrern

Bulgarische Beamte fordern Schmiergeld von Robbie Williams' Lkw-Fahrern


Bulgarische Beamte fordern Schmiergeld von Robbie Williams' Lkw-Fahrern
Bulgarische Beamte fordern Schmiergeld von Robbie Williams' Lkw-Fahrern / Foto: © AFP/Archiv

Zwei bulgarische Beamte sind gefeuert und festgenommen worden, weil sie Schmiergeld von den Lkw-Fahrern verlangt haben, die Ausrüstung für ein Robbie-Williams-Konzert nach Sofia transportierten. Sie hätten 500 Euro bei einer Routinekontrolle gefordert, sagte der Polizeivertreter Ljubomir Nikolow am Montag bei einer Pressekonferenz. Da die britischen Lkw-Fahrer sie nicht verstanden hätten, hätten die Beamten sogar die Übersetzungsfunktion von Google genutzt.

Textgröße ändern:

"Sie haben diejenigen, die nicht genug Bargeld hatten, sogar aufgefordert, zu einem Bankautomaten zu gehen", fügte er hinzu.

Das Verlangen von Schmiergeldern ist in Bulgarien weit verbreitet. Der Vorfall, der sich bereits am Donnerstag ereignete, überraschte die Lkw-Fahrer der Robbie-Williams-Tournee jedoch dermaßen, dass sie Anzeige erstatteten.

Verkehrsminister Grosdan Karadschow sagte örtlichen Medien, die beiden Beamten seien entlassen worden. Sie wurden am Sonntag festgenommen und angeklagt, wie die Staatsanwältin Desislawa Petrowa mitteilte.

"Robbie Williams ist erfolgreicher bei der Bekämpfung von Korruption als die bulgarischen Behörden", scherzte ein Internetnutzer aus Bulgarien, dem ärmsten Land in der Europäischen Union.

Der Straßenverkehr sei eine "Goldgrube" für korrupte bulgarische Beamte, sagte Tihomir Beslow, Experte für organisierte Kriminalität am Zentrum für Demokratiestudien in Sofia.

Der 51-jährige Robbie Williams, bekannt für Hits wie "Rock DJ", "Come Undone" oder "Angels", war am Sonntagabend im Rahmen seiner "Britpop"-Tournee in der bulgarischen Hauptstadt Sofia aufgetreten.

R.Campbell--TNT

Empfohlen

Papst Leo XIV. feiert Messe unter freiem Himmel in Lourdes

Am dritten Tag seiner Frankreich-Reise feiert Papst Leo XIV. im Pilgerort Lourdes erneut eine große Messe unter freiem Himmel. Seit dem frühen Morgen strömten Gläubige zu dem Platz vor dem Marienheiligtum, wo der Altar unter einem Zelt aufgebaut war. Bei seiner Ankunft im Papamobil wurde Leo XIV. mit Beifall begrüßt. Die Organisatoren rechneten mit 150.000 Teilnehmern. An der Messe am Vortag in Paris hatten 800.000 Menschen teilgenommen, deutlich mehr als erwartet.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und acht Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind am Sonntag zwei Passagiere getötet und acht weitere schwer verletzt worden. Der mit rund 50 Menschen besetzte Bus kam bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Er war demnach auf der Fahrt vom schweizerischen Zürich ins italienische Mailand. An Bord waren philippinische Staatsbürger.

Angler findet Weltkriegsbombe in Rhein: Blindgänger bei Bonn kontrolliert gesprengt

In Bornheim bei Bonn ist eine von einem Angler im Rhein gefundene Weltkriegsbombe gesprengt worden. 500 Menschen mussten dafür am Samstag im Ortsteil Hersel ihre Häuser und Wohnungen verlassen, wie die Feuerwehr in der nordrhein-westfälischen Gemeinde mitteilte. Ein Bagger brachte den 250 Kilogramm schweren Blindgänger an Land, wo er von Experten kontrolliert gesprengt wurde. Dies geschah demnach in einer eigens ausgehobenen Sprenggrube.

Schwerer Herbststurm wütet über Nordosten der USA - mindestens ein Todesopfer

Ein schwerer Herbststurm wütet über dem Nordosten der USA und hat mindestens ein Todesopfer gefordert. Wie US-Medien berichteten, wurde im New Yorker Stadtteil Brooklyn ein 56-jähriger Mann von einem umstürzenden Baum getroffen und getötet. Hunderte Flüge wurden gestrichen, Zehntausende Menschen waren ohne Strom. Die Behörden warnten vor starkem Wind, Überschwemmungen und Straßensperrungen durch heftige Regenfälle.

Textgröße ändern: