The National Times - Tod von Obdachlosem in Moers: Jugendliche rechtskräftig wegen Angriffs verurteilt

Tod von Obdachlosem in Moers: Jugendliche rechtskräftig wegen Angriffs verurteilt


Tod von Obdachlosem in Moers: Jugendliche rechtskräftig wegen Angriffs verurteilt
Tod von Obdachlosem in Moers: Jugendliche rechtskräftig wegen Angriffs verurteilt / Foto: © AFP/Archiv

Anderthalb Jahre nach dem Tod eines obdachlosen Manns im nordrhein-westfälischen Moers ist die Verurteilung von drei jungen Angeklagten, die den Mann angriffen, rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe bestätigte das Urteil des Landgerichts Kleve vom Dezember weitgehend, wie er am Montag mitteilte. Der Mann war im Februar 2024 gestorben - allerdings konnte nicht festgestellt werden, ob der Angriff die Ursache dafür war. (Az. 3 StR 167/25)

Textgröße ändern:

Das Landgericht sah als erwiesen an, dass die drei Jugendlichen vor einer Methadonausgabestelle spontan zwei Männer attackiert hatten. Einer von ihnen habe die Männer mit Pfefferspray besprüht, mehrmals kräftig auf sie eingeschlagen und sie getreten - unter anderem gegen den Kopf, als sie auf dem Boden lagen. Ein anderer Angeklagter habe die Tat gefilmt und das Video später im Internet verbreitet, um damit anzugeben.

Zwei Wochen später starb einer der Männer im Alter von 58 Jahren in einem Krankenhaus. Ein Zeuge verständigte die Polizei. Er hatte das Video auf dem Handy eines Arbeitskollegen gesehen, wie die Ermittler nach der Festnahme des ersten Tatverdächtigen mitteilten. Einige Monate später kam auch der zweite Haupttäter in Untersuchungshaft.

Der Prozess gegen die drei Jugendlichen begann im Oktober, er fand wegen ihres jungen Alters unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Sie waren ursprünglich wegen Mordes oder der Beihilfe dazu angeklagt. Das Gericht fand aber nicht heraus, ob die Attacke vor der Methadonausgabestelle der Grund für die Verletzungen war, die letztlich zum Tod des obdachlosen Manns beitrugen.

Es verurteilte die zu dem Zeitpunkt 16 bis 18 Jahre alten Angeklagten im Dezember zu Jugendstrafen zwischen zweieinhalb und fünf Jahren wegen gefährlicher Körperverletzung oder Beihilfe dazu. Dieses Urteil bestätigte der BGH nun.

W.Phillips--TNT

Empfohlen

15 Jahre Haft für "Ketamin-Queen" nach Drogentod von "Friends"-Darsteller Perry

Zweieinhalb Jahre nach dem Drogentod des US-Schauspielers Matthew Perry hat ein kalifornisches Gericht dessen frühere Dealerin am Mittwoch zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die als "Ketamin-Queen" bekannt gewordene 42-jährige Jasveen Sangha hatte eingeräumt, Perry mit der tödlichen Dosis des Betäubungsmittels Ketamin versorgt zu haben.

Fast 200 Festnahmen nach Schusswechsel vor israelischem Konsulat in Istanbul

Nach dem Schusswechsel vor dem israelischen Konsulat in Istanbul am Dienstag haben türkische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben am Mittwoch fast 200 Verdächtige festgenommen. Justizminister Akin Gürlek sprach im Onlinedienst X von einer "zeitgleichen Operation in 34 Provinzen gegen die Terrororganisation Daesh" - die arabische Abkürzung für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Zahl der Festgenommenen gab er mit 198 an.

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beschuldigt Ex-Machthaber Gaddafi

Im Berufungsverfahren um libysche Wahlkampfgelder hat Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy den verstorbenen libyschen Machthaber Muammar Gaddafi beschuldigt, die Vorwürfe gegen ihn selbst in die Welt gesetzt zu haben. Gaddafi habe aus "Hass" gehandelt, weil er nicht ertragen habe, dass Sarkozy zum Sturz der libyschen Führung beigetragen habe, sagte der ehemalige französische Präsident am Mittwoch vor Gericht. "Ich war der Erste, der den Nationalen Übergangsrat (der libyschen Aufständischen) anerkannt hatte. Das war eine schlimme Beleidigung für Gaddafi", betonte er.

Nach tödlichem Autorennen: Kosovare darf ausgewiesen werden

Nach einem tödlichen Autorennen in Nordrhein-Westfalen darf ein verurteilter Mann aus dem Kosovo aus Deutschland ausgewiesen werden. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies die Klage des Manns ab, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Der Mann hatte bei dem illegalen Autorennen an Ostern 2019 in Moers den Tod einer 43-jährige Frau verursacht. Er wurde später zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Textgröße ändern: