The National Times - Polizei hat nach tödlichen Schüssen in Kopenhagen keine Hinweise auf "Terrorakt"

Polizei hat nach tödlichen Schüssen in Kopenhagen keine Hinweise auf "Terrorakt"


Polizei hat nach tödlichen Schüssen in Kopenhagen keine Hinweise auf "Terrorakt"
Polizei hat nach tödlichen Schüssen in Kopenhagen keine Hinweise auf "Terrorakt" / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP

Nach den tödlichen Schüssen in einem Einkaufszentrum in Kopenhagen geht die Polizei nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Nach derzeitigem Ermittlungsstand deute nichts auf einen "Terrorakt" hin, sagte Kopenhagens Polizeichef Sören Thomassen am Montag. Der Tatverdächtige habe in der Vergangenheit psychische Probleme gehabt und sei den "psychiatrischen Diensten bekannt", fügte er hinzu. Der 22-jährige Däne habe seine Opfer offenbar willkürlich ausgewählt.

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Die Ermittler gehen davon aus, dass die Videos des Verdächtigen, die seit Sonntagabend im Netz kursieren, authentisch sind. Darin posiert der junge Mann mit Waffen, ahmt Selbstmordgesten nach und spricht von Psychopharmaka, "die nicht wirken". Die Youtube- und Instagram-Konten, die dem Tatverdächtigen gehören sollen, wurden in der Nacht zum Montag gesperrt.

Der Täter hatte am späten Sonntagnachmittag im Fields-Einkaufszentrum, das zwischen der Stadtmitte und dem Flughafen von Kopenhagen liegt, das Feuer eröffnet. Laut Augenzeugenberichten brach Panik unter den Besuchern aus. Nach den ersten Schüssen flüchteten demnach mehr als hundert Menschen aus dem Gebäude.

Drei Menschen wurden getötet. Bei den Opfern handelt es sich um zwei 17-jährige Dänen und einen 47 Jahre alten Russen mit Wohnsitz in Dänemark. Vier Menschen wurden verletzt: zwei dänische Frauen im Alter von 19 und 40 Jahren sowie ein 50-Jähriger Mann und eine 16-Jährige aus Schweden.

Der Tatverdächtige war nach Polizeiangaben kurz nach dem Eintreffen der Sicherheitskräfte im Fields-Zentrum festgenommen worden, ohne dass er Widerstand leistete. Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann allein handelte.

Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) äußerte sich am Montag erschüttert über die "schreckliche Tat" in Kopenhagen. "Wir trauern mit unseren dänischen Nachbarn und Freunden", schrieb sie auf Twitter.

S.Clarke--TNT

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