The National Times - Staatsschutz übernimmt Ermittlungen nach Attacke auf Rüstungsunternehmen in Ulm

Staatsschutz übernimmt Ermittlungen nach Attacke auf Rüstungsunternehmen in Ulm


Staatsschutz übernimmt Ermittlungen nach Attacke auf Rüstungsunternehmen in Ulm
Staatsschutz übernimmt Ermittlungen nach Attacke auf Rüstungsunternehmen in Ulm / Foto: © AFP/Archiv

Nach einer Attacke mit Farbbeuteln und Rauchbomben auf ein Rüstungsunternehmen in Ulm hat der Staatsschutz die Ermittlungen in dem Fall übernommen. Es gebe Hinweise für einen extremistischen Tathintergrund, teilte die Generalstaatsanwaltschaft Stuttgart am Donnerstag mit. In diesem Zusammenhang werde geprüft, ob die Verdächtigen eine kriminelle Vereinigung gebildet hätten.

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Bislang werde gegen fünf bekannte sowie drei bis vier unbekannte Verdächtige ermittelt. Die fünf bekannten Verdächtigen wurden noch am Tatort am Montag festgenommen. Sie sitzen seit Dienstag in Untersuchungshaft. Am Mittwoch wurden ihre Wohnungen durchsucht. Schwerpunkt der Durchsuchungen war in Berlin.

Die Ermittler werfen den Verdächtigen vor, am frühen Montagmorgen mit Gewalt in das Gebäude des Rüstungsunternehmens eingedrungen zu sein und Räume sowie Technik beschädigt zu haben. Mit Werkzeugen sollen sie die Glasscheibe der Haupteingangstür eingeschlagen haben. Anschließend seien sie mit einer Axt, einem Beil und einem Hammer durch mehrere Räume gezogen.

Vor dem Gebäude sollen sie Rauchbomben gezündet und die Außenfassade beschmiert haben. Den entstandenen Schaden schätzten die Ermittler auf rund eine Million Euro. Ziel der Attacke war nach Informationen der Nachrichtenagentur AFP das Rüstungsunternehmen Elbit Systems Deutschland, eine deutsche Tochterfirma des israelischen Rüstungskonzerns Elbit Systems.

Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) erklärte am Mittwoch mit Blick auf die Tat, dass für antisemitische Gewalt kein Platz sei. Ein mögliches antisemitisches Tatmotiv bestätigten die Ermittler bislang nicht.

N.Taylor--TNT

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