The National Times - Dutzende Menschen in Wohnmobilen eingeschleust: Mutmaßlicher Organisator gefasst

Dutzende Menschen in Wohnmobilen eingeschleust: Mutmaßlicher Organisator gefasst


Dutzende Menschen in Wohnmobilen eingeschleust: Mutmaßlicher Organisator gefasst
Dutzende Menschen in Wohnmobilen eingeschleust: Mutmaßlicher Organisator gefasst / Foto: © AFP/Archiv

Ermittler haben einen mutmaßlichen Organisator illegaler Schleuserfahrten mit Wohnmobilen gefasst. Der 40-Jährige aus dem nordrhein-westfälischen Wuppertal soll gemeinsam mit Mittätern mindestens 87 Flüchtlinge illegal in Campern aus Kroatien nach Deutschland und Italien gebracht haben, wie Staatsanwaltschaft und Bundespolizei im sächsischen Görlitz und Ebersbach am Mittwoch mitteilten. Am Donnerstag wurden die Wohnung des Manns in Wuppertal durchsucht. Er wurde festgenommen.

Textgröße ändern:

Nach Ermittlerangaben soll der Verdächtige die Wohnmobile angemietet und die Fahrer organisiert haben. Es gehe um sechs Schleusungsfahrten im August und September 2024, bei denen jeweils größere Gruppen von Flüchtlingen unter lebensgefährlichen und erniedrigenden Umständen transportiert worden seien.

"Sie mussten ihre Notdurft offen im Fahrzeuginnern verrichten und viele Fahrtstunden ungesichert überstehen", teilten die Ermittler mit. Unter den Geschleusten, die über die deutsch-tschechische Grenze nach Sachsen gebracht und im Raum Bautzen abgesetzt wurden, waren demnach auch Frauen und Kinder.

Bei dem Polizeieinsatz am Donnerstag wurden Beweismittel wie Mobiltelefone beschlagnahmt. Der Verdächtige sollte einem Haftrichter vorgeführt werden.

T.F.Russell--TNT

Empfohlen

15 Jahre Haft für "Ketamin-Queen" nach Drogentod von "Friends"-Darsteller Perry

Zweieinhalb Jahre nach dem Drogentod des US-Schauspielers Matthew Perry hat ein kalifornisches Gericht dessen frühere Dealerin am Mittwoch zu 15 Jahren Haft verurteilt. Die als "Ketamin-Queen" bekannt gewordene 42-jährige Jasveen Sangha hatte eingeräumt, Perry mit der tödlichen Dosis des Betäubungsmittels Ketamin versorgt zu haben.

Fast 200 Festnahmen nach Schusswechsel vor israelischem Konsulat in Istanbul

Nach dem Schusswechsel vor dem israelischen Konsulat in Istanbul am Dienstag haben türkische Sicherheitskräfte nach eigenen Angaben am Mittwoch fast 200 Verdächtige festgenommen. Justizminister Akin Gürlek sprach im Onlinedienst X von einer "zeitgleichen Operation in 34 Provinzen gegen die Terrororganisation Daesh" - die arabische Abkürzung für die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS). Die Zahl der Festgenommenen gab er mit 198 an.

Frankreichs Ex-Präsident Sarkozy beschuldigt Ex-Machthaber Gaddafi

Im Berufungsverfahren um libysche Wahlkampfgelder hat Frankreichs Ex-Präsident Nicolas Sarkozy den verstorbenen libyschen Machthaber Muammar Gaddafi beschuldigt, die Vorwürfe gegen ihn selbst in die Welt gesetzt zu haben. Gaddafi habe aus "Hass" gehandelt, weil er nicht ertragen habe, dass Sarkozy zum Sturz der libyschen Führung beigetragen habe, sagte der ehemalige französische Präsident am Mittwoch vor Gericht. "Ich war der Erste, der den Nationalen Übergangsrat (der libyschen Aufständischen) anerkannt hatte. Das war eine schlimme Beleidigung für Gaddafi", betonte er.

Nach tödlichem Autorennen: Kosovare darf ausgewiesen werden

Nach einem tödlichen Autorennen in Nordrhein-Westfalen darf ein verurteilter Mann aus dem Kosovo aus Deutschland ausgewiesen werden. Das Verwaltungsgericht Düsseldorf wies die Klage des Manns ab, wie das Gericht am Mittwoch mitteilte. Der Mann hatte bei dem illegalen Autorennen an Ostern 2019 in Moers den Tod einer 43-jährige Frau verursacht. Er wurde später zu fünf Jahren Haft verurteilt.

Textgröße ändern: