The National Times - Aus Psychiatrie in Bayern geflüchteter Straftäter in Kolumbien gefasst

Aus Psychiatrie in Bayern geflüchteter Straftäter in Kolumbien gefasst


Aus Psychiatrie in Bayern geflüchteter Straftäter in Kolumbien gefasst
Aus Psychiatrie in Bayern geflüchteter Straftäter in Kolumbien gefasst / Foto: © AFP/Archiv

Rund zwei Wochen nach seiner Flucht aus einer Psychiatrie ist ein verurteilter Straftäter aus Bayern in Südamerika gefasst und nach Deutschland zurückgebracht worden. Der Mann sei von Zielfahndern der bayerischen Polizei in Kolumbien aufgespürt worden, teilten Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) und Landesjustizminister Georg Eisenreich (CSU) am Sonntag in München gemeinsam mit.

Textgröße ändern:

Der Mann wurde demnach am Sonntag überstellt und umgehend in die geschlossene forensische Abteilung der Psychiatrie in Erlangen gebracht. Aus dem Klinikum war er nach Behördenangaben am 16. August verschwunden. An dem Tag kam er nicht wie vereinbart von einem genehmigten Ausgang zurück. Seitdem wurde er gesucht.

Medienberichten zufolge handelt es sich um einen wegen eines Amoklaufs in einer Schule im bayerischen Ansbach im Jahr 2009 verurteilten Mann. Bei der Tat waren mehrere Menschen verletzt worden. Der inzwischen 34-Jährige wurde 2010 wegen dutzendfachen versuchten Mordes zu einer mehrjährigen Haftstrafe nach dem Jugendrecht und anschließender Unterbringung im Maßregelvollzug verurteilt, weil bei ihm eine gravierende psychische Persönlichkeitsstörung vorliegt.

Die Behörden machten keine näheren Angaben zur Identität des Flüchtigen. Laut bayerischem Landesinnen- und Landesjustizministerium liefen im Hintergrund umfangreiche Fahndungsmaßnahmen, es gab einen internationalen Haftbefehl. Dieser wurde mit Unterstützung der kolumbianischen Polizei und eines Verbindungsbeamten des Bundeskriminalamts in Kolumbien vollstreckt.

R.Campbell--TNT

Empfohlen

Papst kritisiert Sterbehilfe: "Nicht alles, was legal ist, ist moralisch"

Papst Leo XIV. hat die in Frankreich vor kurzem legalisierte Sterbehilfe scharf kritisiert. "Es ist unmöglich, das Herbeiführen des Todes als normal anzusehen", sagte der Papst am Sonntag bei einer Begegnung mit kranken und behinderten Menschen im Pilgerort Lourdes. "Nicht alles, was legal ist, ist auch moralisch vertretbar", fügte er hinzu. Die Medizin dürfe sich niemals zum Gehilfen eines programmierten Todes machen.

Reisebus kommt von Autobahn ab: Zwei Tote und mehrere Schwerverletzte in Bayern

Bei einem Unfall mit einem Reisebus auf der Autobahn 96 in Oberbayern sind zwei Passagiere getötet und mehrere weitere schwer verletzt worden. Das mit 35 Menschen besetzte Fahrzeug kam am Sonntagmorgen bei Landsberg am Lech von der Autobahn ab und kippte auf die Seite, wie die Polizei in Ingolstadt mitteilte. Gegen den 40-jährigen Busfahrer wurde ein Verfahren wegen des Verdachts fahrlässiger Tötung im Straßenverkehr eingeleitet.

Tödliche Attacke auf Frau in Hessen: Ehemann nach Großfahndung gefasst

Im hessischen Obertshausen ist eine 51-Jährige bei einer mutmaßlich von ihrem Ehemann verübten Attacke tödlich verletzt worden. Einsatzkräfte nahmen den zunächst flüchtigen 57-Jährigen noch in der Nacht zu Sonntag nach einer Großfahndung im nahegelegenen Klein-Krotzenburg fest, wie Staatsanwaltschaft und Polizei in Offenbach mitteilten. Er leistete demnach keinen Widerstand.

Papst Leo XIV. in Frankreich: Große Messen und Gespräch mit Missbrauchsopfern

Messfeiern im Großformat und persönliche Treffen mit Missbrauchsopfern: Papst Leo XIV. hat bei seinem Besuch in Frankreich viel Zuspruch erhalten und zugleich Missstände innerhalb der katholischen Kirche thematisiert. Nach einem begeisterten Empfang des Papstes in Paris, wo am Samstag 800.000 Menschen zu einer Messe auf der Place de la Concorde und den Champs-Elysées kamen, sprach Leo XIV. am Sonntag im Pilgerort Lourdes die "schmerzhafte Wunde" des Missbrauchs in Pfarreien und katholischen Schulen an.

Textgröße ändern: