The National Times - Prozess gegen mutmaßliche IS-Rückkehrerin in Frankfurt am Main gestartet

Prozess gegen mutmaßliche IS-Rückkehrerin in Frankfurt am Main gestartet


Prozess gegen mutmaßliche IS-Rückkehrerin in Frankfurt am Main gestartet
Prozess gegen mutmaßliche IS-Rückkehrerin in Frankfurt am Main gestartet / Foto: © AFP/Archiv

In Frankfurt am Main hat am Dienstag ein Staatsschutzprozess gegen eine 35-jährige mutmaßliche IS-Rückkehrerin begonnen. Wie das Oberlandesgericht (OLG) in der Mainmetropole mitteilte, soll die Angeklagte 2015 nach Syrien gereist sein und sich der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) angeschlossen haben. Nach Anklage der Generalstaatsanwaltschaft heiratete sie dort einen IS-Kämpfer nach islamischem Ritus.

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In Syrien wohnte das Paar demnach an unterschiedlichen Orten, die vom IS kontrolliert wurden. Während der Mann Wachdienste übernommen und an Kämpfen teilgenommen habe, soll die 35-Jährige den Haushalt und ihre 2016 und 2018 geborenen Kinder versorgt haben.

Vom IS soll das Paar monatliche Zahlungen erhalten haben. Zudem soll die Angeklagte Korankurse des IS besucht und ihre Kinder nach den Vorstellungen der Dschihadistenmiliz erzogen haben.

Im Jahr 2019 wurde sie von kurdischen Einheiten festgenommen und bis 2022 in den Lagern Al-Hawl und Roj im Nordosten Syriens interniert. In mindestens einem Lager soll sie versucht haben, andere Frauen nach ihrer Abkehr vom IS zu einer radikalen Auslegung des Islams zu drängen. Nach ihrer Rückführung nach Deutschland wurde sie in Haft genommen.

Zum Prozessbeginn begann die Angeklagte, sich zu ihren persönlichen Verhältnissen und zu den Vorwürfen zu äußern. Der konkrete Vorwurf lautet, dass die Frau Mitglied einer terroristischen Vereinigung im Ausland war. Für den Prozess sind vorerst weitere Termine bis Mitte Oktober angesetzt.

T.Hancock--TNT

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