The National Times - 46 tote Migranten in Lastwagen in US-Bundesstaat Texas entdeckt

46 tote Migranten in Lastwagen in US-Bundesstaat Texas entdeckt


46 tote Migranten in Lastwagen in US-Bundesstaat Texas entdeckt
46 tote Migranten in Lastwagen in US-Bundesstaat Texas entdeckt / Foto: © GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Grausiger Fund im US-Bundesstaat Texas: In einem Lastwagen im Großraum San Antonio sind 46 tote Migranten entdeckt worden. San Antonios Feuerwehrchef Charles Hood bestätigte die vorläufige Opferzahl am Montagabend (Ortszeit). Demnach wurden 16 Überlebende in Krankenhäuser gebracht, zwölf Erwachsene und vier Kinder. Bürgermeister Ron Nirenberg sprach von einer "schrecklichen menschlichen Tragödie".

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Die Überlebenden waren bei Bewusstsein, als sie in Kliniken gebracht wurden, wie Feuerwehrchef Hood sagte. "Die Patienten, die wir gesehen haben, waren heiß, sie haben unter Hitzeschlägen gelitten." In San Antonio herrschten am Montag laut dem nationalen Wetterdienst Höchsttemperaturen um die 38 Grad.

In dem Anhänger habe sich kein Wasser befunden, sagte Hood weiter. Zwar habe es sich um einen Kühllaster gehandelt; es sei aber keine Kühlanlage am Laufen gewesen.

Die Behörden gaben drei Festnahmen bekannt. Der Lastwagen wurde nahe der Autobahn Interstate 35 gefunden, die zur Grenze zu Mexiko führt. Immer wieder werden von Mexiko aus in Lastwagen versteckte Migranten in die USA geschleust. Von San Antonio zur Grenze zum Nachbarland sind es etwa 250 Kilometer. 2017 waren in der Großstadt ebenfalls in einem Anhänger zehn tote Migranten entdeckt worden, dutzende Menschen mussten ins Krankenhaus.

Mexikos Außenminister Marcelo Ebrard sprach am Montag mit Blick auf die 46 Toten von einer "Tragödie". Er kündigte an, der mexikanische Konsul werde sich zu dem Unglücksort begeben, auch wenn die Nationalität der Opfer noch nicht bekannt sei.

Der erzkonservative Gouverneur von Texas, Greg Abbott, machte derweil die Migrationspolitik von Präsident Joe Biden für den Tod der 46 Migranten verantwortlich. "Diese Todesfälle sind Bidens Schuld", erklärte Abbott im Kurzbotschaftendienst Twitter. Sie seien "das Ergebnis seiner tödlichen Politik der offenen Grenzen", erklärte Abbott. Es habe "tödliche Konsequenzen", geltendes Recht nicht durchzusetzen.

Die oppositionellen Republikaner werfen Biden vor, in der Migrationspolitik und bei der Sicherung der Südgrenze einen zu laxen Kurs zu fahren. Sie wollen dieses Thema auch im Wahlkampf für die Kongress-Zwischenwahlen im November für sich nutzen.

T.Allen--TNT

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