The National Times - Gutachten: Weiterbetrieb von Tagebau Turow ohne Umweltprüfung verstößt gegen EU-Recht

Gutachten: Weiterbetrieb von Tagebau Turow ohne Umweltprüfung verstößt gegen EU-Recht


Gutachten: Weiterbetrieb von Tagebau Turow ohne Umweltprüfung verstößt gegen EU-Recht
Gutachten: Weiterbetrieb von Tagebau Turow ohne Umweltprüfung verstößt gegen EU-Recht

Nach Auffassung des zuständigen Generalanwalts am Europäischen Gerichtshof (EuGH) hat Polen gegen EU-Recht verstoßen, als es die Genehmigung für den Braunkohletagebau Turow 2020 ohne Umweltprüfung verlängerte. Ein Tagebau könne erhebliche Folgen für die Umwelt haben, argumentierte Generalanwalt Priit Pikamäe am Donnerstag in seinem in Luxemburg vorgelegten Gutachten. Der EuGH muss über eine Klage Tschechiens gegen Polen entscheiden. (Az. C-121/21)

Textgröße ändern:

Turow liegt im Dreiländereck von Polen, Tschechien und Deutschland. Tschechien sorgt sich um seine Trinkwasserversorgung und befürchtet Bodenabsenkungen, wenn der Abbau weitergeht. Im Mai hatte der EuGH Polen in einer Eilentscheidung angewiesen, den Abbau vorläufig zu stoppen. Da das Land sich nicht daran hielt, verhängte der Gerichtshof im September ein tägliches Zwangsgeld von einer halben Million Euro. Dieses will Polen allerdings nicht zahlen.

Die Richterinnen und Richter am EuGH sind bei ihrer endgültigen Entscheidung nicht an das Gutachten des Generalanwalts gebunden, sie orientieren sich aber oft daran. Ein Termin für die Urteilsverkündung wurde noch nicht bekanntgegeben.

Die beiden Länder verhandeln parallel miteinander über eine mögliche Lösung des Konflikts. Für Donnerstagmittag kündigte die tschechische Regierung eine gemeinsame Pressekonferenz mit dem polnischen Ministerpräsidenten Mateusz Morawiecki in Prag an, der dort am Vormittag mit seinem tschechischen Amtskollegen Petr Fiala zusammenkommt.

V.Bennett--TNT

Empfohlen

Erntebilanz: Agrarminister Rainer bescheinigt "massive Krise von nationaler Tragweite"

Angesichts der Folgen von Dürre und Hitze auf die Produktion vieler landwirtschaftlicher Betriebe sieht Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) eine "massive Krise von nationaler Tragweite". Die diesjährige Ernte sei für viele Landwirtschaftsfamilien eine "herbe Enttäuschung", sagte Rainer am Mittwoch bei der Vorstellung des Ernteberichts seines Ministeriums. Den Bauern stellte er finanzielle Hilfen in Aussicht.

Schüsse auf Firmengelände im Zentrum Hamburgs: Zwei Tote und ein Schwerverletzter

In Hamburg sind durch Schüsse auf einem Firmengelände zwei Männer getötet und ein weiterer schwer verletzt worden. Die Tat ereignete sich am Dienstagabend in Bereich eines Gewerbehofs im zentralen Stadtteil St. Pauli, wie die Polizei in der Hansestadt am Mittwoch mitteilte. Hintergründe waren demnach noch unklar, die Ermittlungen übernahmen die Abteilung für organisierte Kriminalität und die Mordkommission des Landeskriminalamts.

Dresdner Bischof Timmerevers gibt Amt ab - Zustimmung von Papst Leo XIV.

Der Dresdner Bischof Heinrich Timmerevers geht in den Ruhestand. "In den letzten beiden Jahren habe ich festgestellt, dass die Spannkräfte aufgrund des Alters nachlassen und ich zunehmend Zeiten der Regeneration und der Erholung brauche, um mich den Herausforderungen in unserem Bistum stellen zu können", sagte der 74-Jährige in einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung.

Doppelmord in Schleswig-Holstein: Bundesgerichtshof bestätigt Kieler Urteil

Nach einem Doppelmord an seiner früheren Partnerin und deren neuem Freund in Schleswig-Holstein ist der Täter rechtskräftig verurteilt. Der Bundesgerichtshof fand keine Rechtsfehler im Urteil des Landgerichts Kiel vom Dezember, wie er am Mittwoch in Karlsruhe mitteilte. Der Mann hatte seine beiden Opfer im November 2024 vor dem Haus der Frau erstochen. (Az. 5 StR 281/26)

Textgröße ändern: