The National Times - Österreich gedenkt mit Trauerminute Opfern von Amoklauf an Grazer Schule

Österreich gedenkt mit Trauerminute Opfern von Amoklauf an Grazer Schule


Österreich gedenkt mit Trauerminute Opfern von Amoklauf an Grazer Schule
Österreich gedenkt mit Trauerminute Opfern von Amoklauf an Grazer Schule / Foto: © APA/AFP

Nach dem Amoklauf in einer Schule in Graz hat Österreich der zehn Todesopfer mit einer Schweigeminute gedacht. Wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete, beteiligten sich am Mittwoch um 10.00 Uhr die Kirchen im Land, darunter auch der Wiener Stephansdom, mit Trauergeläut an dem Gedenken. Auch der Ministerrat hielt demnach eine Trauerminute ab, der ORF unterbrach sein Fernseh- und Radioprogramm und in der Hauptstadt Wien standen rund 900 Fahrzeuge des öffentlichen Nahverkehrs still.

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Wegen der Bluttat hat die österreichische Regierung eine dreitägige Trauerzeit ausgerufen. Die Flaggen an öffentlichen Gebäuden im Land wurden auf halbmast gesetzt. Bundeskanzler Christian Stocker sprach am Dienstag von einer "nationalen Tragödie" und einer "unfassbaren Tat". Auch am Mittwoch legten Menschen als Zeichen der Trauer Blumen nieder und zündeten Kerzen an.

Ein 21-jähriger frühere Schüler hatte an einem Grazer Oberstufenrealgymnasium am Dienstagvormittag zehn Menschen getötet und elf weitere verletzt und anschließend Suizid begangen. Medien hatten spekuliert, dass der Täter in seiner Schulzeit gemobbt worden sei. Er war laut Landespolizeidirektor Gerald Ortner ein Österreicher aus der Region Graz, der bei dem Angriff zwei Schusswaffen einsetzte, die er legal besaß: ein Gewehr und eine Kurzwaffe.

Das Motiv für die Gewalttat an der Schule mit rund 400 Schülern, die einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst hatte, ist weiter unklar. Die Polizei fand bei einer Hausdurchsuchung am Wohnort des Schützen außer einem Abschiedsbrief auch eine nicht funktionsfähige Rohrbombe, wie die Polizei am Mittwochmorgen mitteilte. Der dem Innenministerium in Wien zugeordnete Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, Franz Ruf, hatte dem ORF zuvor gesagt, dass der Abschiedsbrief keinen Hinweis auf das Motiv des Schützen gebe.

S.Cooper--TNT

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