The National Times - Fast sechs Jahre Haft für Pfleger nach tödlicher Misshandlung in Brandenburg

Fast sechs Jahre Haft für Pfleger nach tödlicher Misshandlung in Brandenburg


Fast sechs Jahre Haft für Pfleger nach tödlicher Misshandlung in Brandenburg
Fast sechs Jahre Haft für Pfleger nach tödlicher Misshandlung in Brandenburg / Foto: © AFP/Archiv

Weil er eine Heimbewohnerin misshandelte und tödlich verletzte, ist ein Pfleger vom Landgericht Neuruppin zu einer mehrjährigen Freiheitsstrafe verurteilt worden. Der Angeklagte soll für fünf Jahre und zehn Monaten in Haft, wie eine Gerichtssprecherin in der brandenburgischen Stadt am Montag mitteilte. Außerdem verhängte das Gericht gegen den 27-Jährigen ein fünfjähriges Berufsverbot für Pflege- und Erziehungsberufe.

Textgröße ändern:

Laut Anklage soll der Pfleger eines Heims in Wittstock die Geschädigte in der Tatnacht im Januar 2024 im Aufenthaltsraum in einen Rollstuhl gesetzt haben. Hintergrund der Tat war demnach, dass sich die Frau in ihrem Bett nicht beruhigen ließ und schrie. Die Frau litt an Intelligenzminderung und Epilepsie.

In dem Aufenthaltsraum soll der 27-Jährige dann eine Außentür oder mindestens ein Fenster geöffnet haben. So sei die nur mit einem Pyjama bekleidete Frau einer Eiseskälte ausgesetzt gewesen. Der Pfleger habe gewollt, dass die Frau auskühlt und zur Ruhe kommt. Sie starb zwei Tage später an einer wegen der Unterkühlung entwickelten Lungenentzündung.

Mit dem Urteil folgte das Gericht weitgehend der Forderung der Staatsanwaltschaft, die allerdings ein dreijähriges Berufsverbot für Pflege- und Erziehungsberufe gefordert hatte. Verurteilt wurde der Pfleger laut Gericht wegen Körperverletzung mit Todesfolge, Aussetzung mit Todesfolge sowie Misshandlung von Schutzbefohlenen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

F.Morgan--TNT

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: