The National Times - Drei Tote und 55 Verletzte bei Brand in Hamburger Krankenhaus

Drei Tote und 55 Verletzte bei Brand in Hamburger Krankenhaus


Drei Tote und 55 Verletzte bei Brand in Hamburger Krankenhaus

Bei einem Brand in der geriatrischen Abteilung eines Hamburger Krankenhauses sind in der Nacht zu Sonntag drei Menschen ums Leben gekommen. Außerdem gab es 55 Verletzte, von denen drei am Sonntag in Lebensgefahr schwebten, wie die Polizei mitteilte. Die Brandursache war zunächst unklar.

Textgröße ändern:

Die Polizei korrigierte im Verlauf des Sonntags die Angaben der Feuerwehr zur Anzahl der Verletzten deutlich nach oben - die Feuerwehr war von 34 Verletzten ausgegangen, davon nur einer in Lebensgefahr. Bei den drei Toten handelt es sich laut Polizei um Männer im Alter von 84, 85 und 87 Jahren.

Die Beamten des Landeskriminalamts beschlagnahmten den Brandort und begannen mit den Ermittlungen zur Brandursache. Dazu zähle auch die Vernehmung zahlreicher Zeugen, teilte die Polizei mit.

Der Brand im Marienkrankenhaus im Stadtteil Hohenfelde sorgte für einen Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungsdienst. Laut Feuerwehr löste der Einsatzleiter einen sogenannten Massenanfall an Verletzten aus, in der Folge wurden neben einem Feuerwehr-Großaufgebot diverse Rettungskräfte und Katastrophenschutzeinheiten der Hilfsorganisationen zur Klinik alarmiert.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte stand ein Patientenzimmer im Erdgeschoss des Krankenhauses demnach bereits im Vollbrand gestanden. Das Feuer drohte über die Außenfassade in das darüberliegende Fenster überzugreifen.

An mehreren über dem Brandort liegenden Zimmer machten sich laut Feuerwehr außerdem Menschen an den Fenstern bemerkbar, weil sie auf Grund des Brandrauchs ihre Räume nicht mehr verlassen konnten. Sie wurden dann über Drehleitern, tragbare Leitern und die Flure der einzelnen Stationen evakuiert.

Da das Feuer in einer geriatrischen Abteilung mit überwiegend älteren und mobilitätseingeschränkten Menschen ausgebrochen war, wurden die Betroffenen demnach mit Schutzhauben über die Flure gerettet. Die Rettungskräfte versorgen die Menschen zunächst auf dem Gelände, einige wurden auch in die Notaufnahme des Krankenhauses gebracht. Zwei Verletzte wurden in andere Hamburger Kliniken gebracht.

Die Feuerwehr konnte den Brand zügig unter Kontrolle bringen und ein Übergreifen auf andere Patientenzimmer verhindern. Die Belüftungsmaßnahmen wegen der starken Rauchentwicklung dauerten über Stunden an. An dem Einsatz waren insgesamt 220 Rettungskräfte beteiligt.

Der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch, forderte anlässlich des Brands in Hamburg bereits einen verbesserten Brandschutz in Krankenhäusern. "Es braucht eine gesetzliche Pflicht zur Installation von selbstständigen Löschanlagen in sämtlichen Patienten- und Personalzimmern", erklärte Brysch.

Da die oft immobilen Kranken es nicht ohne fremde Hilfe aus der Gefahrenzone schaffen und schlafende Menschen den Brandrauch nicht riechen, könnten Sprinkleranlagen so zu Lebensrettern werden. "Die Investition für die Nachrüstung haben die Länder zu tragen."

Das Marienkrankenhaus ist nach eigenen Angaben eines der größten konfessionellen Krankenhäuser in Norddeutschland, mit etwa 100.000 Patienten pro Jahr. Der Hamburger Erzbischof Stefan Heße zeigte sich "zutiefst entsetzt und sehr traurig" über das Feuer in dem katholischen Krankenhaus. Er habe die Gemeinden des Erzbistums gebeten, in den Sonntagsgottesdiensten für die Toten, Verletzten, Angehörigen und die Mitabeitenden zu beten.

L.Johnson--TNT

Empfohlen

Papst nach viertägigem Frankreich-Besuch nach Rom aufgebrochen

Papst Leo XIV. hat seinen viertägigen Frankreich-Besuch beendet und ist am Abend in Richtung Rom abgereist. Am Flughafen der Stadt Metz wurde er vom französischen Präsidenten Emmanuel Macron verabschiedet, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP. "Wir sind traurig, dass er geht, aber froh, dass alles gut verlaufen ist", sagte Macron.

Haftstrafen für drei Ägypter nach Mord an italienischem Studenten in Kairo

Rund zehn Jahre nach der Tötung des italienischen Studenten Giulio Regeni in Ägypten hat ein Gericht in Rom Haftstrafen gegen drei ägyptische Sicherheitsbeamte wegen der Entführung des damals 28-Jährigen verhängt. Die drei Männer wurden in Abwesenheit zu jeweils zehn Jahren Haft verurteilt, von den Mordvorwürfen aber freigesprochen, berichtete ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP am Montag. Einen kompletten Freispruch gab es für einen vierten Angeklagten.

Papst beendet Frankreich-Reise mit Aufruf zu "kreativen" Friedensbemühen

Zum Abschluss seines Frankreich-Besuchs hat Papst Leo XIV. die Europäer eindringlich zu Friedensanstrengungen aufgerufen. Es sei notwendig, "Mut bei den Verhandlungen zu zeigen und bereit zu sein, bestimmte Positionen für das übergeordnete Wohl des Friedens aufzugeben", sagte der Papst am Montag in Metz im Beisein von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. Ohne den Ukraine-Krieg ausdrücklich zu nennen, beklagte er ein "sinnloses Gemetzel, das jeden Tag unzählige zivile Opfer fordert".

Dutzende Tote bei Angriff der myanmarischen Armee auf Markt im Bundesstaat Rakhine

Bei einem Luftangriff der myanmarischen Armee auf einen Markt im Bundesstaat Rakhine sind nach Angaben der Rebellenorganisation Arakan-Armee mindestens 33 Menschen getötet und 36 weitere verletzt worden. Der Angriff habe sich am Montagmittag (Ortszeit) in der Stadt Kyauktaw ereignet und einen Markt und eine angrenzende Brücke zum Ziel gehabt, berichteten die Rebellen. Ihnen zufolge könnte die Zahl der Toten noch steigen.

Textgröße ändern: