The National Times - Stilles Gedenken in den USA fünf Jahre nach gewaltsamem Tod von George Floyd

Stilles Gedenken in den USA fünf Jahre nach gewaltsamem Tod von George Floyd


Stilles Gedenken in den USA fünf Jahre nach gewaltsamem Tod von George Floyd
Stilles Gedenken in den USA fünf Jahre nach gewaltsamem Tod von George Floyd / Foto: © AFP

Stilles Gedenken statt lauter Demonstrationen: In den USA ist am Sonntag der Tötung des Afroamerikaners George Floyd durch einen weißen Polizisten vor fünf Jahren gedacht worden. In Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota wurde eine Gedenkzeremonie auf dem nach George Floyd benannten Platz abgehalten. Dort war der 46-Jährige erstickt, weil ihm der weiße Polizist Derek Chauvin rund neun Minuten lang das Knie in den Nacken drückte, während Floyd wiederholt klagte, er bekomme keine Luft mehr.

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In mehreren US-Städten, darunter Chicago und Dallas, waren Proteste anlässlich des fünften Jahrestages geplant, größere Demonstrationen wurden jedoch nicht erwartet.

Mehrere Politiker der US-Demokraten gedachten des Todes von Floyd. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk veröffentlichte eine Erklärung im Onlinedienst X: "Während Anti-Rassismus, Inklusionsbemühungen und Reformen bei der Strafverfolgung schwere Rückschläge erfahren, müssen wir uns weiter weltweit für Gerechtigkeit und Gleichberechtigung einsetzen", appellierte er.

In Minneapolis besuchten dutzende Menschen die kleine Kreuzung in einem Wohngebiet, wo Floyds gewaltsamer Tod damals gefilmt und die Bilder anschließend weltweit verbreitet wurden.

Einige Menschen weinten, andere legten Blumen oder Stofftiere nieder. Der Ort ist übersät von Protestkunst, darunter ein purpurfarbenes Wandbild mit der Aufschrift "Du hast die Welt verändert, George". Diese Zuversicht vermittelnde Botschaft aus dem Jahr 2020 steht im Widerspruch zur Politik von US-Präsident Donald Trump, von dem einige Anhänger die Begnadigung Chauvins fordern. Der Polizist war im Juni 2021 zu 22 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden.

Die Festnahme und Tötung Floyds am 25. Mai 2020 machte die US-Protestbewegung "Black Lives Matter" (Das Leben von Schwarzen zählt) weltweit bekannt. Von Washington bis Berlin gingen Menschen gegen Rassismus und Polizeigewalt auf die Straße. Fünf Jahre später sind die Demonstranten verschwunden, die Bewegung hat unter Trump zu kämpfen und an Kraft verloren.

Erst am Mittwoch kündigte das Justizministerium der rechtsgerichteten US-Regierung an, Ermittlungen gegen eine Reihe von Polizisten wegen rassistisch motivierter Gewalt einzustellen. Anwälte getöteter Afroamerikaner sprachen von einer "Ohrfeige" für Floyds Familie und andere Opfer von Polizeigewalt.

T.Bailey--TNT

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