The National Times - Kevin Spacey bleibt in Affäre um mutmaßliche sexuelle Übergriffe auf freiem Fuß

Kevin Spacey bleibt in Affäre um mutmaßliche sexuelle Übergriffe auf freiem Fuß


Kevin Spacey bleibt in Affäre um mutmaßliche sexuelle Übergriffe auf freiem Fuß
Kevin Spacey bleibt in Affäre um mutmaßliche sexuelle Übergriffe auf freiem Fuß / Foto: © AFP

In der Affäre um mutmaßliche sexuelle Übergriffe in Großbritannien bleibt Hollywoodstar Kevin Spacey vorerst auf freiem Fuß. Der zuständige Richter entschied bei einer Anhörung am Donnerstag in London, dass sich der 62-Jährige vorerst weiter frei bewegen und auch das Königreich verlassen kann. Spacey war zu dem Gerichtstermin persönlich in London erschienen, sein Anwalt wies die Anschuldigungen "auf das Schärfste" zurück.

Textgröße ändern:

Der US-Schauspieler bahnte sich bei seiner Ankunft am Westminster Magistrates Court lächelnd, aber schweigend seinen Weg durch die wartenden Reporter. Im Gerichtsaal gab er lediglich seinen vollen Namen Kevin Spacey Fowler, sein Geburtsdatum und seine Adresse in London an.

Anschließend wurden dem 62-Jährigen die gegen ihn erhobenen Vorwürfe verlesen. Zu diesen machte er selbst keine Aussagen, sein Anwalt Patrick Gibbs aber sagte: "Herr Spacey weist jegliches kriminelles Handeln auf das Schärfste zurück." Spacey müsse "auf die Vorwürfe antworten, um sein Leben fortzuführen."

Die Staatsanwaltschaft hatte vor dem Termin erklärt, dass Spacey bei den Ermittlungen "voll kooperiert" habe. Trotzdem forderte sie, dass Spacey nur unter der Auflage in Freiheit bleiben solle, dass er bis zum nächsten Gerichtstermin London nicht verlässt. Dieser Forderung kam Richter Tan Ikram nicht nach. Dabei verwies er unter anderem darauf, dass Spacey freiwillig nach London gekommen sei. Den nächsten Termin setzte der Richter auf den 14. Juli fest.

Dem US-Schauspieler werden in Großbritannien vier Übergriffe gegen drei Männer zwischen 2005 und 2013 zur Last gelegt. Drei der Taten gegen zwei Männer sollen in London geschehen sein. Im dortigen Lambeth-Viertel befindet sich das Old-Vic-Theater, dessen künstlerischer Leiter Spacey von 2004 bis 2015 war. Der vierte sexuelle Übergriff geschah nach Angaben der Staatsanwaltschaft gegen einen dritten Mann 2013 in Gloucestershire in Westengland. Angaben zu den mutmaßlichen Opfern dürfen laut britischem Recht nicht gemacht werden.

Spacey hatte nach Bekanntgabe der Vorwürfe durch die Staatsanwaltschaft im Mai angekündigt, er wolle persönlich vor Gericht erscheinen, um seine "Unschuld" zu beweisen. Am Montag war er offiziell wegen der mutmaßlichen Übergriffe beschuldigt worden.

Gegen den Oscar-Preisträger waren bereits 2017 in den USA Anschuldigungen wegen sexueller Übergriffe erhoben worden. Die Vorwürfe hatten für Spacey schwerwiegende Folgen: Er verlor seine Hauptrolle in der Netflix-Serie "House of Cards", fiel in der Branche in Ungnade und erlebte einen dramatischen Karriere-Absturz. Im vergangenen Jahr wurde dann aber verkündet, dass Spacey in einem neuen Film des italienischen Regisseurs Franco Nero seine große Rückkehr auf die Leinwand feiern soll.

K.M.Thompson--TNT

Empfohlen

"Rückkehr zur Ruhe": Demonstrationsverbote und weitere Einschränkungen in Frankreich

Mit Demonstrationsverboten und der Einschränkung geplanter Proteste am Samstag will Frankreich Ausschreitungen wie am vergangenen Wochenende verhindern. Oberstes Ziel sei eine "Rückkehr zur Ruhe", sagte Präsident Emmanuel Macron am Donnerstag. Er kündigte neue Ausgangssperren an; zudem dürften nur von Gewerkschaften organisierte Kundgebungen stattfinden, sagte er. Die Gelbwesten-Bewegung, die zu den Organisatoren der Proteste zählt, kündigte ihren Widerstand an. In Paris bleiben der Louvre und andere Museen am Samstag geschlossen.

Vom IS im Niger entführte Schweizerin und Österreicherin zurück in der Heimat

2025 wurden sie im Niger von der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) entführt - nun sind die Schweizerin Claudia Abt und die Österreicherin Eva Gretzmacher freigelassen worden und in ihre Heimatländer zurückgekehrt. Die 69-jährige Schweizerin landete am Donnerstag am Flughafen Belp nahe Bern, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Das österreichische Außenministerium bestätigte die Landung der 76-jährigen Gretzmacher in Wien.

Justizminister: 217 Menschen nach Protesten am Wochenende in Frankreich inhaftiert

Nach den landesweiten Ausschreitungen am vergangenen Wochenende in Frankreich sind nach Regierungsangaben 217 Menschen inhaftiert worden. "Es handelt sich im Allgemeinen um Männer zwischen 18 und 25 Jahren, die zum größten Teil den Justizbehörden nicht bekannt sind", sagte der französische Justizminister Gérald Darmanin am Donnerstag vor der Justizvollzugsanstalt in Fleury-Mérogis im Département Essonne.

Keine Angriffe nach PHP-Sicherheitslücke festgestellt - Debatte um IT-Sicherheit

Nach der Warnung vor schwerwiegenden Sicherheitslücken in der Programmiersprache PHP sind bislang keine erfolgreichen Cyberangriffe festgestellt worden. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) habe bislang keine Fälle festgestellt, in denen die Sicherheitslücken ausgenutzt wurde, erklärte die IT-Sicherheitsbehörde am Donnerstag. "Dennoch können erfolgreiche Angriffe derzeit nicht ausgeschlossen werden." Experten warnten zudem, dass Unternehmen oft nicht wüssten, wo PHP bei ihnen zum Einsatz komme.

Textgröße ändern: