The National Times - Festnahmen bei Razzia gegen Bande falscher Polizisten in Deutschland und Spanien

Festnahmen bei Razzia gegen Bande falscher Polizisten in Deutschland und Spanien


Festnahmen bei Razzia gegen Bande falscher Polizisten in Deutschland und Spanien
Festnahmen bei Razzia gegen Bande falscher Polizisten in Deutschland und Spanien / Foto: © AFP/Archiv

Bei Durchsuchungen gegen eine mutmaßliche Betrügerbande haben Ermittler in Deutschland und Spanien vier Menschen festgenommen. Sie sollen ihre Opfer mit der Masche der falschen Polizisten betrogen haben, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Frankfurt am Main am Donnerstag mitteilten. Den Festgenommenen wird die Bildung einer kriminellen Vereinigung vorgeworfen. Seit 2019 sollen sie in betrügerischer Absicht mehrere Callcenter in der Türkei betrieben haben.

Textgröße ändern:

Bei den Durchsuchungen am Donnerstag wurden unter anderem mehrere Schusswaffen, gefälschte Ausweise, mehrere Kilogramm Gold und 500.000 Euro Bargeld beschlagnahmt. In Deutschland gab es Durchsuchungen in Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg.

Gegen das Netzwerk wird seit 2018 ermittelt. Es soll unter der Führung einer Rockergruppe aus der Türkei stehen. In diesem Zusammenhang wurden in Deutschland bereits 35 Menschen festgenommen. Teilweise wurden sie bereits zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt.

Es gab mehrere Durchsuchungsaktionen in dem Komplex. Im Oktober 2023 zerschlugen die Ermittler die obere Logistikebene der Bande in Deutschland. Dabei wurden Vermögenswerte in Höhe von mehr als dreieinhalb Millionen Euro beschlagnahmt.

Vor rund drei Wochen wurden in der Türkei insgesamt elf Beschuldigte festgenommen. Sieben von sitzen in Untersuchungshaft, teilweise sollen sie führende Mitglieder sein. Bei dieser Aktion am Osterwochenende gelang es zudem, zwei weitere Menschen festzunehmen.

Sie sollen am sogenannten Wettbüromord 2014 in Berlin beteiligt und seitdem auf der Flucht gewesen sein. Damals hatten 13 Rocker ein Wettbüro im Berliner Stadtteil Reinickendorf gestürmt. Der an der Spitze laufende Mann feuerte acht Kugeln auf das im Schankraum sitzende Opfer ab, direkt danach verließen die Rocker geschlossen das Lokal. Der Vorgang wurde von einer Videokamera aufgezeichnet.

2019 verurteilte das Landgericht Berlin acht Menschen wegen Mordes und den Anführer wegen Anstiftung zum Mord zu lebenslangen Haftstrafen. 2022 wurde ein neunter Beteiligter in einem Revisionsprozess ebenfalls zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Landgericht kam zu dem Schluss, dass eine Fehde zwischen dem damaligen Chef einer Hells-Angels-Gruppe und dem späteren Opfer der Grund für die Tat war.

L.Graham--TNT

Empfohlen

60-Jähriger stirbt in Hessen nach Schüssen: Drei Verdächtige festgenommen

Ein 60-Jähriger ist im hessischen Dietzenbach mit Schussverletzungen auf einer Straße gefunden worden und wenig später in einem Krankenhaus gestorben. Drei Tatverdächtige wurden am Dienstag vorläufig festgenommen, wie das hessische Landeskriminalamt in Wiesbaden und die Staatsanwaltschaft Darmstadt mitteilten. Die Männer stehen im Verdacht, den 60-Jährigen mit einer Schusswaffe getötet zu haben oder an der Tötung beteiligt gewesen zu sein.

Oberstes Gericht Brasiliens prüft Verbindungen von Richter zu inhaftiertem Banker

Das Oberste Gericht Brasiliens hat eine Überprüfung der Beziehung eines seiner Richter zu einem inhaftierten Banker eingeleitet. Das Gericht berief am Dienstag eine Sitzung ein, um mögliche Verbindungen zwischen Richter Alexandre de Moraes und dem in Ungnade gefallenen Banker Daniel Vorcaro zu untersuchen. Vorcaro steht im Zentrum eines der größten Finanzskandale in der Geschichte des südamerikanischen Landes. De Moraes wies die Vorwürfe zurück und sprach von einem politisch motivierten Verfahren.

Unbekannte stehlen dutzende Orgelpfeifen aus leerstehender Kirche in Gütersloh

Unbekannte haben aus einer leerstehenden Kirche in Gütersloh dutzende Orgelpfeifen gestohlen. Die Diebe verschafften sich zwischen Sonntagmittag und Montag Zutritt zu den Kirchenräumen, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt am Dienstag mitteilte. Die weitgehend demontierten Pfeifen waren demnach auf der Orgelempore in Kisten gelagert.

Fast fünf Millionen Menschen im Osten Indiens von Hochwasser betroffen

Im Osten Indiens sind derzeit Millionen Menschen von Überflutungen betroffen. Das Hochwasser in Bihar betreffe fast fünf Millionen Menschen, teilte die Katastrophenschutzbehörde des Bundesstaates am Dienstag mit. "Lebensmittel, sauberes Trinkwasser, Arzneimittel und andere wesentliche Güter werden unaufhörlich an bedürftige Familien geliefert", versicherte Bihars Vize-Regierungschef Vijay Kumar Chaudhary in einer Erklärung. Regierungschef Samrat Choudhary erklärte, mehr als 827.000 vom Hochwasser betroffene Familien hätten jeweils 7000 Rupien (64 Euro) Nothilfe bekommen.

Textgröße ändern: