The National Times - Prozess gegen mutmaßlichen türkischen Spion beginnt Ende Juni in Düsseldorf

Prozess gegen mutmaßlichen türkischen Spion beginnt Ende Juni in Düsseldorf


Prozess gegen mutmaßlichen türkischen Spion beginnt Ende Juni in Düsseldorf
Prozess gegen mutmaßlichen türkischen Spion beginnt Ende Juni in Düsseldorf / Foto: © AFP/Archiv

Vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf beginnt am Dienstag kommender Woche ein Prozess gegen einen mutmaßlichen türkischen Spion. Der 41-jährige Ali D. soll in Deutschland Informationen über Mitglieder und Unterstützer der Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sowie des islamischen Predigers Fethullah Gülen gesammelt haben, um diese an türkische Geheimdienste weiterzuleiten. Verantworten muss er sich wegen des Verdachts der geheimdienstlichen Agententätigkeit und des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

Textgröße ändern:

Der Generalbundesanwalt legt ihm zur Last, über drei deutsche Staatsbürger, von denen er einen für ein PKK-Mitglied hielt und zwei der Gülen-Bewegung nahestanden, Informationen weitergegeben zu haben. Auch über drei weitere Menschen habe D. Information gesammelt.

Um Gleichgesinnte für die Spionage zu gewinnen, soll er auf Schießständen in Deutschland trainiert haben. Auf diesem Weg sei es ihm gelungen, einen Informanten anzuwerben, von dem er im September 2021 auch Munition für einen gemeinsamen Besuch eines Schießstands gekauft haben soll.

Der Beschuldigte wurde nach Angaben des Generalbundesanwalts im September 2021 in Düsseldorf festgenommen und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. Für das Staatsschutzverfahren wurden zunächst acht Verhandlungstage bis Ende Juli angesetzt.

D.Cook--TNT

Empfohlen

Russische Oppositionspartei Jabloko von Parlamentswahl ausgeschlossen

Russlands Oberster Gerichtshof hat die einzige offen kriegskritische Oppositionspartei des Landes, Jabloko, von der Parlamentswahl im September ausgeschlossen. Einem entsprechenden Antrag werde stattgegeben, erklärte der zuständige Richter am Montag. Jabloko-Parteichef Nikolaj Rybakow kündigte an, gegen das Urteil in Berufung gehen zu wollen.

Mindestens 18 Tote bei schwerem Erdbeben in Kolumbien

Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat Kolumbien und benachbarte lateinamerikanische Länder erschüttert und zahlreichen Menschen das Leben gekostet. Allein in der westkolumbianischen Stadt Pereira kamen am Montag nach Behördenangaben mindestens 18 Menschen ums Leben. Das Epizentrum des Bebens lag im Nordwesten Kolumbiens, Berichte über Schäden und Verletzte gab es aber auch aus anderen Landesteilen.

Feuerwehren in Südeuropa im Einsatz gegen Waldbrände

In Südeuropa kämpfen die Feuerwehren weiter bei widrigen Wetterbedingungen gegen schwere Waldbrände: Im Südwesten Spaniens breitete sich ein Feuer in der andalusischen Provinz Huelva schnell aus, etwa 800 Menschen wurden den Behörden zufolge am Montag evakuiert. Unweit der griechischen Hauptstadt Athen waren am Montagmorgen fast 200 Feuerwehrleute und dutzende Löschfahrzeuge im Einsatz, um ein neu ausgebrochenes Feuer nahe Kouvaras unter Kontrolle zu bringen. Auch in Südfrankreich konnte die Feuerwehr einen am Sonntag ausgebrochenen Waldbrand eindämmen.

Verletzte bei schwerem Erdbeben in Kolumbien

Bei einem schweren Erdbeben sind im Nordwesten Kolumbiens mehrere Menschen verletzt worden. In der Stadt Quibdó habe es "Verletzte und schwere Schäden an Gebäuden" gegeben, erklärte die Gouverneurin der Region Chocó, Nubia Carolina Córdoba-Curi, am Montag im Onlinedienst X. Auch der Bürgermeister der Stadt Cali berichtete von "Schäden erheblichen Ausmaßes" an Gebäuden.

Textgröße ändern: