The National Times - Zahl der Toten nach Erdbeben in Myanmar und Thailand steigt auf mehr als 1640

Zahl der Toten nach Erdbeben in Myanmar und Thailand steigt auf mehr als 1640


Zahl der Toten nach Erdbeben in Myanmar und Thailand steigt auf mehr als 1640
Zahl der Toten nach Erdbeben in Myanmar und Thailand steigt auf mehr als 1640 / Foto: © AFP

Während die Zahl der Todesopfer nach dem schweren Erdbeben in Myanmar immer weiter steigt, haben die Rettungskräfte ihre Suche nach Überlebenden in den Trümmern rund um die Uhr fortgesetzt. Die Militärregierung des südostasiatischen Landes sprach am Samstag von 1644 Toten und 3408 Verletzten, mindestens 139 Menschen würden noch vermisst. Im Nachbarland Thailand wurden rund zehn Todesfälle gemeldet. Es wurde befürchtet, dass die Opferzahlen noch weiter steigen. Weltweit kündigten Staaten Hilfslieferungen an.

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Besonders schwere Zerstörungen gab es Mandalay, der zweitgrößten Stadt Myanmars. Dutzende Häuser stürzten dort ein. Bei dem Einsturz eines buddhistischen Klosters kam ein Mönch ums Leben, wie ein AFP-Reporter berichtete. Die kulturelle Hauptstadt des Landes mit mehr als 1,7 Millionen Einwohnern liegt nahe des Epizentrums des Bebens.

Dramatisch war die Lage etwa am Wohnblock Sky Villa Condominium. Von den zwölf Stockwerken waren nur noch sechs übrig. Unter großen Anstrengungen entfernten Einsatzkräfte Trümmerteile mit bloßen Händen, um zu Verschütteten zu gelangen.

30 Stunden nach dem Erdbeben gelang es den Rettungskräften am Samstagabend, eine Frau lebendig aus den Trümmern zu bergen. Nach Angaben eines Vertreters des Roten Kreuzes wurden jedoch noch mehr als 90 Menschen unter den Schuttbergen des Wohnblocks vermutet.

Das ganze Ausmaß der Schäden des verheerenden Bebens der Stärke 7,7 vom Freitag war noch nicht klar. Nach Berechnungen der US-Erdbebenwarte USGS bestand eine 35-prozentige Wahrscheinlichkeit, dass die Zahl der Todesopfer in Myanmar zwischen 10.000 und 100.000 liegen könnte.

Das Land am Golf von Bengalen leidet seit vier Jahren unter einem Bürgerkrieg, der mit der Machtübernahme der Junta einsetzte. Infrastruktur und die öffentliche Gesundheitsversorgung sind zerrüttet und vielfach nicht mehr funktionsfähig. Nach Angaben von Hilfsorganisationen befanden sich bereits vor dem Erdbeben etwa 3,5 Millionen Menschen auf der Flucht.

In einem ungewöhnlichen Schritt hatte der Chef von Myanmars Militärregierung, Min Aung Hlaing, am Freitag um internationale Hilfe gebeten. Angesichts des Ausmaßes der Zerstörung solle "jedes Land, jede Organisation" helfen. In der Vergangenheit hatten es Militärregierungen in Myanmar selbst bei großen Naturkatastrophen abgelehnt, um internationale Hilfe zu bitten.

Eine Reihe von Ländern bot Thailand und insbesondere Myanmar ihre Hilfe an. "Wir werden helfen", sagte US-Präsident Donald Trump am Freitag vor Journalisten. Das Auswärtige Amt erklärte im Onlinedienst X, Deutschland unterstütze die Hilfsprogramme der UNO und sei bereit, weitere Hilfe zu leisten.

Auch die EU und die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagten Unterstützung zu. Am Samstag landete ein indisches Flugzeug mit einem Rettungsteam, einem Ärzteteam und Hilfsgütern in Myanmar, wie die Regierung in Neu Delhi mitteilte. Vier weitere Flugzeuge und zwei Schiffe mit Hilfslieferungen seien bereits auf dem Weg. China schickte 82 Helfer nach Myanmar.

Auch im Nachbarland Thailand richtete das Beben schwere Schäden an. Der Gouverneur von Bangkok, Chadchart Sittipunt, sagte, in der Millionenstadt seien rund zehn Todesfälle bestätigt, die meisten davon in einem eingestürzten Hochhaus nahe dem auch bei Touristen beliebten Chatuchak-Markt.

Das Erdbeben der Stärke 7,7 hatte sich am Freitag gegen 12.50 Uhr Ortszeit (07.20 Uhr MEZ) 16 Kilometer nordwestlich der myanmarischen Stadt Sagaing in geringer Tiefe ereignet. Nach Angaben von Geologen handelte es sich um das schwerste Beben in Myanmar seit Jahrzehnten. Die Erschütterungen waren auch in Thailand, China, Kambodscha, Bangladesch und Indien zu spüren.

Q.Marshall--TNT

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